26. Februar 2009
Das Reizdarm-Syndrom äußert sich durch verschiedene Symptome. Die Diagnostik ist dadurch recht umfangreich.
Patienten mit einem Reizdarm-Syndrom leiden unter einer Vielzahl von Symptomen. Sie haben Verstopfung und Durchfall im Wechsel und dabei oft Bauchschmerzen oder Bauchkrämpfe. Der Stuhlgang ist oft mit Schleim vermischt. Viele Patienten haben nach dem Stuhlgang das Gefühl, den Darm nicht komplett entleert zu haben. Oft bereitet der Stuhlgang auch starke Schmerzen. Auch Blähungen treten häufig auf. Neben diesen Beschwerden, die den Darm betreffen, treten auch Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörungen, Depressionen usw. auf. In der Nacht geht es jedoch den meisten Patienten gut.
Die Patienten gehen mit diesen Beschwerden meist erst recht spät zum Arzt. Dieser führt eine ausführliche körperliche Untersuchung durch und tastet dabei gründlich den Bauch ab. Der Arzt befragt den Patienten zu bisherigen Erkrankungen, zum genauen Krankheitsverlauf und zu Krankheiten in der Familie.
Zu Beginn seiner Diagnostik untersucht der Arzt den Enddarm des Patienten mit dem Finger. Im Rahmen der rektalen Untersuchung führt der Arzt einen Finger über den After des Patienten ein und kann dann das letzte Stück des Darmes auf Veränderungen abtasten.
Im Rahmen der Untersuchung führt der Arzt auch eine Blutabnahme, eine Untersuchung des Urins sowie des Stuhlgangs, einen Allergietest, eine Magen-/Darmspiegelung, eine Ultraschalluntersuchung und eine Röntgenaufnahme durch. Da die Symptome auch für viele weitere Erkrankungen sprechen können, muss der Arzt diese ausschließen können.
Bei der Stuhluntersuchung könnte zum Beispiel festgestellt werden, ob sich Parasiten (wie Würmer) im Darm befinden.
Den Allergietest führt der Arzt durch, um mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten ausschließen zu können. Dem Patienten werden dazu Lösungen verschiedener Nahrungsmittel auf den Unterarm getropft. Die Tropfen werden mit einer dünnen Nadel eingeritzt, so dass die Lösung unter die Haut des Patienten gelangen kann. Verfärbt sich die Stelle nach wenigen Minuten rötlich, reagiert der Patient allergisch auf das Nahrungsmittel.
Magen- und Darmspiegelung können im Rahmen einer Untersuchung oder während zwei getrennten Untersuchungen durchgeführt werden. Für die Magenspiegelung erhält der Patient ein Rachenspray, das den Würgereiz beim Einführen des Endoskops hemmt. Das Endoskop ist ein langer biegsamer Schlauch, der über den Mund des Patienten durch die Speiseröhre in den Magen geschoben wird. Führt der Arzt zusätzlich eine dünne Zange über das Endoskop ein, kann während dieser Untersuchung auch eine Probe entnommen werden.
Vor der Darmspiegelung erhält der Patient meist ein leichtes Beruhigungsmittel. Das Endoskop wird über den Enddarm des Patienten eingeführt. Dieses Endoskop ist wesentlich länger als das Endoskop der Magenspiegelung, da der Darm um ein vielfaches länger als der Magen ist. Auch hier kann der Arzt über eine dünne Zange eine Probe aus der Darmschleimhaut entnehmen und histologisch untersuchen lassen. Durch die Darmspiegelung lässt sich zum Beispiel Darmkrebs ausschließen, der ähnliche Symptome verursachen würde.
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