Pigmentflecken - Ursachen, Symptome und Behandlung, wie z.B. die Laserbehandlung

Arzt hält Minilaser auf Haut eines Patienten

Die Enstehung von Pigmentflecken und wie man sie erkennen und behandeln kann - Für besonders lichtempfindliche Menschen ist die Laserbehandlung womöglich nicht die richtige Wahl

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  • von Paradisi-Redaktion

Pigmentflecken bilden sich häufig durch Sonneneinstrahlung. Es handelt sich um eine harmlose Veränderung der Haut. Die Laserbehandlung ist eine moderne und effektive Möglichkeit, störende Pigmentflecken zu beseitigen. Sie funktioniert fast risikofrei. Allerdings übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Laserbehandlung bei Pigmentflecken in der Regel nicht.

Krankheitsbild

Pigmentflecken sind unterschiedliche Fehlbildungen der Haut, bei denen es zur vermehrten Einlagerung von Farbstoffen kommt. Im Allgemeinen handelt es sich dabei um Leberflecken oder Muttermale. Pigmentflecken haben eine hell- bis dunkelbraune Farbe.

Ob sie gut- oder bösartig sind, kann der Laie nicht beurteilen. Alle pigmentierten Hautveränderungen sollten ein Anlass für den Arztbesuch sein, insbesondere dann, wenn sie sich im Laufe der Zeit verändern.

Ursachen

Grundsätzlich neigen Frauen häufiger als Männer zur Bildung von Pigmentflecken.

Sonneneinstrahlung

Die meisten Formen von Pigmentflecken bilden sich durch Sonneneinstrahlung; Sommersprossen verschwinden dadurch auch im Winter wieder. Aus diesem Grund findet man die Pigmentflecken auch immer an den Stellen des Körpers, die der Sonne ausgesetzt sind.

Kosmetika und Medikamente

Auch einige Kosmetika können die Bildung von Pigmentflecken fördern. Zu letzteren zählen

Hormone

Hormonelle Schwankungen, wie sie in der Schwangerschaft oder bei der Einnahme bestimmter Pillenpräparate vorkommen, sind ebenfalls eine mögliche Ursache für Pigmentflecken.

Zum hormonell bedingten Hyperpigmentierungstyp zählen so genannte Melasmen; man vermutet, dass sie entstehen, wenn die Hormone Östrogen und Progesteron Melanin in übermäßiger Menge ausschütten, während man sich in der Sonne aufhält. Ein Melasmal tritt häufig während der Schwangerschaft auf, sodass es auch als Schwangerschaftsmaske bezeichnet wird.

Alter

Pigmentflecken kommen überwiegend bei älterer Haut vor, so dass das Alter eine Ursache darstellt.

Erkrankungen

Auch als Nebenerscheinung unterschiedlicher Erkrankungen kann es zu einer Hyperpigmentierung kommen; dazu zählen

Verlauf

Konnte der Hautarzt bestätigen, dass es sich um harmlose Pigmentflecken handelt, muss keine ärztliche Behandlung erfolgen. Einige Patienten leiden jedoch psychisch unter den Pigmentflecken, da sie für sie ein kosmetisches Problem darstellen. Bei diesen Patienten kann eine Behandlung sinnvoll sein.

Symptome

Pigmentflecken sind bräunliche Flecken, die überwiegend an den Stellen des menschlichen Körpers auftreten, die der Sonnenstrahlung ausgesetzt sind. Häufige Stellen für Pigmentflecken sind das Gesicht, das Dekolleté und die Hände.

Bei Pigmentflecken handelt es sich um eine zu starke oder zu schwache Färbung der Haut. Man unterscheidet

  • die Hyperpigmentierung (eine zu starke Pigmentierung)
  • die Hypopigmentierung (eine zu schwache Pigmentierung) sowie die
  • die Depigmentierung (eine fehlende Pigmentierung).

Pigmentflecken treten dabei völlig unregelmäßig auf und bilden sich überwiegend auf der Haut von älteren Menschen. Auch Sommersprossen und Leberflecken zählen zu den Pigmentflecken.

Die Pigmentflecken können angeboren sein und demnach bereits bei Babys vorkommen oder sie können sich auch im Laufe des Lebens entwickeln. Sommersprossen bilden sich typischerweise nur bei Sonneneinstrahlung, also meist in der warmen Jahreszeit.

Im Winter verschwinden sie wieder. Je älter der Betroffene wird, desto weniger Sommersprossen bilden sich. Auch während der Schwangerschaft können sich dunkelfarbige Pigmentflecken im Gesicht bilden, die jedoch nach der Entbindung wieder verschwinden.

Diagnose

In der Regel handelt es sich bei Pigmentflecken um eine harmlose Veränderung der Haut. Da sich daraus jedoch in einigen Fällen auch eine ernsthafte Erkrankung entwickeln kann, sollte ein Hautarzt diese regelmäßig begutachten.

Der Hautarzt untersucht die Pigmentflecken mit bloßem Auge und unter einem Vergrößerungsglas. Hier kann er erkennen, ob die Flecken ungleichmäßig oder gleichmäßig verlaufen, ob sie flach oder erhaben sind und ob somit der Verdacht auf Hautkrebs besteht.

Gibt ein Pigmentfleck Anlass zu Zweifeln, so kann der Hautarzt diesen entfernen und im Labor unter dem Mikroskop auf Krebszellen untersuchen lassen. Handelt es sich um einen harmlosen Pigmentfleck, fällt die Untersuchung negativ aus und es werden keine bösartigen Zellen in der Gewebeprobe gefunden.

