Fruchtbarkeit durch die richtige Ernährung steigern

Paare, die sich ein Kind wünschen, können ihre Fruchtbarkeit durch die richtige Ernährung verbessern. Es gibt jedoch nicht nur Lebensmittel, die die Fruchtbarkeit verbessern, sondern auch solche, die sie vermindern können. Am wichtigsten ist, mit der richtigen Ernährung für den Körper zu beginnen. Seriöse Experten werden auf diesem Gebiet niemals mit jemandem mögliche Ursachen der ausbleibenden Schwangerschaft suchen, bevor sie nicht dessen bisherige Ernährungsgewohnheiten durchgegangen sind. Lesen Sie, wie Sie die Fruchtbarkeit durch die richtige Ernährung steigern können.

Lebensmittel, die die Fruchtbarkeit negativ oder positiv beeinflussen können

Kinderwunsch? - Das Körpergewicht muss stimmen

Lässt der Nachwuchs noch auf sich warten, besteht die Möglichkeit, durch die richtige Ernährungsweise nachzuhelfen. Grundsätzlich ist es wichtig, dass Mann und Frau auf ein ausgewogenes Körpergewicht achten. So haben es Frauen und Männer, die an Unter- oder Übergewicht leiden, schwerer als Normalgewichtige, ein Kind zu bekommen.

Fruchtbarkeit und Untergewicht

Durch Untergewicht bei der Frau besteht zum Beispiel die Gefahr, dass Unregelmäßigkeiten beim Eisprung auftreten oder dieser sogar völlig ausbleibt. Des Weiteren ist es möglich, dass die Schleimhaut der Gebärmutter in Mitleidenschaft gezogen wird.

Infolgedessen ist sie nicht in der Lage, eine befruchtete Eizelle aufzunehmen. Besteht bei einem Mann Untergewicht, kann seine Spermienqualität darunter leiden.

Fruchtbarkeit und Übergewicht

Auch Übergewicht bleibt bei Mann und Frau nicht ohne Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Bei Frauen kommt es häufig zu einer vermehrten Produktion von Insulin, wodurch der Eisprung gestört wird.

Übergewichtige Männer produzieren dagegen weniger Samenflüssigkeit. Außerdem ist bei ihnen der Anteil an anormalen Spermien höher als bei Männern, die ein normales Gewicht aufweisen.

Ausgewogene Ernährung für ein gesundes Körpergewicht

Für die Fruchtbarkeit ist es also überaus wichtig, auf ein gesundes Körpergewicht und eine ausgewogene Ernährung zu achten. Diese sollte möglichst reich an Vitaminen und Mineralstoffen sein, denn bestimmte Nährstoffe spielen eine wichtige Rolle, um schneller schwanger zu werden.

So lässt sich die Fruchtbarkeit durch die Zufuhr von Vitaminen steigern, wie:

Auch Mineralstoffe und Spurenelemente spielen eine wichtige Rolle für die Fruchtbarkeit, wie etwa:

Aber ebenso gelten bestimmte Kräuter als gutes Mittel zur Steigerung der Fruchtbarkeit.

Welche Lebensmittel beeinflussen die Fruchtbarkeit?

Wenn man sich ein Kind wünscht, kann sowohl die Frau als auch der Mann die eigene Fruchtbarkeit steigern. Durch den Verzehr der "falschen" Lebensmittel und Getränke kann die Fruchtbarkeit jedoch auch verschlechtert werden.

Lebensmittel mit möglicher negativer Beeinflussung der Fruchtbarkeit

Getränke

Sowohl für Männer als auch für Frauen wirken sich Kaffee und schwarzer Tee negativ auf die Fruchtbarkeit aus, wenn sie regelmäßig getrunken werden. Auch Schokolade und Kakao beeinflussen die Fruchtbarkeit negativ und sollten bei einem vorliegenden Kinderwunsch gemieden werden.

Cola und Limo können bei Männern die Fruchtbarkeit beeinträchtigen
Süße Limonade macht dick und ist nicht gut für die Zähne. Das haben schon unsere Eltern gewusst und in mehr oder weniger zuverlässiger Regelmäßigkeit gepredigt. Wenn wir uns diese Option, also das Predigen gegenüber des Nachwuchses, offen halten wollen, sollten wir spätestens jetzt die Mahnungen unserer Eltern wahrnehmen. Denn wer zu viel Limonade trinkt, muss offenbar nicht nur mit Karies und Speckbauch rechnen, sondern auch mit einer ungewollten Schwangerschaftsverhütung.
Limo verringert Spermienqualität

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie deuten nämlich an, dass der exzessive Genuss von Limonade zu einer Reduzierung der Spermienqualität junger Männer führen kann. Dabei sind die Hinweise so deutlich, dass die Autoren der Studie Männer mit Vaterabsichten empfehlen, den Konsum von Cola und Konsorten einzuschränken.

