Varianten, Tipps zur Durchführung und mögliche Nebenwirkungen und Gefahren des Fastens

Frau sitzt an Tisch mit Teller und isst Gemüse, schaut neidisch auf Eisbecher neben sich

Wir zeigen unterschiedliche Formen des Fastens, geben Tipps zur Durchführung und informieren über die Schattenseiten des Fastens

Eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung sind wichtig, wenn man gesund bleiben möchte. Fasten kann, muss aber nicht dazu gehören. Wer falsch fastet, kann negative gesundheitliche Auswirkungen verursachen.

Fasten im Frühling macht fit fürs ganze Jahr

Wenn die kalte Winterzeit mit ihren kurzen Tagen langsam vorübergeht, ist es Zeit, sich von den Altlasten zu befreien - und der Frühjahrsputz beginnt am besten im eigenen Körper!

Üppiges Feiertagsessen und alkoholische Getränke versüßen oft den Winter, belasten allerdings den Körper mit Schlacken und Giftstoffen. Der Mangel an Bewegung an der kalten Luft tut sein Übriges, und somit ist der Körper oft im Frühjahr träge und belastet - die typische Frühjahrsmüdigkeit setzt ein.

Gesundheitliche Vorteile des Fastens

Um aus diesem Loch herauszukommen, kann neben den üblichen Methoden wie bewussterer Ernährung und dem Gang ins Fitnessstudio auch eine Zeit des Fastens ein guter Anstoß sein. Nicht nur die Zeit zwischen Karneval und Ostern lädt traditionell dazu ein, sondern auch abseits religiöser Motive lässt sich beim Fasten Kraft für Geist und Körper schöpfen.

Bei einer richtigen Heilfastenkur bekommt, durch die vorübergehende Stillegung des Magen-Darm-Trakts, das Immunsystem oft einen kleinen Schubs, chronische Erkrankungen und autoimmune Entzündungen können zurückgehen. Besonders beliebt während einer Fastenkur sind Entschlackungstees, die die Nierentätigkeit anregen und Giftstoffe ausschwemmen sollen.

Vom Sinn und Unsinn des Fastens

Heilung von Innen durch kurzzeitigen Nahrungsverzicht

Unterleib einer Frau mit weißem Slip, die Hände auf den Bauch gelegt
stomach © Liv Friis-larsen - www.fotolia.de

Wenige Themenfelder sind derzeit so heiß umstritten wie die Ernährung. Ganz besonders erhitzen sich die Gemüter beim Fasten - ist dieses nun oberste Pflicht für jeden, der gesund leben möchte, oder völliger Humbug?

Vom Sinn und Unsinn des Fastens handelte auch die gleichnamige Tagung Anfang November in Graz, die schlicht "Fasten" übertitelt war. Angesehene Wissenschaftler präsentierten hier teils verblüffende Thesen.

Fasten als Anti-Aging-Maßnahme

Dr. Frank Madeo von der Grazer Universität empfiehlt Fasten als wirksames Anti-Aging Mittel. Was klingt wie ein billiges Werbeversprechen, hat einen wissenschaftlichen Hintergrund:

In Untersuchungen konnte Madeo nachweisen, dass der kontrollierte Verzicht auf Nahrung körpereigene Reparaturmechanismen in Gang setzt. Dies würde belegen, was viele Fasten-Anhänger seit Jahrzehnten behaupten - nämlich die körperliche "Reinigung von Innen", die beim Nahrungsverzicht entstehen soll.

Allerdings hält sich Madeo dabei an streng wissenschaftliche Kategorien: Von "Schlacken" hält er wenig, und auch der häufig behauptete Gewichtsverlust ist für ihn zweitrangig. Deshalb genügt es dem Wissenschaftler zu Folge auch schon, einen einzelnen Fastentag zwischendurch einzulegen.

Verteilung der Kalorien statt Kalorienzählen

Es komme eben nicht, wie häufig behauptet, auf die gesamte aufgenommene Kalorienmenge, sondern auf deren Verteilung an: Wer an einem Tag keinerlei Nahrung zu sich nimmt und am nächsten normal isst, der könne die Regenerierungsprozesse in Gang setzen, so der Experte. Dr. Frank Madeo war nicht der einzige Referent mit spannenden Erkenntnissen aus der Welt der Wissenschaft.

Unhaltbare Heilsversprechen wurden hier von niemandem gemacht - doch die Erkenntnis, das auch schon ein kurzzeitiger Nahrungsverzicht positive Auswirkungen haben kann, ist doch schon eine gute Nachricht für alle, die ohne großen Aufwand etwas für sich tun möchten.

Ziel und Zweck des Fastens

Perioden des freiwilligen Fastens lassen sich in der Menschheitsgeschichte lange zurückverfolgen. Es geht vor allem um den weitreichenden oder vollständigen Verzicht auf:

Tatsächlich lässt sich kulturhistorisch vermehrt im Frühling ein Hang zum Fasten feststellen. Oft werden Fastenzeiten mit der Reinigung der Seele, dem Streben nach Erleuchtung und Erlösung, aber auch der Buße und der Abwehr des Bösen assoziiert.

