Wirkungsweise, Ablauf und Kritikpunkte einer Low-Carb-Diät

Mehl in Schüssel, Weizenkörner, frisch gebackenes Brot

Wissenswerte Grundlagen der Low Carb-Diät und mögliche gesundheitliche Folgen eines Glutenverzichts ohne körperliche Notwendigkeit

Zu den unterschiedlichen Diätformen gehört die Low Carb Diät. Im Vordergrund steht bei ihr das Minimieren von Kohlenhydraten.

Grundlagen der Low-Carb-Diät

Die Low Carb Diät stammt aus den USA. Übersetzt bedeutet der Begriff Low Carb so viel wie "wenig Kohlenhydrate" oder "Kohlenhydratminimierung". Das Wort "Carb" steht dabei für "Carbohyrates", also Kohlenhydrate.

Gemeint ist damit eine Ernährungsform, bei der man den täglichen Kohlenhydratanteil beim Essen deutlich zurückfährt. Auf diese Weise soll sich nachhaltig Gewicht reduzieren lassen.

Wirkungsprinzip

Kohlenhydrate gelten als Dickmacher und sollen daher gemieden werden. Diese Annahme begründet sich darauf, dass einfache und komplexe Kohlenhydrate gleichermaßen in den einfachen Baustein Glucose gespalten werden.

Glucose gelangt ins Blut und lässt den Blutzuckerspiegel ansteigen. Der Körper reagiert auf diesen Anstieg mit dem der Ausschüttung von Insulin. Je höher der Insulinspiegel ist, desto schneller sinkt der Blutzuckerspiegel wieder.

Das Resultat dieser Achterbahn ist Hunger. Der Körper verlangt nach mehr Kohlenhydraten, die letztendlich in Fettzellen gespeichert werden. Wenn wir nun wenige Wochen kaum kohlenhydrathaltige Kost zu uns nehmen, beginnt der Körper Energie aus unseren Fettdepots zu gewinnen.

Kohlenhydrate sind vor allem in Lebensmitteln wie

reichlich zu finden, auf die der Diätanwender weitgehend verzichtet.

Anstelle dieser Nahrungsmittel verzehrt er lieber Fett und Eiweiß. So wird davon ausgegangen, dass das Eiweiß zu einer höheren Sättigung führt als die Kohlenhydrate.

Bei der Low Carb Diät liegt die Menge an Kohlenhydraten am Tag nicht über 100 Gramm. Das heißt, dass der Anteil von Kohlenhydraten an der täglichen Ernährung maximal 20 Prozent erreicht. Dagegen liegt der Fettanteil zwischen 55 und 60 Prozent.

Die weitere Energie holt sich der Anwender der Low Carb Diät aus Eiern. Da Kohlenhydrate auch in Alkohol enthalten sind, empfiehlt es sich, diesen vom Speiseplan zu streichen.

Die Low Carb Diät beruht auf dem Prinzip, dass Kohlenhydrate vom Organismus in Zucker umgewandelt werden, was zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führt. Damit dieser sich wieder absenken lässt, sorgt der Körper für die Herstellung des Hormons Insulin, welches sich hemmend auf die Fettverbrennung auswirkt.

Im Gehirn entsteht zudem durch das Insulin ein Hungergefühl. Dieses hat zur Folge, dass der Mensch Kohlenhydrate und damit mehr Kalorien aufnimmt.

Verringert der Mensch jedoch den Verzehr von kohlenhydratreichen Lebensmitteln, kann mehr Fett vom Organismus verbrannt werden. Auf diese Weise kommt es zu einer Umstellung des Stoffwechsels.

Vorteil von Nahrungseiweißen

Der Vorteil von Nahrungseiweißen ist, dass der Körper eine Menge Energie investieren muss, um die Eiweiße verwerten zu können. Der Grundumsatz des Körpers steigt, obwohl wir uns keinen Deut mehr bewegen. Zudem sollen Eiweiße und Fette länger satt machen. Der Hunger stellt sich langsamer ein und man spart somit Kalorien ein.

