28. Januar 2009
Depressive Personen erhalten eine zweigleisige Therapie. Dem Ausbruch einer Depression kann man nur bedingt vorbeugen.
Depressionen werden fast immer mit Medikamenten und zusätzlich mit psychotherapeutischer Gesprächstherapie behandelt. Der Arzt kann aus einer Reihe so genannter Antidepressiva (Medikamente zur Behandlung von Depression) das richtige für die betroffene Person aussuchen.
Während der Psychotherapie lernt der Betroffene, seinen Alltag wieder zu strukturieren. Gleichzeitig lernt der Betroffene auch, wie eine erneute depressive Episode rechtzeitig erkannt werden kann und was dagegen zu tun ist. Liegen die Gründe für eine Depression Jahre oder Jahrzehnte zurück (wie zum Beispiel sexueller Missbrauch in der Kindheit), kann auch eine tiefer gehende Psychotherapie notwendig sein. In jedem Fall ist die psychotherapeutische Gesprächstherapie für den depressiven Menschen mindestens so wichtig wie die Medikamente.
Auch eine Selbsthilfegruppe kann für den Betroffenen sehr hilfreich sein. In diesen Gruppen treffen sich Betroffene regelmäßig zum gegenseitigen Austausch. Menschen mit Depressionen können hier lernen, dass sie nicht alleine mit ihren Gedanken und Beschwerden sind. Sie finden hier Gleichgesinnte. In der Gruppe können sich die Teilnehmer gegenseitig aus einem "schwarzen Loch" holen, wenn ein Betroffener wieder eine depressive Episode hat.
Wurde die Veranlagung für eine Depression vererbt, kann man nur bedingt etwas gegen den Ausbruch der Erkrankung tun. Grundsätzlich ist es hilfreich, auch in schwierigen Phasen die positiven Dinge des Lebens hervorzuheben. Dies vermittelt ein positives Gefühl und kann Depressionen verdrängen. Besonders in schwierigen oder stressigen Situationen sollte man unter Leute gehen und sich mit Freunden treffen. Die Ablenkung bewahrt oft vor dem Ausbruch der Depressionen. Je früher eine Depression behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Man kann demnach einer schweren Depression vorbeugen, wenn sofort die ersten Anzeichen einer leichten Depression behandelt und ernst genommen werden.
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