13. August 2009
Es stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten bei Prostatakrebs zur Verfügung. Die beste Vorsorge vor Prostatakrebs ist die regelmäßige Teilnahme an einer Krebsvorsorgeuntersuchung.
Wie der Prostatakrebs genau behandelt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen ist das Alter des Patienten ausschlaggebend, zum anderen die Tatsachen, wie groß der Tumor ist, ob Lymphknoten beteiligt sind oder ob sich bereits Metastasen gebildet haben.
Bei einigen Patienten mit Prostatakrebs muss nicht zwingend eine Therapie erfolgen. Die Patienten werden engmaschig überwacht und teilweise bildet sich der Tumor so auch wieder zurück. Während der Behandlung wird den Patienten regelmäßig Blut abgenommen und der PSA-Wert kontrolliert. Zusätzlich tastet der Urologe die Prostata ab. Auch Gewebeproben werden regelmäßig entnommen und mit früheren Proben abgeglichen. Diese Form der Therapie wird bei älteren Patienten angewendet oder wenn der Patient noch keinerlei Beschwerden aufweist.
Bei anderen Patienten wiederum wird im Rahmen einer Operation der Tumor entfernt. Meist erfolgt dies zusammen mit einer Entfernung der Prostata. Folge dieses Eingriffes können eine Impotenz oder auch Harninkontinenz sein. Die Impotenz kann oftmals durch eine schonende Operationsmethode jedoch auch verhindert werden. Die Operation erfolgt entweder durch einen Bauchschnitt oder im Rahmen einer Laparoskopie. Hier werden nur winzige Schnitte gesetzt, durch die die benötigten Instrumente eingeführt werden.
Bei kleinen Prostatatumoren erfolgt häufig auch eine Strahlentherapie. Bei großen Tumoren kann diese Behandlungsmöglichkeit auch mit einer speziellen Hormontherapie kombiniert werden. Die Strahlentherapie kann auch angewendet werden, wenn der Tumor zuvor operativ entfernt wurde. Sie dient dann als Schutz davor, dass der Tumor erneut wachsen könnte. Die Strahlentherapie erfolgt dabei entweder von außen über die Haut oder auch von innen. Die Bestrahlung von außen wird in mehreren Sitzungen durchgeführt und dauert jeweils einige Minuten. Die innere Bestrahlung erfolgt auf eine völlig andere Art und Weise. Im Rahmen eines kurzen Eingriffes werden dem Patienten radioaktive Stifte in die Prostata eingesetzt, die über einen Zeitraum von einem Vierteljahr die Strahlen abgeben. Auch nach den drei Monaten müssen sie nicht wieder entfernt werden. Der Vorteil dieser Behandlungsmethode besteht darin, dass nur die Krebszellen, nicht jedoch die umliegenden gesunden Zellen zerstört werden. Die innere Bestrahlung kann jedoch nur bei Patienten mit einem kleinen Tumor durchgeführt werden. Es bestehen hier wesentlich weniger Nebenwirkungen als bei der normalen Strahlentherapie.
Patienten, die bereits Metastasen haben, erhalten meist eine Hormontherapie. Durch diese Therapie kann zwar keine Heilung erzielt werden, jedoch wächst der Tumor wesentlich langsamer und die Beschwerden werden für die Patienten erträglicher. Diese Behandlungsmethode birgt jedoch einige Risiken bzw. Nebenwirkungen wie zum Beispiel Impotenz oder Osteoporose.
Hilft die Hormontherapie nicht, wird in einigen Fällen eine Chemotherapie durchgeführt.
Männer ab 45 Jahren sollten sich regelmäßig von ihrem Arzt im Rahmen der Krebsvorsorge untersuchen lassen. In vielen Fällen kann der Arzt den Tumor in der Prostata in einem sehr frühen Stadium ertasten, in dem der Patient noch keinerlei Symptome verspürt.
Zusätzlich sollten sich Männer gesund und vitaminreich ernähren und ausreichend bewegen. Beides trägt zur Vorbeugung des Prostatakrebses, aber auch zur Vorbeugung vieler weiterer Erkrankungen bei.
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