Verschiedene Formen der Low Carb Diät

Es gibt unterschiedliche Formen von Low Carb Diäten. Besonders bekannt sind:

Sie alle haben miteinander gemeinsam, dass sie das Prinzip der Low Carb Diät modifizieren. Als besonders leicht umzusetzen gelten Low Carb Diätkonzepte wie die South Beach Diät oder die Logi-Methode.

Dinner Cancelling mal anders: Die sanfte Variante der Low Carb Diät

Dinner Cancelling als Kompromiss zu Low Carb und Eiweißdiät

Teller mit Erbsen, die das Wort Diät formen
Diät © Eisenhans - www.fotolia.de

Sind Kohlenhydrate nun die Ursache allen Übels oder nicht? Ernährungskenner sagen: Wohl eher nicht. Der Mix macht´s, Kohlenhydrate sind wichtige Energielieferanten, reine Fett- und Eiweißdiäten, wie sie immer wieder zum Trend werden, nicht empfehlenswert.

Selbstverständlich lohnt es sich, trotzdem etwas genauer hinzuschauen: Komplexe Kohlenhydrate beispielsweise sind sehr viel hochwertiger als einfache Kohlenhydrate in Form von Zucker, Weißmehl und Co.

Dinner Cancelling als Kompromiss

Während eine komplett kohlenhydratfreie Ernährung also offiziellen Richtlinien zu Folge nicht empfehlenswert ist, kann eine sanfte Variante der Low Carb Diät durchaus Sinn machen: Dinner Cancelling nennt sich die Methode, bei der das Abendessen einfach ausfällt.

Hiermit soll verhindert werden, dass abendliche Essattacken die gesamte Kalorienbilanz des Tages wieder in ungeahnte Höhen schnellen lässt. Und wenn das Abendessen wiederum nicht völlig übersprungen wird, sondern lediglich die hierin befindlichen Kohlenhydrate - dann hat man die perfekte Kombi aus Low Carb und Dinner Cancelling!

Anhänger dieser Methode schwören auf die gesteigerte Fettverbrennung, die durch eine nur geringe Kohlenhydratmenge am Abend so richtig angekurbelt werden soll. Die Methode funktioniert ganz einfach:

Gegessen wird reichhaltig, allerdings möglichst kohlenhydratarm. Das typische Abendbrot muss hier also ausfallen. Dafür kann man sich zum Beispiel einen Salat oder, ideal weil besser verdaulich, sanft gedünstetes Gemüse mit Fisch, Geflügel oder einer pflanzlichen Eiweißquelle schmecken lassen. Auch eine gute Suppe zum Beispiel aus Linsen (hoher Eiweißgehalt!) ist sehr empfehlenswert.

Toller Nebeneffekt: Eiweiß gilt ebenfalls als Energiequelle, sättigt lange und bietet zudem zahlreiche schmackhafte Zubereitungsvarianten.

Zauberwort Metabolic Balance: Neue Diätform findet immer mehr Anhänger

Verschiedene Nüsse mit Nussknacker auf weißem Hintergrund
Mix di Frutta secca © Francesco83 - www.fotolia.de

Unter den zahllosen abnehmwilligen Deutschen macht das Buzzword Metabolic Balance derzeit die Runde: Die neue Diätform verspricht enorme Gewichtsverluste von bis zu 23 Kilogramm in nur drei Monaten - ein Traum für viele, die unter schwerem Übergewicht leiden. Auch Begleiterscheinungen wie Bluthochdruck und Diabetes sollen bei dieser Diät behandelt werden.

Der Schlüssel zum Erfolg ist dabei eine individuelle Analyse der eigenen Stoffwechselwerte vor dem Beginn der Diät.

Ablauf der Metabolic Balance Diät

So geben insgesamt 36 unterschiedliche Werte vom Hormonspiegel bis zu einem möglichen Vitaminmangel Auskunft darüber, welche Lebensmittel bei der Metabolic Balance-Diät gegessen werden dürfen und welche nicht.

Los geht es dann mit einer zweitägigen Darmreinigung mit Hilfe von Abführmitteln, ehe in der zweiten Phase 14 Tage lang die Ernährungsumstellung folgt. Außerdem soll vor jeder Mahlzeit etwas Eiweiß gegessen werden, z.B. eine Handvoll Nüsse, damit die Verdauung angekurbelt wird.

