23. September 2010
Von Andreas Hadel
In mehr als 70 Prozent aller Fälle wird Prostatakrebs bei Männern diagnostiziert, die das 65 Lebensjahr überschritten haben. Seit den 90er Jahren wird für Männer eine Vorsorgeuntersuchung angeboten und seitdem hat sich die Erkrankungsrate tatsächlich reduziert. Dennoch ist Prostatakrebs noch immer die häufigste Krebserkrankung bei Männern der westlichen Industrienationen. Neben Alter, ethnischer Zugehörigkeit, genetischen Faktoren gehört auch die Ernährung zu den Faktoren, die die Entstehung von Prostatakrebs begünstigen können. Während man die ersten drei genannten nicht ändern kann, kann man auf die eigene Ernährung sehr wohl großen Einfluss nehmen.
Eine aktuelle Untersuchung kommt zu der Aussage, dass beinahe 75 Prozent aller Prostatakrebsfälle durch eine bessere Ernährung hätten verhindert werden können. Wie aber sollte die tägliche Ernährung am besten gestaltet werden, damit Mann mit möglichst guten Chancen von Prostatakrebs verschont bleibt? - Die folgenden Zeilen geben Antwort auf diese Frage.
Viele Studien deuten daraufhin, dass ein hoher Verzehr von Fetten, insbesondere gesättigten Fettsäuren, das Krebsrisiko erhöhen kann. Reduzieren Sie die Menge an Butter, Margarine, frittierten Speisen, Kuchen, Kartoffelchips usw. so weit wie möglich. Bestimmte Fette können jedoch das Erkrankungsrisiko verringern. Hierzu zählen vor allem mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die in nativem Olivenöl und Rapsöl vorkommen.
Unterwasserbewohner können ein idealer Ersatz für fettreiches Fleisch sein. Die in Lachs, Sardinen und Makrele vorkommenden Omega-3-Fettsäuren schützen nicht nur Ihren Herz- und Gefäßapparat, sondern auch Ihre Prostata. Dazu bekämpfen sie freie Radikale und haben eine entzündungshemmende Wirkung.
Diese Speisen sind in fast allen Fällen sehr reich an gesättigten Fettsäuren, die nicht nur das Erkrankungsrisiko an Prostatakrebs erhöhen, sondern auch die Entstehung von Schlaganfällen fördern können. Fettarme Molkereiprodukte wie Magerquark mit Früchten oder Soja-Produkte können eine sinnvolle Alternative zu Schweinefleisch und Creme-Joghurt sein.
Tomaten enthalten hohe Mengen an Lycopen. Diese Substanz verleiht dem Nachtschattengewächs die rote Farbe und ist ein mächtiger Antioxidant, der freie Radikale in Schach und Ihr Immunsystem auf Trab hält. Lycopen wurden von zahlreichen Studien mit der Reduzierung des Krebsrisikos in Verbindung gebracht. Blutorangen, Wassermelonen und Himbeeren sind weitere gute Lycopenquellen.
Sojabohnen enthalten Phyto-Östrogen, welches eine hemmende Wirkung auf das Tumorwachstum bei Prostatkrebs haben kann. Der hohe Soja-Konsum gilt als einer der Gründe, warum es im asiatischen Räum weniger Krebsfälle gibt. Allerdings scheint ein exzessiver Verzehr an Soja bei Brustkrebs zu einer Verschlechterung der Genesungschancen zu führen.
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