Essstörungen

Ein gestörtes Essverhalten tritt besonders häufig bei Mädchen und jungen Frauen auf

Krankhafte Essstörungen beginnen oft damit, dass der Betroffene eine große Angst vor einer Gewichtszunahme wegen eines gestörten Körperbildes hat. Ein gestörter Umgang mit dem Essen äußert sich in einem krankhaften Verhalten bei der Nahrungsaufnahme.

Schwarzhaariges Mädchen mit Pony, buntem Shirt und rotem Nagellack stützt Kopf auf Holztisch und starrt auf roten Apfel
girl watching a red apple © Jose Manuel Gelpi - www.fotolia.de

Essstörungen sind Störungen des gesunden Essverhaltens. Normalerweise sind sie psychisch bedingt und die Betroffenen zeigen ein Suchtverhalten. Allein die zwanghafte, ständige Auseinandersetzung mit dem Thema Essen oder Ernährung belegt oft schon den Suchtcharakter.

Mögliche Ausprägungsformen

Bulimie

Bei der Bulimie (oder Ess-Brechsucht) etwa haben die Betroffenen eine unbegründete, aber tiefsitzende Angst vor der Gewichtszunahme. Gegessenes wird absichtlich erbrochen und Fressattacken stellen sich ein. Eine Mangelsituation entsteht.

Magersucht

Bei der Magersucht versuchen die Betroffenen so wenig Nahrung und Kalorien zu sich zu nehmen wie es nur geht. Es wird alles unternommen um abzunehmen. Das Selbstbild und die Selbstwahrnehmung sind massiv gestört und egal wie wenig der Betroffene wiegt, er muss immer weiter abnehmen.

Esssucht

Bei der Esssucht isst der Patient unkontrolliert viel und kann sich nicht mehr bremsen, was zu starkem Übergewicht führen kann. Das Essen dient oft als Kompensationshandlung, um etwa mangelnde, soziale Kontakte auszugleichen.

Weitere Formen

Des Weiteren gelten

  • die Binge-Eating-Störung
  • das Pica-Syndrom
  • die Orthorexia nervosa
  • die Anorexia athletica sowie
  • Fütterstörungen im frühen Kindesalter, Rumination und Erbrechen

als möglichen Formen. Zu den Essstörungen zählen aber auch die heutigen Ernährungsweisen von vielen Menschen, die unreflektiert alles an Nahrung konsumieren, was ihnen vorgesetzt wird. Zu viel Fett, Kalorien, Zucker, dazu mangelnde Bewegung und eine Unbewusstheit über die Folgen dieser Ernährungsweise sind auch bereits zu den Essstörungen zu rechnen.

Um diesen Störungen und Krankheiten zu begegnen, müssen die Betroffenen eine psychosomatische Therapie unter psychologischer Leitung machen.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zu Essstörungen

Behandlungsmethoden bei Essstörungen

Formen einer Essstörung

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