Letztendlich basiert die Metabolic Balance-Diät, die der deutsche Mediziner Wolf Funfack 2002 zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorstellte, auf dem Low Carb-Prinzip, wonach vor allem Kohlenhydrate und Fette aus dem täglichen Speiseplan verbannt werden und stattdessen viel Gemüse und eiweißreiche Kost gegessen wird.

Für die Analyse und die Erstellung eines individuellen Ernährungsplans durch einen geschulten Berater werden zwischen 200 und 500 Euro fällig.

Ablauf

Im Rahmen einer Low Carb Diät erfolgt eine spezielle Zusammenstellung der Nahrungsmittel. So werden größtenteils tierische Erzeugnisse wie Fisch, Eier und Milch verspeist. Weiterhin lassen sich auch Obst und Gemüse essen, deren Anteil bei der Low Carb Diät jedoch eher geringer ausfällt.

Letztlich hängt die Auswahl der Lebensmittel von der jeweiligen Diätform ab. Bei den meisten modernen Low Carb Diäten spielt der glykämische Index eine bedeutende Rolle.

Zielgruppe

Besonders geeignet ist eine Low Carb Diät für Personen, die bereits unter Übergewicht leiden und gerne als ungünstig geltende Kohlenhydrate wie Schokolade, Kuchen, Kekse, Süßigkeiten oder Kartoffelchips zu sich nehmen. So ist mithilfe des Low Carb Konzepts eine Ernährungsumstellung möglich.

Für Menschen, die gerne Brot, Kartoffeln und Nudeln essen, gilt Low Carb allerdings eher als ungeeignet.

Worauf man bei der Low Carb Diät achten sollte

Low Carb Diät - wer auf die Menge an Kohlenhydraten achtet, verhindert unnötige Fettreserven

Junge Frau beisst in grünen Apfel, trägt Waage
Young girl eating apple and carrying set of scales © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Abnehmen ist ja schön und gut, aber damit man die verlorenen Pfunde durch den Jo-Jo Effekt nicht gleich wieder drauf hat, sollte man einige Dinge beachten.

Mittlerweile gibt es unzählige mögliche Diäten, die alle versprechen, den Wunsch zur Traumfigur zu verwirklichen. Doch sollte man nicht alles glauben, was man hört, sieht oder liest. Einfach nur weniger zu essen ist eine ganz falsche Herangehensweise. Denn dadurch, dass der Körper weniger Nahrung bekommt, verlangsamt sich auch die Stoffwechselaktivität. So wird wieder mehr Fett gespeichert was im Endeffekt nicht den gewünschten Nutzen mit sich bringt.

Worauf kommt es bei der Low Carb Diät an?

Die Methode der Low Carb Diät bietet da eine gute Möglichkeit. Sie basiert auf Speisen, die wenig Kohlenhydrate beinhalten. Um abzunehmen, sollte die Menge auf 30 Gramm täglich herabgesenkt werden, dies ist völlig ausreichend. Wer hingegen sein aktuelles Gewicht halten möchte, macht daraus einfach die doppelte Menge.

Wenn man sich an die vorgegebenen Mengen hält wird diese Ernährungsumstellung bald sichtbare Erfolge mit sich bringen. Denn auf diese Weise werden von Beginn an keine Fettreserven gespeichert.

Neben dieser Herangehensweise - also weniger Kohlenhydrate - ist weiterhin zu beachten, dass man genügend Eiweiß zu sich nimmt, denn dies hat eine unterstützende Wirkung beim Aufbrechen der Fettzellen, was dem Körper wiederum mehr Energie zuführt.

Wirksamkeit der Low Carb Diät

Die Low Carb Diät ist durchaus wirksam. So kann mit ihrer Hilfe in relativ kurzer Zeit eine deutliche Reduktion des Gewichtes erzielt werden. Für einen dauerhaften positiven Effekt gilt es jedoch, diese Ernährungsart permanent beizubehalten.

Die Low Carb Ernährung dient übrigens nicht nur als Diät. Auch zahlreiche Ausdauersportler wenden diese Methode an, um mehr Energie zu erlangen.