Wirkung auf die Gesundheit

Die heilende Wirkung des Fastens

Fasten kann sich auf einige Krankheiten positiv auswirken und das Wohlbefinden der Erkrankten verbessern

Glas mit Tomatensaft und Eiswürfeln, daneben frisches Gemüse
Fresh vegetables and glass of tomato juice © Ol_Vic - www.fotolia.de

Fasten ist für viele Menschen zum alljährlichen Ritual geworden. Dabei fastet man nicht nur aus religiösen Gründen, sondern möchte den Körper einfach einmal von Giftstoffen befreien und damit der Gesundheit etwas Gutes tun.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zum Fasten

Die positive Wirkung des Fastens ist auch wissenschaftlich anerkannt, wenn auch noch nicht erschöpfend erforscht. Es gibt zwar eine Reihe von Studien über das Fasten, doch insgesamt ist die Datenlage noch sehr ungenau.

Am aussagekräftigsten sind die Informationen über den Verlauf einer rheumatoiden Arthritis beim Fasten. Wer an Rheuma leidet und sich für eine Fastenkur entscheidet, der kann damit dem Körper spürbar unter die Arme greifen.

In einer Untersuchung aus dem Jahr 1991 mit 53 Rheuma-Patienten besserten sich die Blutwerte nach vier Wochen Fasten deutlich und auch die Patienten selbst gaben an, subjektiv weniger Beschwerden zu haben. Vier weitere Studien zu Rheuma und Fasten untermauerten diese Erkenntnis später.

Andere Untersuchungen, die sich Krankheiten wie Diabetes und Arthrose widmen, haben bislang eine geringe Aussagekraft, da nur wenige Patienten betreut wurden. Dennoch zeigt der Trend, dass durch das Fasten auch diese Krankheiten in ihrer Stärke abgemildert werden. Während der Wochen des Verzichts gehen die Entzündungsreaktionen im Körper zurück, was die Besserung nach sich zieht. Eine Studie zeigte sogar, dass Fasten bei Krebs die Nebenwirkungen der gleichzeitigen Chemotherapie abmildert.

Nicht jeder sollte fasten

Trotz der heilenden Wirkung ist Fasten nicht für jeden Menschen geeignet, wie Ärzte immer wieder betonen. Wer an Essstörungen leidet, sollte nicht fasten, ebenso wenig alle mit seelischen Erkrankungen.

Wichtig ist zudem, dass keine Funktionsstörung der Nieren oder der Leber vorliegt. Der heilende Effekt kann sich sonst leicht ins Gegenteil verkehren. Wer zum ersten Mal fasten möchte, sollte dies zur Sicherheit mit dem Hausarzt absprechen.

Herzgesundheit durch Fasten - regelmäßiges Fasten stärkt das Herz

Regelmäßiges Fasten ist gesund fürs Herz und für die Regulierung des Blutzuckerspiegels

Anatomie - Grafik des menschlichen Herzens mit umliegenden Blutgefäßen
menschliches herz © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Fasten kennt man aus verschiedenen Religionen, wo es besonders als Akt der Enthaltsamkeit zum praktizierten Glauben gehört. Allerdings fasten inzwischen immer mehr Menschen auch einfach nur um ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun.

Effektivere Fettverbrennung und geringeres Risiko für Herzerkrankungen

Mediziner können inzwischen auf der Basis reichhaltiger Studien bestätigen, dass regelmäßiges Fasten ein echter Geheimtipp für unsere Gesundheit ist. Besonders das Herz profitiert von diesem Verzicht, denn der Blutzuckerspiegel bekommt die Möglichkeit, seine Werte auf ein gesundes Maß zu regulieren. Zudem wird der Stoff Triglyzerid reguliert.

Haben wir davon zu viel im Körper, steigt unser Risiko auf Herzerkrankungen stark an. Neuste Studien können sogar beweisen, dass die Blutfettwerte ebenfalls durch das Fasten gesunde Dimensionen erreichen. Besonders wichtig ist dabei, dass der Körper beim Fasten nun mehr Fett verbrennt, um den Tagesbedarf an Energie zu decken.

Normalerweise nutzt er dafür die reichhaltige Glukose in der Nahrung. Da ihm diese aber vorenthalten wird, muss er auf Fett zurückgreifen, was die Anzahl der Fettzellen in unserem Körper senkt.

Absprache mit dem Arzt

Fasten ist jedoch nicht für jeden ungefährlich. Schwangere, Jugendliche und Menschen mit chronischen Krankheiten sollten ihr Vorhaben mit ihrem Hausarzt absprechen.

Fastenkuren – die 5 wichtigsten Effekte für die Gesundheit

Junge Frau trägt Teller mit frischem Obst, lacht in Kamera
junges, schönes Mädchen hält einen Teller voller Früchte © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Ob zum Aschermittwoch oder an jedem anderen Datum – wer eine Fastenkur beginnt, tut seiner Gesundheit fünffach Gutes. Neben positiven Effekten auf Stoffwechsel und Gewicht beugt Fasten vielen chronischen Krankheiten vor.

