26. Oktober 2009
Die Schuppenflechte ist eine häufig vorkommende Hauterkrankung. Die Diagnose erfolgt meist beim Facharzt für Hauterkrankungen.
Bei Patienten mit Schuppenflechte erneuern sich die Hautschichten wesentlich schneller als bei gesunden Menschen. Dies äußert sich durch eine Rötung und weiße Schuppen auf der Haut. Die Haut ist rissig und trocken. Die betroffenen Stellen jucken auch meist sehr stark. Hauptsächlich sind der Kopf sowie die Ellbogen und Knie von der Erkrankung betroffen. Ist die Krankheit stärker ausgeprägt, kann auch die Haut des ganzen Körpers befallen sein.
Man unterscheidet verschiedene Formen der Psoriasis, wie der Mediziner die Schuppenflechte nennt.
Die häufigste Form der Schuppenflechte ist die so genannte Psoriasis vulgaris. Die Schuppenflechte erreicht bei dieser Form der Erkrankung etwa die Größe einer Hand. Die Haut schuppt sich stark und juckt und ist an den betroffenen Stellen verdickt. Die Erkrankung tritt meist in Schüben auf, wobei fast der ganze Körper von der Schuppenflechte betroffen sein kann. Auch die Nägel von Fingern und Zehen können betroffen sein. Man erkennt dies an verfärbten oder schlimmstenfalls völlig zerstörten Nägeln.
Eine weitere Form der Schuppenflechte ist die rheumatische Form. Sie wird Psoriasis-Arthritis genannt. Die Gelenke sind hier geschwollen wie bei einer normalen Arthritis auch. Bewegungen sind oft nur unter Schmerzen möglich. Auch Finger-/Zehennägel und die Augen können davon betroffen sein. Auch bei dieser Form der Schuppenflechte unterscheidet man verschiedenartige Erkrankungen, je nachdem, welche Gelenke des Körpers betroffen sind.
Bei nur wenigen Patienten liegt die so genannte Psoriasis pustulosa vor. An den Händen und Füßen ist die Haut gerötet und mit kleinen Eiter gefüllten Bläschen übersäht. In schweren Fällen dieser Erkrankung ist der gesamte Körper betroffen, so dass sich der Patient allgemein krank und fiebrig fühlt. Diese Form der Schuppenflechte kann tödlich enden.
Der Dermatologe unterscheidet noch etliche weitere Formen der Psoriasis. Die Diagnose Schuppenflechte stellt der Dermatologe meist schon beim Betrachten der betroffenen Hautstellen sowie der vom Patienten geschilderten Symptome. Besteht ein Diagnosenverdacht, kann der Hautarzt auch eine Probe der Haut entnehmen und im Labor untersuchen lassen. Vermutet der Hautarzt eine Psoriasis-Arthritis führt er zusätzlich eine Blutuntersuchung durch und lässt eine Röntgenuntersuchung anfertigen.
Da auch andere Erkrankungen mit den für die Schuppenflechte typischen Symptomen einhergehen können, muss der Dermatologe diese ausschließen können. Hautpilzerkrankungen oder Ekzeme beispielsweise können ähnliche Symptome aufweisen wie die Psoriasis.
Anhand des so genannten PASI wird die Schwere der Erkrankung bewertet. PASI ist ein spezieller Index für die Erkrankung Psoriasis, bei dem die Größe der betroffenen Hautstelle und die speziellen Symptome in einem Punktesystem beurteilt werden.
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