Eine Übersäuerung beim Diäthalten vermeiden

Basisch wirkende Lebensmittel und Heilwasser können einer Übesäuerung beim Abnehmen vorbeugen

Junge Frau trinkt aus einem Glas Wasser
drinking water © bsilvia - www.fotolia.de

Gerade zu Beginn des neuen Jahres haben viele Menschen den Wunsch, überschüssige Pfunde loszuwerden. Es gibt unzählige Möglichkeiten einer Diät oder des Fastens, um abzunehmen. Doch dabei sollte man auch gewisse Dinge beachten, wie zum Beispiel, das Problem der Übersäuerung zu vermeiden.

Durch die Fettverbrennung kommt es zu einer erhöhten Bildung von Säuren im Körper. Dies kann im harmlosesten Fall zu Kopfschmerzen, doch schlimmstenfalls auch zu Harnsteinen und durch den Kalziummangel, der durch die Säure in den Knochen verursacht wird, zu Osteoporose führen.

Basisch wirkende Nahrungsmittel

Aus diesem Grund gilt es, der Übersäuerung entgegen zu wirken. Die Lösung für dieses Problem lautet: Basen - die Gegenspieler der Säuren. Nahrungsmittel, die im Körper basisch wirken, sind beispielsweise Kartoffeln, Gemüse (Spinat, Avocado, Fenchel und Kohlrabi), Obst (Bananen, Kiwis, schwarze Johannisbeeren und Aprikosen) sowie Obst- und Gemüsesäfte, da sie viele Kohlenhydrate enthalten.

Doch auch spezielle basische Heilwässer sind zu empfehlen, diese sollten jedoch mindestens 1.300 mg Hydrogencarbonat pro Liter enthalten. Dabei handelt es sich um einen Säurepuffer, der gleichzeitig gegen Sodbrennen hilft.

Low Carb sinnvoll oder nicht?

Unter Fachleuten ist die Low Carb Diät allerdings stark umstritten. Während sich Sportwissenschaftler für ihre Anwendung aussprechen, weil sich durch sie die Leistungsfähigkeit der Typ-1-Muskelfasern verstärken lässt, raten einige Ernährungsexperten dagegen von ihr ab.

So weisen die Kritiker darauf hin, dass die Low Carb Diät ein Risiko für Menschen bedeuten kann, die unter Nierenbeschwerden oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Außerdem werden bei Sportlern negative Auswirkungen auf das Immunsystem und die Muskeln befürchtet, da der Körper bei einem Kohlenhydratmangel von Eiweißen zehrt.

Außerdem hätte der niedrigere Blutzuckerspiegel ein höheres Aggressionspotential bei den Anwendern zur Folge.

Zu den Gegnern der Low Carb Diät zählt auch die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung), die sie für zu einseitig und damit nicht für empfehlenswert hält. So besteht durch sie aufgrund ihrer eingeschränkten Auswahl bei Lebensmitteln kein Lerneffekt. Darüber hinaus werden im Rahmen der Low Carb Diät zu wenige Ballaststoffe vom Körper aufgenommen.

Weiterhin bestünde ein erhöhtes Risiko von Fettstoffwechselstörungen und Gicht. So hätte der verstärkte Abbau von Eiweiß einen Anstieg des Harnsäurespiegels zur Folge.

Vorteile

Größter Vorteil der Low Carb Diät sind die raschen Anfangserfolge, die bei dieser Methode erzielt werden. Der positive Effekt besteht vor allem in den ersten drei Monaten. In dieser Zeit lassen sich in der Woche ein bis zwei Kilogramm abnehmen.

Durch den hohen Anteil an Eiweiß wird auch im Unterschied zu manch anderer Diät nicht die Muskelmasse in Mitleidenschaft gezogen. Ein weiterer Pluspunkt ist das Absenken des Cholesterinspiegels.