Studie zum Zusammenhang von Softdrinks und männlicher Unfruchtbarkeit

Laut statistischen Erhebungen stieg der Konsum von Limonade in Dänemark in den letzten Jahrzehnten deutlich an. Gleichzeitig stieg die Anzahl an männlichen Patienten, bei denen eine mindere Spermienqualität festgestellt wurde.

Die Wissenschaftlerin Tina Kold Jensen sah sich deshalb veranlasst, einen Zusammenhang zwischen einen hohen Limonadenkonsum und der Spermienqualität von Männern zu prüfen.

An ihrer Studie waren 2.554 junge Männer als Probanden beteiligt. Die Untersuchung wurden in Rahmen der Musterung für den Wehrdienst in den Jahren 2001 bis 2005 durchgeführt.

Auswertung der Daten

Die Auswertung der Daten bestätigt die Forscher in ihrer Vermutung:

  • Es scheint tatsächlich eine Korrelation zwischen der Menge der täglich getrunkenen Liter an Limonade und der Spermienqualität der jungen Männer zu geben.

  • In der Studie zeigte sich außerdem, dass Männer, die viel Limonade trinken, in der Regel nur wenig Sport treiben oder eine andere Form von körperlicher Ertüchtigung regelmäßig nachgehen.

  • Ein passiver Lebensstil ist ein weiterer Punkt, der sich negativ auf die Fruchtbarkeit von Männern auswirken kann.

Die Studie wurde in von Dänemark durchgeführt und in der Fachzeitschrift "American Journal of Epidemiology" veröffentlicht.

Alkohol und Nikotin

Alkohol sollte ebenfalls nur in Maßen und auch nur hin und wieder konsumiert werden, da sonst die Fruchtbarkeit negativ beeinflusst werden kann. Rauchen beeinflusst die Fruchtbarkeit ebenfalls negativ. Paare, die sich ein Kind wünschen, sollten daher mit dem Rauchen aufhören, wenn sie ihre Fruchtbarkeit steigern möchten.

Sojaprodukte

Produkte, die Soja enthalten, wirken sich negativ auf die Fruchtbarkeit aus. Bei Männern werden durch den Verzehr von Sojaprodukten deutlich weniger Spermien gebildet.

Derartige Produkte sollten also gemieden werden, wenn man sich Nachwuchs wünscht.

Lebensmittel mit möglicher positiver Beeinflussung der Fruchtbarkeit

Nüsse, Fleisch und Bananen

Die Vitamine B6 und B12 steigern bei Frauen die Fruchtbarkeit. Diese sind entweder in Tablettenform erhältlich oder in Nahrungsmitteln wie zum Beispiel in Nüssen, in Fleisch oder auch in Bananen enthalten. Wenn diese Produkte regelmäßig verzehrt werden, wirkt sich dies demnach positiv auf die Fruchtbarkeit aus.

Lebensmittel für eine gute Spermienqualität

Für Männer ist es wichtig, die Beweglichkeit der Spermien und deren Anzahl zu fördern. Dies kann durch die richtige Ernährung erreicht werden, wenn sonst keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen.

Männer schaffen beste Voraussetzungen für die Zeugung eines Babys beim regelmäßigen Verzehr folgender Nahrungsmittel:

Fleisch sollte zwar regelmäßig, jedoch nicht öfter als zweimal pro Woche verzehrt werden. Fisch hingegen kann durchaus mindestens zweimal wöchentlich auf dem Speiseplan stehen.

Der Verzehr von Vollkornprodukten wirkt sich auf die Fruchtbarkeit ebenfalls positiv aus. Eine Studie hat zudem ergeben, dass Eis die Fruchtbarkeit steigern kann.

Mit der richtigen Ernährung zur Schwangerschaft - Ernährungsfehler vermeiden

Die Ernährung ist das A und O. Das häufigste Problem, dass bei Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch auftritt, ist die fehlende Konzeption und Planung ihrer Ernährung. Sie haben selten genügend gute Fette in ihrer Nahrung und verdauen oder absorbieren die Nahrung nur bedingt gut.

Einige Symptome für eine schlechte Ernährung sind:

Beides sind schlechte Zeichen und sprechen für eine schlechte Fettaufnahme oder Assimilation.