Dazu hebt der Nahrungsverzicht die Stimmung und bietet einen idealen Einstieg in eine gesündere Ernährungsweise.

Erholung für den Stoffwechsel

Zu viel Essen und unausgewogene Ernährung setzen den Organismus unter Stress. Die Fastenkur ist eine Erholungsphase für den Stoffwechsel: Bauchspeicheldrüse und Leber werden entlastet, Zucker- und Cholesterinspiegel sinken ebenso wie der Blutdruck.

Schutz vor Krebs und chronischen Krankheiten

Beim Fasten sinkt die Insulinresistenz. Studien belegen, dass dadurch nicht nur nur Diabetes vorgebeugt wird – auch Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen profitieren.

Wer nach der Fastenkur auf vegetarische Kost umsteigt, kann rheumatische Beschwerden lindern.

Eine amerikanische Studie weist zudem eine positive Wirkung für Krebspatienten nach: zweitägiges Fasten vor der Chemotherapie lindert die späteren Nebenwirkungen und macht die Krebszellen empfindlicher für die Medikamente.

Fasten und Abnehmen

Zum Abnehmen ist eine Fastenkur eigentlich nicht gedacht. Wer Gewicht reduzieren möchte, sollte besser eine dauerhafte Umstellung der Ernährung anpacken.

Wer mehrere Wochen fastet, schmilzt zwar auch Fettpölsterchen ab – da der Energiebedarf beim Fasten sinkt, hat man nach der Kur seine Pfunde aber schnell wieder auf den Hüften.

Fasten macht gute Laune

Es stimmt – rund 80 Prozent der Fastenden erleben ein Stimmungshoch. Die Ursachen liegen in den Hormonen: durch den Nahrungsentzug bildet das Gehirn größere Mengen Serotonin, zugleich wird die Produktion von Stresshormonen herunterfahren.

Tipp: Menschen mit labiler Psyche sollten deshalb vor einer Fastenkur mit ihrem Arzt sprechen. Zahlreiche Psychopharmaka verändern während der Nahrungskarenz ihre Wirksamkeit.

Mit Fasten gegen Diabetes: Verzicht auf Nahrung hilft den Blutzuckerwerten

Diabetes Teststreifen auf weißem Hintergrund
Diabetes test strips © yeti - www.fotolia.de

Menschen, die ein erhöhtes Diabetesrisiko besitzen oder bereits an einer Vorstufe der Krankheit leiden, der sogenannten Prädiabetes, können einer Verschlimmerung des Zustandes vorbeugen, indem sie regelmäßig einen Fastentag einlegen.

Dies ergab eine Pilotstudie des Intermountain Medical Center in Murray mit 12 Probanden, die bereits an Prädiabetes litten und einen Nüchternblutzuckerwert von über 100 mg/dL hatten.

Fasten senkt den LDL-Spiegel

Die Probanden, die teilweise übergewichtig und teilweise normalgewichtig waren, mussten über einen Zeitraum von sechs Wochen einmal wöchentlich einen Fastentag einlegen, an dem sie für 24 Stunden nur Wasser zu sich nehmen durften.

Am Ende des Studienzeitraums zeigten sich um 12 Prozent verbesserte Cholesterinwerte, da der Körper durch den Mangel an Blutzucker auf andere Energiequellen umsteigen muss und dabei auf das schlechte LDL-Cholesterin in den Fettzellen zugreift.

Die Forscher vermuten, dass so auf längere Sicht die Insulinresistenz der Zellen verringert werden kann, die normalerweise eine Entstehung von Diabetes begünstigt.

Ein weiterer positiver Effekt ist natürlich der Gewichtsverlust und der damit einher gehende verbesserte Stoffwechsel. Allerdings müssen nun noch größere und längere Versuche die Erkenntnisse der ersten Pilotstudie bestätigen.

Forscher finden heraus, warum Fasten die Entzündungsreaktionen im Körper verringert

Forscher haben die Zusammenhänge zwischen BHB, Inflammasom und der Verringerung von Entzündungen entschlüsselt

Hand mit Handschuh hält Petrischale hoch für Medizinforschung
Petri dishes for medical research © Julián Rovagnati - www.fotolia.de

Fasten ist gesund und wird daher von vielen Menschen auch ohne religiösen Hintergrund betrieben. In der Medizinwelt ist schon seit einiger Zeit bekannt, dass durch das Fasten weniger Entzündungsprozesse im Körper ablaufen. Ärzte können beobachten, wie die entzündlichen Auswirkungen von Diabetes schwächer werden, wie Artherosklerose ausgebremst wird und wie sogar Alzheimer langsamer voranschreitet.

Doch wie genau Fasten dies innerhalb des Organismus bewirkt, war bisher unklar. Ein Forscherteam konnte die Frage nun im Labor klären.