Behandlung

Patienten, die psychisch stark unter ihren Pigmentflecken leiden, können sich bei einem Hautarzt behandeln lassen. Dieser kann den Pigmentfleck im Rahmen eines kleinen chirurgischen Eingriffes aus der Haut schneiden oder mit dem Laser entfernen.

Bei der Laserbehandlung sind jedoch meist mehrere Sitzungen notwendig. Anschließend muss der Patient seine Haut mit speziellen Präparaten pflegen. Welche Methode gewählt wird, hängt von der Größe des Fleckes und der Hautstelle ab.

Wer keinen chirurgischen Eingriff möchte, kann sich auch von einer Kosmetikerin beraten lassen. Durch entsprechende deckende Make-ups können die teils unschönen Pigmentflecken meist auch gut überdeckt werden.

Bei dieser Methode ist die Wirkung selbstverständlich nicht von Dauer. Nach dem Abschminken sind die Flecken wieder zu sehen.

Im Handel sind auch diverse Cremes zur Behandlung von Pigmentflecken erhältlich. Meist haben diese eine bleichende Wirkung, sind jedoch nicht immer gut verträglich.

Laserbehandlung

Während diverse chemische Mittel versuchen, Pigmentflecken durch das Bleichen aufzuhellen, zerstört der Laserstrahl das eingelagerte Pigment gezielt, so dass es in winzige Bestandteile zerfällt. Anschließend können diese durch die in der Haut befindlichen Fresszellen über das Lymphsystem abtransportiert werden.

Insbesondere kommt die Laserbehandlung

  • im Gesicht
  • im Dekolleté und
  • auf den Handrücken

zum Einsatz, da Pigmentflecken an diesen Stellen als besonders störend empfunden werden.

Frage der Kostenübernahme

Die Kosten hierfür werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen, sofern es sich lediglich um ein kosmetisches Problem handelt. Der Betroffene muss also in die eigene Tasche greifen. Einige private Krankenkassen erstatten eine Pauschale oder gar die gesamten Behandlungskosten.

Um Überraschungen vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Kostenübernahme vor dem Behandlungsbeginn zu erfragen. Ein Kostenvergleich lohnt sich außerdem, da die Preisunterschiede bereits bei kleinen Pigmentierungen 50 Euro und mehr betragen können.

Kostengünstige Dermatologen und Kliniken bieten eine einmalige Sitzung ab etwa 50 Euro an. Manchmal werden mehrere Sitzungen benötigt.

Mögliche Probleme und anschließende Hautpflege

Ob nachbehandelt werden muss, entscheidet nicht nur der Heilungsverlauf. Selten kann es zu unregelmäßigen Übergängen zwischen gesunder und behandelter Haut kommen. Dann muss nachgebessert werden.

Wer neben dem finanziellen Aspekt auch die fachliche Eignung des Dermatologen in die Auswahl einbezieht, kann dieses Risiko mindern. Der Behandelnde sollte über eine entsprechende Ausbildung und ausreichend praktische Erfahrung verfügen.

Weiterhin kann es dazu kommen, dass durch die Laserbehandlung erneut Pigmentunterschiede entstehen. Wird zu viel Farbstoff abtransportiert, kann das behandelte Hautareal heller erscheinen als die übrige Haut. Einige Lasergeräte rufen leichte Verletzungen hervor, wie sie bei Abschürfungen entstehen.

Bis diese abgeklungen sind, bildet sich Schorf auf der Haut. Es besteht ein leichtes Infektionsrisiko, das durch das Auftragen antibakteriell wirkender Salben gemindert werden kann.

Auch die nachfolgende Hautpflege beeinflusst den Heilungsverlauf.

  • Die neuen Hautzellen müssen vorübergehend vor Sonneneinstrahlung geschützt werden.
  • Damit keine neuen Pigmentierungen entstehen, sollten die verwendeten Pflegeprodukte über einen hohen Lichtschutzfaktor verfügen.
  • Außerdem sollten sie nahrhaft und feuchtigkeitsspendend sein, damit die Haut weich gehalten wird.

So kann der Entstehung von unschönen Narben vorgebeugt werden.

Beratungsgespräch mit dem Dermatologen

Nicht alle Personen vertragen die Laserbehandlung gleich gut. Ob sie für sehr lichtempfindliche Personen in Frage kommt, sollte zuvor mit dem Dermatologen abgeklärt werden.

Gegebenenfalls wird dieser eine entsprechend gering dosierte Strahlung einsetzen. Ansonsten kann es vorkommen, dass dauerhafte Hautschäden entstehen.

Vorbeugung

Wenn man zu Pigmentflecken neigt, ist die einzige Vorbeugung oftmals nur der Aufenthalt im Schatten. Viele Formen von Pigmentflecken können im Schatten vermieden werden.

Wer bereits Pigmentflecken hat, sollte diese regelmäßig beobachten. Falls sich eine Veränderung zeigt, sollte man diese von einem Hautarzt abklären lassen. Die Krankenkassen bieten zudem auch allen Patienten über 35 Jahren alle zwei Jahre eine Hautkrebsvorsorgeuntersuchung an, bei der der Arzt die Haut des Patienten eingehend betrachtet und auffällige Pigmentflecken entfernen kann.

Einige Pigmentflecken besitzt der Mensch bereits bei seiner Geburt. Man geht bei hellhäutigen Personen von durchschnittlich 20 aus. Um die Ausprägung weiterer Pigmentierungen zu vermeiden, ist die präventive Anwendung von Pflegeprodukten mit einem hohenLichtschutzfaktor empfehlenswert.

Weiterführende Informationen zu Pigmentflecken

  • Pigmentflecken - Ursachen, Symptome und Behandlung, wie z.B. die Laserbehandlung

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: massage © Hannes Eichinger - www.fotolia.de

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