Cholesterin als Zeichen unzureichender Ernährung

Ein weiteres Zeichen für eine unzureichende Ernährung ist Cholesterinarmut. Sie denken vielleicht, dass ein niedriger Cholesteringspiegel gesund ist. Studien zeigen aber, dass Ihre Gesundheit gefährdet werden kann, wenn das Cholesterin unter einen Wert von 180 sinkt.

Cholesterin ist der Ausgangspunkt für fast alle unserer chemischen, reproduktiven Hormone. Deshalb bedeutet Cholesterinarmut, dass nicht genug Material vorhanden ist, um eine ausreichende Menge von jenen Hormonen zu produzieren, die unsere Fruchtbarkeit aufrecht erhalten.

Auf eine ausreichende Eiweißzufuhr achten

Der zweite wichtige Faktor an der Ernährung ist, dass in der Fruchtbarkeitsphase die ausreichende Zufuhr an Eiweißen erfolgt und eine ausreichende Abfolge der Verdauung gewährleistet ist. Viele Frauen leiden an Eiweißmangel und wissen dies meist nicht.

Nach professioneller Auffassung ist Eiweißmangel eine der häufigsten Ursachen für Übelkeit und Bluthochdruck sowie ein Risikoträger für Präeklampsie.

Verschiedene Eiweißquellen in der Nahrung sind Folgende:

Fleisch

Gesunde Eiweißquellen sind magere Fleischsorten wie Schweinefilet oder das "Strip Steak", welches von der Rinderlende geschnitten wird. Neben Geflügel gehören auch Fische, allen voran Wildlachs, zu perfekten Eiweißlieferanten.

Eierspeisen

Bei dieser Aufzählung dürfen Eier natürlich nicht fehlen, wobei Sie hier auf die Zubereitung achten müssen. Entgegen der verbreiteten Annahme sind Eier keine Cholesterinbösewichte. Wenn das Eidotter (Eigelb) jedoch beim Kochen zerstört wird, oxidiert das gute Cholesterin (HDL) zu schädlichen Cholesterinstrukturen (LDL).

Gekochte Eier sowie Spiegeleier sind daher dem Rührei und Omelettes vorzuziehen.

Milchprodukte

Milch und Molkereiprodukte sind in der Regel zwar vollgepackt mit Protein, können aber bei Anfälligkeit zu Verdauungsstörungen führen, da sie für unseren Verdauungstrakt eine ähnliche Belastung darstellen wie Vollkornprodukte.

Gute Fette für die Fruchtbarkeit

Eine gesunde Ernährung mit einem ausreichenden Anteil an guten Fetten und Eiweißen wird zur Verdauungsförderung empfohlen. Desweiteren stimuliert es vollständig:

Gute Fette sind enthalten in:

Wenn Sie sich mit Ihrer bisherige Ernährung auseinandersetzen und die obigen Empfehlungen annehmen und Ihre Ernährung dementsprechend ändern, kann dies nachgewiesenermaßen zwischen Unfruchtbarkeit und einer gesunden Schwangerschaft entscheiden.

Folsäure für mehr Östrogen

Folsäure bzw. Vitamin B9 ist wichtig für diverse Wachstumsprozesse. Sie ist auch für die Bildung von Östrogen zuständig. Frauen mit Kinderwunsch sollten täglich mindestens 400 Mikrogramm Folsäure zu sich nehmen. Enthalten ist sie etwa in

Vitamin E zur Unterstützung der Gebärmutter

Damit sich die Eizelle in der Gebärmutter einnisten kann, ist die Zufuhr von Vitamin E zu empfehlen. Bei bestehendem Kinderwunsch sollten Frauen etwa 13 mg pro Tag zu sich nehmen. Zu den entsprechenden Quellen zählen

  • Eigelb
  • Wirsing
  • Paprika
  • Roggen und
  • Öle, z.B. aus Sonnenblumen, Weizenkeimen oder Disteln

Kalzium für den Eisprung

Um den Eisprung zu unterstützen, sollte man auf Milchprodukte setzen. Männern helfen diese wiederum in Sachen Anzahl und Beweglichkeit der Spermien.

und Co. sind hilfreich bei bestehendem Kinderwunsch.

Zink für einen regelmäßigen Zyklus

Durch Zink lässt sich die Eizellreifung unterstützen. Außerdem hilft es bei der Testosteronproduktion. Besonders viel Zink findet man in

Eisen für den Mutterkuchen

Eisen ist wichtig für die Blutbildung und gilt als Unterstützer der Entwicklung des Mutterkuchens. Es ist u.a. in

enthalten.

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