Low-Carb-Ernährung ist genauso gut wie eine High-Carb-Methode

Low-Carb und High-Carb im Vergleich: auf lange Sicht hin sind beide Diäten effektiv

Nahaufnahme grüner Granny-Smith-Apfel mit Maßband um den Korpus
green apple © red2000 - www.fotolia.de

Australische Forscher haben die beiden Ernährungsvarianten Low-Carb (viel Eiweiß, wenig Kohlenhydrate) und High-Carb (viel Kohlenhydrate, wenig Eiweiß) in einem Vergleich mal näher unter die Lupe genommen. Hierbei konnten sie feststellen, dass, wer langfristig nach einer Diät sein neues Gewicht halten möchte, es keine große Rolle spielt, welche der Carb-Formen man einsetzt.

Angesichts der Blutdruckwerte jedoch zeigt sich die proteinreiche Diät, also die Low-Carb-Variante, als etwas besser, um hohe Werte zu vermeiden.

Die Studie im Detail

Die Studie selbst umfasst zwei Phasen: 141 übergewichtige Teilnehmer mussten zunächst über den Zeitraum von drei Monaten eine Diät durchführen. Durchschnittlich verloren die Probanden hierbei 16,5 kg an Gewicht. Anschließend wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt, wobei sich die eine Gruppe mit der Low-Carb-Diät ernähren musste und die andere mit der High-Carb-Form.

Nach einem Jahr hatten alle Teilnehmer nur bis zu zwei Kilo wieder zugenommen, unabhängig welche Ernährungsform sie durchgeführt hatten.

Gesenkt werden konnten in dieser Studie die Blutdruckwerte bei einer kohlenhydratreichen Ernährung auf ein Minus von acht mm HG, hingegen bei einer eiweißlastigen Ernährung auf 14 mm HG. Nach Ansicht der Wissenschaftler sei den Ergebnissen zufolge eine Ernährung nach Low-Carb zur Prävention gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bevorzugen.

Nachteile

Als Nachteil der Low Carb Diät gilt ihr hoher Anteil an Fett und Eiweiß. Vor allem der Atkins-Diät wird nachgesagt, sich schädlich auf die Blutgefäße, das Herz und die Leber auszuwirken.

Studien zur Low Carb-Diät

Eine erste Auswertung aus 96 relevanten Studien zu Diäten mit reduziertem Anteil an Kohlenhydraten brachte zutage, dass eine eiweißreiche Kost keine signifikante Wirkung auf die Fettverbrennung des Körpers hat.

In einer neuen Studie, die an der Universität Göttingen durchgeführt wurde, konnte beobachtet werden, dass die Low Carb-Diät bei wenig Nutzen mit einigen Risiken einhergeht. So steigt schon wenige Wochen nach Beginn der Diät das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nachweislich an. Dafür verantwortlich ist die geringe Zufuhr der lebenswichtigen Vitamine B6, B12 und Folsäure, die vor allem in Gemüse und Vollkornprodukten stecken.

Schwedischen Studien zufolge steigt durch eine Ernährung, die reich an Eiweiß und arm an Kohlenhydraten ist, die Gefahr eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls. Australische Forscher fanden wiederum heraus, dass durch die Low Carb Diät der Heißhunger auf Nudeln, frische Brötchen oder Croissants steigt.

Darüber hinaus wirkt sich das Low-Carb-Prinzip auch negativ auf den Geldbeutel aus.

Fazit

Ernährungsexperten raten daher von einer einseitigen Eiweißkost ab. Nur eine ausgewogene Ernährung, die alle Nährstoffklassen bedient, kann eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen sicherstellen.

Kohlenhydrate gehören also weiterhin auf den Speiseplan. Wer auf Dauer abnehmen möchte, sollte zu langkettigen Kohlenhydraten greifen, da diese langsamer ins Blut übergehen und so länger sättigen.

Die Low-Carb-Ernährung stößt also auf einige Gegner - kritisiert wird in diesem Zusammenhang auch die glutenfreie Diät...

Glutenfreies Diäten ohne Erkrankung an Zöliakie in der Kritik

Gwyneth Paltrow und Victoria Beckham sind nur zwei Beispiele für eine Reihe von Stars, die laut Medien eine glutenfreie Diät befolgen. Doch obwohl Befürworter dieser Ernährungsform sagen, dass es leichter sei, Gewicht zu verlieren und sich generell agiler fühle, gibt es Expertenmeinungen, das glutenfreie Diäten als Trend-Diät kritisch sehen. Wer nicht an einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) leide und dennoch eine glutenfreie Diät befolgt, tut sich damit nicht unbedingt einen Gefallen.