BHB blockiert Entzündungsreaktionen

Während des Fastens stellt der Stoffwechsel sich auf das veränderte Nahrungsangebot ein und produziert vermehrt Beta-Hydroxybutyrat, kurz BHB. Dieser Stoff wirkt unmittelbar auf das Immunsystem und blockiert genau den Teil, der für Entzündungsreaktionen verantwortlich ist.

Es sinkt dabei die Konzentration von Inflammasom im Organismus. Inflammasom wiederum ist ein Komplex aus Eiweißen, der für Entzündungen wichtig ist. Ist hiervon wenig vorhanden, fallen entsprechend auch die Entzündungsreaktionen geringer aus.

Neues Wissen soll in künftige Therapien einfließen

Diese Ergebnisse stammen aus dem Versuch mit Labortieren. Man verabreichte Mäusen BHB und untersuchte danach den Inflammasom-Spiegel. Dieser sank auffällig. Dann setzte man Mäuse auf eine ketogene Diät und konnte auch dabei nachweisen, dass die Konzentration an Inflammasom sank.

Die Forscher hoffen, dass man diese neue Erkenntnis auch in der Medizin anwenden kann. Da man nun die Zusammenhänge zwischen BHB, Inflammasom und einer Verringerung von Entzündungen kennt, könnte dies in künftige Therapien einfließen.

Verschiedene Formen und Varianten des Fastens

Heutzutage gehört das Fasten für viele Menschen zu einem gesunden Leben dazu. Mit der Zeit haben sich viele verschiedene Varianten des Fastens entwickelt, die sich teilweise grundlegend voneinander unterscheiden. Fasten kann man aus den verschiedensten Gründen, wichtig ist nur, dass man es nicht übertreibt und sich im Idealfall von einem Arzt überwachen lässt.

Wasserfasten

Die ursprünglichste Form des Fastens ist das Wasserfasten. Hier wird nur Brunnen- oder Quellwasser getrunken und auf feste Nahrung völlig verzichtet.

Vor dem Wasserfasten empfiehlt sich eine Darmreinigung durch Einlauf. So wird eine Rückvergiftung vermieden.

Buchingerfasten

Diese Art des Fastens ist sehr beliebt und wird auch in vielen Kliniken durchgeführt. Der Arzt Otto Buchinger erkannte, dass strenges Fasten (ohne Nahrungsaufnahme) bei vielen Menschen zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Deshalb baute er auch Gemüsebrühen und Säfte in den Fastenplan mit ein.

Heilfasten mal anders: Cayennepfeffer und Limo stehen auf dem Plan der Stars

Wer so viel vor der Kamera steht wie Demi Moore und Ashton Kutcher, legt natürlich viel Wert auf seinen Körper. Doch wie halten solche Stars eigentlich ihre Traummaße? Dieses Paar probiert zur Zeit das Heilfasten aus - allerdings ein bisschen anders, als man es vielleicht kennt.

Denn momentan ernähren sich die Schauspieler allein von Ahornsirup, Zitronenlimonade und Cayennepfeffer. Mit dieser merkwürdigen Kombination wollen die Prominenten ihren Körper entgiften. Doch Abnehmen steht nicht auf dem Plan. Wie Demi Moore bei Twitter sagte, gehe es nur um die Gesundheit.

Neben Kutcher und Moore hat auch Topmodel Naomi Campbell das "Master Cleanse"-Fasten bereits ausprobiert.

Saftfasten

Das Saftfasten soll den Körper reinigen und den Alterungsprozess aufhalten. Getrunken werden nur Gemüse-, Obst- und Grassäfte.

Die Säfte versorgen den Körper ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen. Das Saftfasten steuert der Übersäuerung des Körpers entgegen und spült Giftstoffe aus.

Früchtefasten

Eine außergewöhnliche Form des Fastens ist das Früchtefasten. Hierbei werden nur rohe, frische und wasserreiche Früchte gegessen. So kommt es zu einer Reinigung des Körpers.

Außerdem wird der Organismus mit vielen Enzymen und Vitaminen versorgt, was auch zur Entsäuerung und Entgiftung beiträgt.

Elementefasten

Besonders interessant ist das Elementefasten, welches auf den elementaren Kräften beruht und vor allem bei Fastenwanderungen eingesetzt wird.

Verschiedene Naturkräfte und Elemente (Sonne, Wasser, Erde, Luft) werden nach ihrer Farbe oder ihrer Auswirkung auf den Körper eingeteilt. Elementefasten kann beispielsweise

beinhalten.

Suppenfasten

Klassisch ist auch das Suppenfasten. Bei dieser Kur werden vor allem Gemüsesuppen getrunken. Sie versorgen den Körper mit allen benötigten Mineralstoffen und Vitaminen.

Unterstützend wird beim Suppenfasten viel Mineralwasser und Kräutertee getrunken. So kann sich der Körper von schädlichen Giften befreien.

