17. März 2011
Unter einer Geburtseinleitung versteht man das künstliche Einleiten der Geburt. Mit einer Geburtseinleitung sind jedoch auch Risiken verbunden.
Aus unterschiedlichen Gründen kann eine Geburtseinleitung notwendig werden. Meist ist dies der Fall, wenn der errechnete Entbindungstermin bereits deutlich überschritten ist, ohne dass sich Wehen bilden. Durch unterschiedliche Maßnahmen kann dann die Geburt künstlich eingeleitet werden. Dies ist jedoch mit Risiken verbunden – sowohl für die Mutter als auch für das Baby.
Die künstliche Einleitung einer Geburt – egal mit welcher Methode - ist in der Regel nur dann erfolgreich, wenn der Körper der Frau auch dazu bereit ist. Es kann demnach sein, dass mehrere Einleitungsmethoden ausprobiert werden müssen oder dass die Geburt mehrmals mit der gleichen Methode eingeleitet werden muss, bis sich Wehen entwickeln. In einigen Fällen kann die Geburtseinleitung jedoch auch misslingen, so dass sich keine Wehen entwickeln. Meist muss das Kind dann per Kaiserschnitt geboren werden.
Wurde die Fruchtblase künstlich eröffnet, so besteht die Gefahr, dass Keime zum Baby gelangen und eine Infektion auslösen, wenn die Geburt danach noch lange auf sich warten lässt.
Künstlich eingeleitete Wehen durch einen Wehentropf verursachen in der Regel stärkere und schmerzhaftere Wehen, als dies bei spontanen Wehen der Fall ist. Meist benötigen die Frauen dann eine PDA (Periduralanästhesie) zur Schmerzlinderung. Der Nachteil ist dann jedoch, dass sich die werdende Mutter nicht mehr richtig bewegen kann. Sie ist zum einen am CTG angeschlossen, zum anderen hängt sie an einer Infusion. Bis zur Entbindung muss sie dann meist liegen.
Oftmals muss ein Baby nach einer künstlich eingeleiteten Geburt mit einer Saugglocke oder Zange geboren werden. Meist ist dies der Fall, wenn die Wehen durch einen Wehentropf ausgelöst wurden.
Das Ziel einer künstlichen Einleitung der Geburt ist, dass das Baby trotz fehlender spontaner Wehen normal geboren werden kann. Dies ist immer mit Risiken verbunden, in einigen Fällen ist trotz Geburtseinleitung ein Kaiserschnitt notwendig.
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