9. Juni 2010
Heutzutage haben sogar extreme Frühgeburten eine gute Überlebungschance. Trotzdem bleibt jede Frühgeburt ein Risiko. Dabei gibt es einige Faktoren, die eine Frühgeburt begünstigen.
Wenn die Mutter jünger als 18 Jahre oder älter als 30 Jahre ist. Wenn es in der Vorgeschichte bereits eine Frühgeburt gab. Infektionskrankheiten der Mutter, ein schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck, starker Nikotinkonsum, Alkohol- und Drogenabusus, bestimmte Erkrankungen der Mutter, wie Schilddrüsenfehlfunktion, Nierenerkrankungen oder Diabetes, starkes Untergewicht der Mutter, eine Mangelernährung der Mutter und große physische und psychische Belastungen. Einige dieser Faktoren kann man vermeiden und damit das Risiko einer Frühgeburt verhindern. Erkrankungen der Mutter müssen ärztlich behandelt werden. Auch Anomalien der weiblichen Geschlechtsorgane, Gebärmuttermyome, Scheideninfektionen, Infektionen am Gebärmutterhals oder wenn dieser unzureichend verschlossen ist, stellen ein Risiko dar. Blutungen während der Schwangerschaft, frühere Operationen und vorausgegangene Früh- oder Fehlgeburten und Schwangerschaftsabbrüche begünstigen eine mögliche Frühgeburt. Eine vorzeitige Wehentätigkeit weist auf eine mögliche Frühgeburt hin. Die Frau sollte sich dann unbedingt schonen, nicht mehr arbeiten gehen und wenn nötig auch in eine Klinik gehen, um eine Frühgeburt zu verhindern. Wenigstens muss versucht werden, die Schwangerschaft so weit wie möglich zu verlängern. Vorzeitige Wehen werden mit wehenhemmenden Mittel und Magnesium gestoppt. Oft wird Cortison gegeben, um die kindliche Lungenreife zu fördern.
Kindliche Risikofaktoren sind vorzeitiger Blasensprung, eine Mehrlingsschwangerschaft, ein Zuviel an Fruchtwasser, eine veränderte Funktion oder veränderte Lage des Mutterkuchens. Je nach Symptomatik wird der behandelnde Arzt therapieren und der werdenden Mutter bestimmte Verhaltenmaßregeln mit auf den Weg geben. Eine Zusammenarbeit erleichtert die Situation und kann unter Umständen eine Frühgeburt verhindern. Dabei kann es passieren, dass die Mutter nur noch liegen darf. Meistens werden Frühgeburten vor der 32. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt entbunden um das Kind zu schonen. Für Frühgeburten ab der 24. Schwangerschaftswoche ist eine der häufigsten Ursache eine Scheideninfektion, um diese zu verhindern, empfehlen Ärzte eine Impfung zur Immunisierung. Auch eine ausreichende Hygiene kann eine Scheideninfektion verhindern, so soll beim Toilettengang darauf geachtet werden, dass immer nur von vorne nach hinten abgeputzt wird, um keine Keime in die Scheide zu bringen. Bestehende Infektionen werden mit Antibiotika behandelt. Eine vernünftige und gesunde Lebensführung während der Schwangerschaft vermindert das Risiko einer Frühgeburt.
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