Zöliakie

Eine glutenfreie Kost ist für alle ratsam, die an Zöliakie leiden. Zöliakie ist eine Autoimmunkrankheit, bei der der Verzehr von Gluten unter anderem zu einer chronischen Entzündung der Dünndarmschleimhaut führen kann.

Die Krankheit ist nicht heilbar und wird offenbar genetisch verursacht. Die Diagnose erfolgt durch Bluttests und einer Untersuchung des Verdauungstraktes.

Folgen des Glutenverzichts ohne körperliche Notwendigkeit

Menschen, die Gluten aus ihrer Ernährung verbannen, obwohl es dafür keine medizinische Notwendigkeit gibt, begeben sich laut einigen Ernährungsexperten freiwillig in eine kritische Situation.

können die Folge einer glutenfreien Diät sein, wenn man nicht an Zöliakie leidet. Um sich glutenfrei zu ernähren, muss man auf alle Nahrungsmittel verzichten, die Weizen, Roggen und Gerste enthalten.

Dann bleiben Reis, Maismehl und Buchweizen als Basiszutat für Brot, Nudeln und andere typische Kohlenhydratspeisen übrig.

Gewichtszunahme durch viele Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index

Diese Umstellung kann langfristig einen deutlichen Anstieg des Körpergewichts verursachen. Durch eine ungenaue Berichterstattung in den Medien ist bei einigen Abnehmwilligen der Eindruck entstanden, dass man Körperfett verlieren und fitter werden würde, wenn man Gluten meidet. Es sind jedoch die Kohlenhydrate, die unsere Fettspeicher zum Bersten bringen.

Auf Grund des höheren glykämischen Indexes sind Produkte aus Maismehl und Reis jedoch eher für eine schnelle Gewichtsabnahme hinderlich. Vollkornprodukte sind wegen ihres hohen Ballaststoffgehaltes und geringeren glykämischen Wertigkeit deutlich besser für eine gewichtsreduzierende Diät geeignet.

Fazit

Wer also ohne Grund alle glutenhaltigen Lebensmittel verteufelt, macht sich damit das Diätleben unnötig schwer.

Wie der folgende Abschnitt zeigt, muss es noch nicht mal eine strenge, längere Diät sein - schon mit wenigen Tagen in der Woche, an denen man auf Kohlenhydrate verzichtet, kann man effektive Ergebnisse erzielen...

Wer an Kohlenhydraten spart, braucht keine Diät

Eine Ernährungsumstellung ist nicht schwer, wenn Sie den Ernährungsplan nicht vollständig neu aufstellen müssen. Um sichtbare Diäterfolge feiern zu können, kann es schon ausreichend sein, an zwei Tagen pro Woche die Kohlenhydratzufuhr zu verringern.

Für viele Menschen ist das Thema Ernährung eine unverständliche Wissenschaft aus Abkürzungen, Maßeinheiten, Uhrzeiten, der Herkunft von Lebensmitteln, der Kombination und Wirkung von Lebensmitteln und der Frage nach erlaubten und nicht erlaubten Nahrungsmitteln.

Unzählige Menschen würden sofort mit einem Ja antworten, würde man sie fragen, ob Sie gesünder und bewusster essen wollen und dementsprechend einen neuen Ernährungsplan bekommen würden.

Studienergebnisse: Weniger Kohlenhydrate als ein Gewinn für die Gesundheit

Eine neueste Studie hat herausgefunden, dass eine Verringerung der Kohlenhydrate in der normalen Ernährung bereits zu großen gesundheitlichen Effekten führen kann:

Bereits abgeschlossene Studien unterstützen die Aussage, dass eine generelle kohlenhydrat-reduzierte Ernährungsumstellung zu einer Verringerung von Brustkrebsrisiko und anderen schweren Krankheiten führt.

