3. August 2007
Jede werdende Mutter hofft auf eine natürlich verlaufende und komplikationsfreie Geburt, bei der keine größeren, medizinischen Maßnahmen nötig sind. Manchmal treten jedoch Situationen auf, bei denen die Geburt künstlich eingeleitet werden muss.
Bei diesem genau überwachten und kontrollierten Vorgang werden die Geburtswehen meist mit der Hilfe von genau dosierten Medikamenten, die als Infusion gegeben werden können, hervorgerufen. Dies bedeutet eine Einschränkung in der Bewegungsfreiheit der Gebärenden, allerdings kann auf diese Weise die Wehentätigkeit durch eine eventuelle Erhöhung der Dosis bei fortlaufender Infusion kontrolliert werden, bis sie sich auf einem notwendigen Level befindet. Bei der Verabreichung von Tabletten oder Gel in der Nähe des Muttermundes bleibt die Bewegungsfreiheit erhalten, die Kontrollmöglichkeiten des medizinischen Fachpersonals ist allerdings nicht so hoch.
Die Einleitungsphase hängt von unterschiedlichen Faktoren wie der Reaktion der werdenden Mutter auf die Infusion ab, weiterhin wird sie davon beeinflusst, ob sich der Muttermund bereits geöffnet hat oder nicht. Tritt die erstgenannte Situation ein, so gestaltet sich die Geburtseinleitung einfacher. Ist der Muttermund dagegen noch nicht reif und somit noch verhärtet, sollte eine Geburtseinleitung gut durchdacht werden. Zunächst muss er durch die Gabe von Prostaglandin ein Stück geöffnet werden, ehe die Weheneinleitung stattfinden kann. Zwischen diesen beiden Vorgängen sollte ausreichend Zeit liegen, um die Gebärmutter nicht zu stark zu stimulieren.
Doch was sind die genauen Faktoren, die eine Geburtseinleitung nötig machen? Zum einen natürlich eine Übertretung des errechneten Geburtstermins von über einer bis anderthalb Wochen, doch auch die Größe des Kindes kann ausschlaggebend sein. Wenn festgestellt wird, dass es bereits vor dem Geburtstermin eine bestimmte Größe erreicht hat, die bei einer längeren Schwangerschaft Probleme bereiten könnte, ist eine verfrühte, künstlich eingeleitete Geburt ratsam. Eine Krankheit der Mutter wie eine Nierenbeckenentzündung oder Diabetes, eine Plazentaschwäche, ein vorzeitiger Blasensprung oder ein schlechtes Kardiotokogramm sind weitere Gründe, bei denen die Fachärzte zu einer Geburtseinleitung raten.
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