Franz Xaver Mayr-Kur

Diese Kur zählt nur bedingt zum Fasten. Der Darm soll durch diese naturheilkundliche Methode saniert, Gifte ausgeschieden werden. Die vier Prinzipien der F.X. Mayr-Kur sind:

  1. Schonung
  2. Säuberung
  3. Schulung
  4. Substitution
Spezielle Fastenmethoden in Deutschland

Fastenzeit - Thüringen ruft zum Autofasten auf

Die meisten Deutschen wollen die Fastenzeit bewusst nutzen, um ihren Lebensstil gesünder zu gestalten. Auf das Auto verzichten, wollen einer Umfrage der DAK-Krankenkasse allerdings nur die wenigsten.

Thüringen hat seine Bürger und Besucher daher nun erneut dazu aufgerufen das Auto während der 40-tägigen Fastenzeit stehen zu lassen. Mit der Aktion "Autofasten. Sinn erfahren" möchte die Stadt die Menschen dazu bewegen ihren täglichen Autogebrauch zu überdenken und sie dazu anregen häufiger das Auto stehen zu lassen und stattdessen zu laufen, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren oder aber Fahrgemeinschaften zu bilden.

Fasten mal anders - Aufruf zum Facebook-Verzicht

Wieso immer nur auf Fleisch, Alkohol und Zigaretten verzichten? Datenschützer schlagen nun das "Facebook-Fasten" vor. Dabei sollte man versuchen, so wenig wie möglich in dem zeitfressenden sozialen Netzwerk zu kommunizieren und lieber andere Kommunikationswege nutzen.

Alles, was auf Facebook geschieht, bleibt nämlich auf Facebook - und gehört dann auch Facebook. Jedes Foto, jede Mail, alles geht in den Besitz von Facebook über. So sollte man sich vielleicht auch mal überlegen, welche Daten man generell dort online lassen sollte, und welche nicht.

Detox-Kur

Die Detox-Kur wird bei uns immer beliebter. Detox hat nichts mit dem ähnlich lautenden Wort "Botox" zu tun. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Entgiftung des Körpers, die man ein- oder zweimal jährlich durchführen kann.

Sämtliche Giftstoffe, die wir über die Nahrung oder die Umwelt aufnehmen, sammeln sich in unserem Körper und lassen uns müde und ausgelaugt wirken. Um den Körper davon zu reinigen, soll man sich etwa eine Woche an eine bestimmte Ernährung halten.

Die Detox-Kur ist nicht unbedingt eine Diät zum Abnehmen. Hier steht mehr im Vordergrund, dass man sich anschließend vitaler fühlt, dass sich das Hautbild verbessert und dass man sein Immunsystem ankurbelt.

Was man während der Detox-Kur vermeiden sollte

Lebensmittel und Produkte, die man während der Detox-Kur nicht essen bzw. trinken sollte, sind z.B.:

Daneben ist es aber auch ganz wichtig, auf das Rauchen zu verzichten und seinem Körper Ruhe zu gönnen. Diese Ruhe bekommt der Körper, wenn man früh zu Bett geht und während der Kur ausreichend schläft. Durchfeierte Nächte sollte man also lieber auf die Zeit nach der Detox-Kur verschieben. Auch Stress ist nicht unbedingt förderlich, wenn man seinem Körper etwas Gutes tun möchte.

Was während der Detox-Kur förderlich ist

Die Detox-Kur ist aber keineswegs nur von Verboten gekennzeichnet.

Warmes Wasser mit Zitronensaft:

Morgens wird empfohlen, Wasser zu erwärmen und mit frisch gepresstem Zitronensaft sowie ggfs. etwas Honig zu vermischen und dann zu trinken.

Olivenöl mit Zitronensaft:

Besonders gesund ist es auch, einen Esslöffel Olivenöl mit etwas Zitronensaft zu mischen und dies einzunehmen. Die Leber wird durch die gesunden Inhaltsstoffe des Olivenöls dabei unterstützt, die Giftstoffe im Körper abzubauen.

Keine Snacks:

Zwischen den einzelnen Mahlzeiten sollte man vier Stunden lang nichts essen, also keine Zwischenmahlzeiten zwischen Frühstück und Mittagessen bzw. Mittag- und Abendessen.

Empfohlene Lebensmittel

Lebensmittel, die besonders gut für die Detox-Kur geeignet sind, da diese Lebensmittel die Entgiftung des Körpers fördern, sind zum Beispiel:

Auch Milchprodukte sind bei dieser Kur ausdrücklich erlaubt. Wichtig ist es jedoch, jeden Bissen möglichst oft zu kauen.

Tipp: Wenn man während der Detox-Kur ausschließlich biologische Produkte verzehrt, lagern sich auch nicht gleich wieder Giftstoffe im Körper ab und der Effekt der Kur hält länger an.

Das Fasten nimmt auch im religiösen Bereich einen besonderen Stellenwert ein...

Formen und Merkmale religiösen Fastens

In vielen Religionen spielen Fasten und Enthaltsamkeit eine wichtige Rolle. Religiöses Fasten gibt es im Judentum, im Christentum und auch im Islam.

Strenggläubige Personen halten sich an die von der Religion bestimmten Fastenzeiten. Hier bekommen Sie einen Überblick über religiöses Fasten.