Die nächste Studie sollte nun darüber Aufschluss geben, ob bei einer Verringerung der Kohlenhydrate an zwei Tagen in der Woche anstelle der Verringerung von Kohlenhydrate an sieben Tagen in der Woche, ein noch größerer, positiver gesundheitlicher Effekt erzielt werden konnte.

Neue Studie: Schutz vor Brustkrebs durch weniger Kohlenhydrate?

Mittlerweile ist der Medizin bekannt, dass Gewichtsreduktion und ein niedriger Insulinwert wesentlich vor dem Auftreten von Brustkrebs schützen können. Diese Werte sind allerdings schwer zu erreichen, erst recht, wenn man die Werte mit einer gezielten Ernährung erreichen möchte.

Für eine weitere Studie wurden mehr als 100 Frauen aufgerufen, die bereits in ihrer Familiengeschichte Brustkrebserkrankungen aufzuweisen hatten.

An den Frauen wurden insgesamt drei Ernährungspläne getestet:

  1. Zum einen ein kalorien-reduzierter Ernährungsplan, bei dem man an zwei Tagen in der Woche wenig Kohlenhydrate zu sich nahm.

  2. Ein zweiter Ernährungsplan, der ebenfalls für zwei Tage in der Woche galt, beinhaltete, dass man wenig Kohlenhydrate zu sich nahm und so viele Eiweiße und gesunde Fette, wie in Oliven und Nüssen enthalten, essen konnte wie man wollte.

  3. Der dritte und letzte Ernährungsplan musste über sieben Tage in der Woche befolgt werden und beinhaltete einen kalorienreduzierten Ernährungsplan auf der Basis von mediterranen Gerichten.

Studienergebnisse: Zwei Tage des Verzichts besser als sieben

Die Ergebnisse waren eindeutig und zeigten, dass die Ernährungspläne, die an zwei Tagen in der Woche reduzierte Kohlenhydrate vorschrieben, im Hinblick auf Gewichtsreduktion, Verringerung von Körperfett und der Senkung des Insulinwertes erfolgreicher waren als die sieben Tägige Ernährungsplanung.

Das interessanteste Ergebnis lag darin, dass der Ernährungsplan mit der alleinigen Beschränkung in der Menge der Kohlenhydrate und ansonsten alles an Eiweißen und gesunden Fetten erlaubte, dieselben Ergebnisse lieferte wie der kalorien-reduzierte Ernährungsplan, bei dem man lediglich weniger Kohlenhydrate zu sich nahm.

Die eigene Ernährung überdenken

Es bleibt also die Aufgabe eines jeden Einzelnen, sich mit dem Thema Ernährung insoweit auseinanderzusetzen, dass er auf die Frage hin, ob er oder sie sich gesund und bewusst ernährt, mit einem Ja antworten kann.

Die Reduktion der Kohlenhydrate an zwei Tagen in der Woche kann hierbei bereits der erste Schritt mit positiven Folgen bedeuten.

Überlassen Sie das Thema Gesundheit und Ernährung nicht dem Zufall, sondern nehmen Sie die Themen selbst in die Hand.

Es genügt bereits sich ein bis zwei Stunden Zeit zu nehmen, den bisherigen Ernährungsplan für eine Woche als Beispiel vor Augen zu führen und dann die Anteile der Kohlenhydrate an mindestens zwei Tagen zu minimieren.

Im nächsten Schritt können Sie dann die im Alltag schnell zu groß geratenen Mengen an Süßigkeiten, Fast Food und Fertigessen verringern.

Low-Carb bei den Stars

Superstar Diät Low Carb

Gegrilltes Steak auf weißem Teller mit Salat und Tomaten
Grilled steak © Elena Elisseeva - www.fotolia.de

Der Frühling ist zumeist auch die Zeit der Diäten. Eine der beliebtesten ist die aus den USA stammende Low Carb-Diät. Diese ist in der Regel keine Hauruck-Diät, sondern bedingt eine Ernährungsumstellung, die sich überwiegend darauf konzentriert Kohlenhydrate deutlich einzuschränken.

