13. August 2009
Zu Beginn der Erkrankung bemerken Patienten mit Prostatakrebs noch keine Symptome. Die Diagnose stellt meist der Urologe.
Im weiteren Verlauf der Erkrankung haben die Patienten Probleme, ihre Blase vollständig zu entleeren. Zusätzlich spüren sie Schmerzen im Bereich der Knochen und des Rückens. Teilweise bemerken die Patienten auch blutigen Urin oder blutiges Sperma. Die Patienten sehen oft blass aus und nehmen an Gewicht ab. Neben diesen Symptomen können weitere auftreten wie zum Beispiel ein dünner Urinstrahl, der oft unterbrochen ist oder das dauernde Bedürfnis, auf die Toilette zu gehen. Besonders nachts schwitzen die Patienten oft stark.
Wenn ein Patient diese Symptome seinem Urologen schildert, führt dieser zuerst eine Tastuntersuchung durch. Dabei tastet der Arzt mit einem Finger über den Enddarm die Prostata ab. In vielen Fällen kann er hier bereits den Tumor ertasten. Unabhängig davon kann der Urologe so auch die Größe der Prostata beurteilen.
Anschließend erfolgt eine Blutabnahme. Hier wird ein spezieller Wert, das so genannte PSA (prostataspezifische Antigen), bestimmt. Ist der Wert erhöht, so spricht dies für eine Prostatakrebserkrankung. Die Erhöhung des PSA-Wertes alleine kann jedoch auch auf eine andere –wesentlich harmlosere- Erkrankung hindeuten.
Um seinen Diagnosenverdacht zu sichern, erfolgt eine Gewebeentnahme aus dem Tumor. Mit einer dünnen Nadel entnimmt der Arzt dabei Proben und untersucht diese im Labor unter dem Mikroskop auf Krebszellen. Sind in der Probe Krebszellen zu finden, gilt die Diagnose Prostatakrebs als gesichert.
Anschließend erfolgen weitere Untersuchungen, um feststellen zu können, ob der Tumor bereits Metastasen zum Beispiel in den Knochen gebildet hat. Dazu werden eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie und/oder eine Szintigrafie durchgeführt.
Wenn alle Befunde vorliegen, kann der Arzt einschätzen, in welchem Krankheitsstadium sich der Patient befindet. Dazu ist für den Arzt wichtig, wie groß der Tumor ist, ob bereits Lymphknoten befallen sind und ob der Tumor bereits Metastasen gebildet hat.
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