Fasten im Christentum

Bei den Christen spielen vor allem die 40 Tage vor Ostern eine große Rolle als Fastenzeit. Sie sollen an jene 40 Tage erinnern, die Jesus in der Wüste verbrachte.

Auch in der Adventszeit verzichten viele Christen auf bestimmte Nahrungsmittel. Sie erlegen sich selbst bestimmte Regeln auf und halten sich auch daran.

Und auch im Alten Testament ist vom Fasten die Rede. Mit der Zeit entwickelte sich die Tradition, Mittwoch und Freitag zu fasten. Für viele Christen bedeutet Fasten jedoch heutzutage einfach den Verzicht auf Fleisch, so gibt es freitags traditionell Fisch.

Katholiken fasten eher als Protestanten

Repräsentative GFK-Umfrage zeigt: Viel mehr Katholiken als Protestanten fasten

Glas Wasser, Maßband, Ausschnitt Zeitschrift "Diät"
diät © bilderbox - www.fotolia.de

Rund jeder vierte Katholik (23,2%) wird in der bevorstehenden Fastenzeit voraussichtlich enthaltsamer als sonst leben. Von den evangelischen Deutschen hingegen plant nicht einmal jeder Zehnte (9,0%) seinen Alltag in den 40 Tagen vor Ostern einzuschränken. Das geht aus einer repräsentativen GFK-Umfrage im Auftrag der Apotheken Umschau hervor.

Unterschiedliches Verhalten von Katholiken und Protestanten

Damit folgt das Verhalten in der Fastenzeit einem allgemeinen Trend unter den Angehörigen der beiden großen Konfessionen: Die Katholiken (67,8%) schätzen sich selbst deutlich häufiger als gläubig ein als Protestanten (54,5%) und so richten die Deutschen katholischen Glaubens auch ihr Leben mehr nach religiösen Riten und Grundsätzen aus als ihre evangelischen Brüder und Schwestern.

Beten und wöchentliche Kirchenbesuche

Sechs von zehn Katholiken (60,1%) beten in schwierigen Lebenssituationen und noch 40,7% tun dies regelmäßig unabhängig von der Lebenssituation. Bei den Protestanten beten situationsbedingt vier von Zehn (42,8%), aber nur gut jeder Vierte (27,2%) sucht noch regelmäßig das Zwiegespräch mit Gott.

Bei den wöchentlichen Kirchenbesuchen liegen die Katholiken ebenfalls weit vorne: Während fast jeder fünfte Katholik (18,3%) mindestens einmal in der Woche zum Gottesdienst geht, besuchen nur 6,9% der Protestanten regelmäßig das Gotteshaus.

Seit den 60ern des 20. Jahrhunderts sieht man nur mehr Aschermittwoch und Karfreitag als strenge Fastentage des Christentums an. Hier sollten sich gläubige Christen nur einmal satt essen und eine kleine Stärkung zu sich nehmen. Die meisten Christen verzichten an diesen beiden Tagen auf Fleisch.

In Klöstern wird oft streng gefastet und an mehreren Tagen pro Woche auf Milch, Öl, Eier und Fleisch verzichtet. Dafür gibt es stärkende Fastenbiere.

Die strengsten Fastenregeln gibt es in der serbisch-, rumänisch-, russisch- und griechisch-orthodoxen Kirche. Gläubige verzichten während der Fastenzeit auf mehrere Lebensmittel.

Fasten in der Fastenzeit

Die Fastenzeit beginnt: So wird der Körper von Giftstoffen befreit

Junge Frau trinkt aus einem Glas Wasser
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Der Begriff Fastenzeit wird seit einigen Jahren wieder ernst genommen: Zwar nicht in der Form des wochenlangen Verzichtes auf üppige Speisen, aber als idealer Zeitpunkt um eine Entgiftungskur mit tagelangem Fasten durchzuführen. Mediziner raten fastenwilligen Neulingen jedoch dazu, die ersten Fastenkuren nur unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen, da sie trotz aller positiver Effekte eine starke Belastung für den Organismus darstellen.

Vorbereitungstage und Tage des Fastens

Die meisten Fastenkuren beginnen mit zwei Vorbereitungstagen, an denen der Körper auf das Fasten vorbereitet wird: An diesen Tagen stehen nur noch gedünstetes Gemüse und Säfte auf dem Programm. Anschließend folgt eine gründliche Darmreinigung mit Glaubersalzen, ehe das echte Fasten beginnt: Mehrere Tage lang wird nur noch Wasser, Tee und einfache Gemüsebrühe getrunken und auf feste Nahrung ganz verzichtet. Dadurch sollen die Giftstoffe aus dem Darm gespült werden, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben.

Unterstützt wird der Prozess durch tägliche Bewegung in Form von langen Spaziergängen, Radtouren oder Schwimmen. So bleibt der Kreislauf in Schwung. Zum Ende der Fastenkur wird an einem Tag wieder Gemüse und Obst gegessen, damit sich der Körper allmählich wieder an feste Nahrung gewöhnt. Neben der regulären Fastenkur gibt es viele weitere Formen, zum Beispiel die Schrothkur und die F.X.Mar-Kur, bei der täglich eine Darmspülung auf dem Programm steht.

