Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine häufig auftretende, chronisch-entzündliche, gutartige und immer wiederkehrende Hauterkrankung, bei der eine erhöhte Schuppenbildung auftritt. Die Schuppenflechte ist nicht ansteckend; sie kann vererbt werden.
Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine nicht ansteckende, familiär gehäuft auftretende chronische Hautkrankheit.
Es bilden sich dabei dicke, silbrig-weiße, trockene Schuppenauflagerungen auf stark durchbluteten (daher leicht bis stark geröteten), scharf umgrenzten Flecken. Diese entzündeten, meist auch juckenden Areale sind punktförmig bis handtellergroß und treten vorwiegend an den Streckseiten der Gliedmaßen, wie z.B. Ellenbogen und Kniebereich sowie auf dem Kopf auf. Die Phase der Hauterneuerung verkürzt sich beim Psoriatiker von 26 auf sechs bis sieben Tage und lässt so die Haut schneller nachwachsen, was die typischen Verdickungen an den betroffenen Stellen entstehen lässt. Die Schuppenbildung entsteht durch die ebenfalls verkürzte Phase des Absterbens der Haut.
Die Schuppenflechte zählt zu den Autoimmunkrankheiten, d.h. ihre Ursache liegt in einer überschießenden Reaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe, da dies seitens des Immunsystems irrtümlicherweise als zu bekämpfender Fremdkörper angesehen wird. Nach derzeitigem medizinischen Erkenntnisstand wird davon ausgegangen, dass ein genetisch bedingter Defekt im Zusammenspiel mit verschiedenen Umwelteinflüssen das Auslösen der Erkrankung bewirkt.
Oft verursachen physische oder psychische Belastungen sowie hormonelle Veränderungen (z.B. in der Pubertät oder während einer Schwangerschaft) ein erstmaliges Ausbrechen der Krankheit. Etwa 3 Prozent der Bevölkerung in Mitteleuropa ist von dieser schubartig auftretenden Krankheit betroffen. Eine vollständige Heilung der Schuppenflechte ist bisher nicht möglich.
Linderung kann durch die Anwendung verschiedener Cremes, Salben, Tabletten oder Injektionen eintreten. Diese Medikamente enthalten meist Harnstoffe, Cortison, Steinkohlenteer, Dithranol oder Salicylsäure als Wirkstoff. Zudem können auch durch eine Licht- oder Badetherapie oder eine Umstellung der Ernährung Behandlungserfolge erzielt werden. Das ohnehin phasenhafte Auftreten der Krankheitssymptome sowie individuelle psychologische Einflussfaktoren erschweren jedoch bei allen Behandlungsansätzen eine generelle Aussage über ihre Wirksamkeit.
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