Die These dieser Diätform lautet, dass bei einem Zuviel der Energie liefernden Kohlenhydrate der Körper diese zu bleiben Fettpolstern umwandelt. Die Umstellung bedeutet demzufolge vermehrt zu eiweißhaltigen Nahrungsmitteln, Obst, Gemüse, Salat und auch Fleisch, Fisch und Wurst zu greifen.

Damit allerdings auch diese Diät ihre Wirkung zeigen kann, sollte man mindestens dreimal in der Woche sportliche Aktivitäten ausüben. Viele Stars schwören auf diese Diätvariante, allerdings sollte man trotz allem darauf achten sich ausgewogen und nicht einseitig zu ernähren.

Vorab heißt es allerdings sich erst einmal über die unterschiedlichen Lebensmittel zu informieren, um sich dann einen entsprechenden Ernährungsplan erstellen zu können.

Low Carb: Die Diät, der die Stars vertrauen

Gabel auf einem Steak und etwas roter und grüner Salat
Steak © Jacek Chabraszewski - www.fotolia.de

Wer einmal in den Vereinigten Staaten unterwegs war, der wird ziemlich schnell festgestellt haben: "Low Carb" ist hier mehr als ein bloßes Lippenbekenntnis. Die Supermärkte sind voll mit speziellen Low Carb-Produkten, selbst Kuchen und Brot sollen hier völlig ohne auskommen - oder zumindest wenig der gefürchteten "einfachen" Kohlenhydrate enthalten.

Das Prinzip der "Low Carb" Diät ist im Grunde ganz einfach: Es geht darum, möglichst kohlenhydratarm zu essen. Diese Regel wird mitunter ganz unterschiedlich aufgefasst - von der krassen Atkins-Diät, in der Fette und Eiweiß in rauen Mengen verputzt werden, so lange nur kein einziges Kohlenhydrat auf dem Teller landet, bis hin zu modifizierten Ernährungsformen, nach denen zumindest einfache Kohlenhydrate ohne großen Nährwert vom Speiseplan gestrichen werden sollen.

Experten sehen die Sache mit den Kohlenhydraten äußerst zwiespältig: Zwar stimmt es, dass ein Verzicht sich relativ schnell auf der Waage bemerkbar machen kann. Trotzdem sehen viele Kohlenhydrate als essentielle Grundlage einer ausgewogenen Ernährung - schließlich spenden sie Kraft und Energie wie kaum ein anderes Lebensmittel. Viele Stars und Sternchen hingegen schwören auf ihre "Low Carb" Diät - von Heidi Klum bis Beyoncé haben bereits alle ihre Erfahrungen mit der besonderen Diät gemacht. Einige nutzen das Prinzip dabei nicht nur kurzfristig, sondern propagieren sie als dauerhafte Ernährung. Ernährungsexperten raten von einem völligen Verzicht jedoch eindeutig ab.

Keine Kohlenhydrate mehr für die Kinder von Gwyneth Paltrow

Die Oscar Preisträgerin Gwyneth Paltrow ist sich sicher, dass die „Low-Carb-Diät“ die beste Ernährungsform sei. Deshalb ernährt sie jetzt auch ihre Kinder Apple und Moses ohne Kohlenhydrate. Die ganze Familie lebt den „Low-Carb-Livestil“.

Gwyneth Paltrow ist der Meinung, dass Kohlenhydrate Allergien auslösen und zu Unverträglichkeiten führen, gute Gründe um auf Pizza, Pasta und Co zu verzichten.

Die 40jährige Schauspielerin will im April ihr zweites Kochbuch mit dem Titel „Es ist alles gut“ auf den Markt bringen. Ein Kapitel beschäftigt sich mit den Themen Getreide und Gluten.

Seit den Jahr 2008 hat Gwyneth Paltrow das Lifestile-Online-Portal goop ins Leben gerufen. Dort gibt es neben Tipps zu Schmuck, Klamotten und Schuhen auch Wohlfühl- und Ernährungstipps.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: flour © Ewa Brozek - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Steak © Jacek Chabraszewski - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Grilled steak © Elena Elisseeva - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Steak Dinner © JJAVA - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Steak © Jacek Chabraszewski - www.fotolia.de

Autor:

Andreas Hadel - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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