Nur 13% der Deutschen wollen die Fastenzeit einhalten

Wie ein Ergebnis des Meinungsforschungsinstituts Emnid ergab, wollen nur knapp 13 Prozent der Deutschen die nach Fasching beginnende Fastenzeit einhalten.

Innerhalb der deutschen Bevölkerung finden sich zudem erhebliche Unterschiede in der Fastenbereitschaft: Während im Westen circa 15% der Menschen sich an die Fastenzeit halten wollen, sind es im Osten des Landes nur 6%.

Die religiöse Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch und endet zu Ostern, wobei es unter den einzelnen Fastenden durchaus Unterschiede, wie etwa nur tagsüber oder auch nur an den Freitagen, in der Durchführung gibt.

Die Fastenzeit kann der Beginn einer neuen Lebensweise sein

Die Fastenzeit kann als Impulsgeber für eine gesündere Lebensweise dienen. Denn auch wenn für viele Fastenwillige von vornherein relativ klar ist, dass die Umstellung zeitlich begrenzt sein wird, bleibt der Eindruck vom Wohlbefinden bestehen. Viele merken erst nach einigen Wochen, in denen sie mehr Sport machen oder auf fettiges und süßes Essen verzichten, wie gut dies ihrem Körper tut. Auch richtige Fastenkuren, bei denen nur flüssige Nahrung eingenommen wird, hat einen solchen Effekt.

"Das Fasten ist eine bewusste Unterbrechung eingeschliffener Lebensgewohnheiten und fördert dadurch langfristig ein positives Gesundheitsverhalten", glaubt auch Professor Andreas Michaelsen, Chefarzt der Abteilung für Naturheilkunde im Berliner Immanuel-Krankenhaus. Fasten liegt übrigens quasi in der Natur des Menschen. "Genetisch sind wir dafür besser ausgestattet, als täglich dem übervollen Kühlschrank ausgeliefert zu sein", so Michaelsen. Eine Fastenkur sollte jedoch in keinem Fall länger als 14 Tage dauern. Menschen, die bereits an einer Essstörung gelitten haben, sollten darauf unbedingt verzichten.

Die Fastenzeit nutzen, um die Ernährungsgewohnheiten zu überdenken

Nach Karneval beginnt die christliche Fastenzeit. Auch wer sich der Kirche nicht verbunden fühlt, kann diese Wochen nutzen, um seine persönlichen Ernährungsgewohnheiten zu revidieren.

Laura Gross von der Verbraucher Initiative Berlin erklärt, dass diese Zeit der Beginn einer dauerhaften Umstellung der eigenen Essgewohnheiten bilden könnte. Wer eine Weile auf Süßes verzichte, trainiert sein Geschmacksvermögen. Schon nach kurzer Zeit werden die Geschmacksknospen empfindlicher.

Was man vorher locker essen konnte, kommt einem dann viel süßer vor. Damit ist der Weg frei, sorgsamer mit Zucker und zuckerhaltigen Lebensmitteln umzugehen. Auch bei Fleisch funktioniert es vergleichbar. Dass man dadurch einiges an überzähligen Kalorien reduziert, liegt auf der Hand. Gerade der Frühling ist prädestiniert, um dem Winterspeck ade zu sagen.

Auf was man in der Fastenzeit alles verzichten kann

Heutzutage wird in der Fastenzeit weniger auf Fleisch als auf Annehmlichkeiten verzichtet

Glas mit Plätzchen, im Hintergrund kleines Mädchen auf Tisch gelehnt
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Mit dem Aschermittwoch endet die fünfte Jahreszeit im Rheinland, der Karneval. Und danach beginnt die Fastenzeit, die 40 Tage dauert und an das Fasten Jesu vor seinem Weg nach Jerusalem und seinem Tod erinnern soll. In den reformatorischen Kirchen wird auch von der Passionszeit gesprochen.

Verzicht von Genussmitteln und anderen Annehmlichkeiten

Wenn früher in dieser Zeit von den Kirchen mehr die Enthaltung von Fleischspeisen im Vordergrund standen, so geht es heutzutage oft zusätzlich zum Verzicht auf das Rauchen, den Alkoholgenuss und Süßigkeiten auch um Verzicht von sogenannten Annehmlichkeiten, so beispielsweise auf das Surfen im Internet. Hierzu hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der DAK Krankenkasse eine Umfrage gemacht.

So gaben von den Befragten 78 Prozent an, dass sie am ehesten auf Alkohol verzichten, gefolgt von Süßigkeiten mit 69 Prozent. Bei den Rauchern waren nur 53 Prozent bereit in dieser Zeit auf den Glimmstängel zu verzichten. Aber auch der Fleischgenuss wurde von 48 Prozent erwähnt und der Fernseher bleibt bei 42 Prozent der befragten Deutschen aus. Auf den Computer und das Internet können nur 28 Prozent verzichten, wobei hier dies mehr Frauen tun wollen.

Erhöhte Fastenbereitschaft in Bayern und NRW

Bei den jungen Erwachsenen steht aber dieser Verzicht überhaupt nicht zur Auswahl. Von den Befragten gaben auch 60 Prozent an, dass dieser mehrwöchige Verzicht auf bestimmte Genussmittel auch der Gesundheit zu gute kommt und 40 Prozent gaben an, dass sie schon häufiger mehrere Wochen gefastet hätten. Besonders in Bayern und Nordrhein-Westfalen ist die Bereitschaft für das Fasten hoch, denn hier liegt sie bei 44 bis 45 Prozent.

Dagegen nehmen in den neuen Bundesländern dies nur etwa 30 Prozent auch ernst. Wie Silke Willms, eine Expertin der DAK, erklärt, ist das Fasten eine Auszeit, die einem Urlaub ähnelt und manch einer denkt dann über seinen Lebensstil nach. An der Umfrage nahmen 1002 Personen teil.

Die meisten Deutschen wollen zur Fastenzeit versuchen auf Konsumgüter zu verzichten

Wie eine Umfrage im Auftrag der DAK-Krankenkasse unter 1.013 Personen zeigt, möchte ein Großteil der Deutschen während der 40-tägigen Fastenzeit versuchen bewusst auf Genussmittel und Konsumgüter zu verzichten.

Insgesamt zeigten sich mit 56 Prozent die Frauen etwas eher bereit von Aschermittwoch bis Ostern auf bestimmte Dinge zu verzichten als die befragten Männer (49 Prpozent). 67 Prozent aller Umfragenteilnehmer gaben an während der Fastentage keinen Alkohol trinken zu wollen. 60 Prozent wollen auf Süßigkeiten verzichten, 41 Prozent setzen auf eine fleischlose Fastenzeit, 34 Prozent wollen versuchen ihren Fernseher auszulassen, 31 Prozent möchten sogar ihr Handy in den Schrank verbannen und 22 Prozent gaben an 40 Tage lang auf Computer und Internet verzichten zu wollen.

Ihr Auto in der Fastenzeit stehen zu lassen, können sich hingegen ur 13 Prozent vorstellen. Die höchste Bereitschaft zum Fasten gibt es der Umfrage zufolge in Bayern (56 Prozent) und in Baden-Württemberg (54 Prozent).

Zwei Drittel der Deutschen haben sich vorgenommen zu fasten

Nach der konsumreichen Karnevalszeit beginnt mit dem Aschermittwoch die Phase des Fastens und Verzichtens. Eine Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit unter 1.004 Personen zeigte, dass sich immerhin knapp zwei Drittel der Deutschen fest vorgenommen haben in der Fastenzeit bewusst Verzicht zu üben.

32% der Umfragenteilnehmer haben dagegen noch nie gefastet und wollen dies auch in Zukunft nicht tun. Beim Rest steht ganz oben auf der Verzichtsliste der Alkohol mit 71%, gefolgt von Süßigkeiten mit 66%, Rauchen mit 44% und Fleisch mit 42%. 30% der Teilnehmer könnten sich sogar vorstellen in der Fastenzeit ihr Handy ausgeschaltet zu lassen. Ein Konsumgut, auf den jedoch nur 15% der 18- bis 29-Jährigen verzichten könnten. 23% möchten sich in Computer- und Internet-Abstinenz üben und immerhin 15% wollen versuchen ihr Auto stehen zu lassen.

Die meisten Fastenwilligen finden sich in der Altersgruppe der 30- bis 44-Jährigen. Auf Bundeslandebene sind Bayern (64%) und Baden-Württemberg (61%) die absoluten Fasten-Regionen. Auch bei den Geschlechtern gibt es einen eindeutigen Unterschied. Während immerhin 55% der Frauen das Fasten sinnvoll finden, sagten dies lediglich 46% der Männer.

Fastenzeit – so gelingt der Verzicht auf Nikotin, Alkohol, Süßes und Co.

Mit diesen Tipps und Tricks schaffen auch Sie es, 40 Tage zu verzichten

Zigarettenstummel, der ausgedrückt wurde, schwarze Krümel darum
cigarette © NatUlrich - www.fotolia.de

– wenn der Genuss zur Gewohnheit wird, kann es lohnen, eine Zeit lang bewusst auf den Konsum zu verzichten. Die meisten Gläubigen wählen dazu die Wochen zwischen Aschermittwoch und Karsamstag. Wer 40 Tage abstinent leben möchte, braucht aber ein paar Tipps.

Den Start erleichtern

Phasen des Verzichts kennen alle Religionen. Strenge Regeln gibt es heute im Christentum aber nicht mehr. Jeder kann für sich selbst entscheiden, auf welche Dinge oder Gewohnheiten er verzichtet. Wichtig: realistisch bleiben.

Um standhaft zu bleiben, kann es außerdem helfen, Freunde und Familienangehörige mit ins Boot zu holen. Wenn man gemeinsam vegetarisch kocht, kann das zum Durchhalten motivieren. Und die gähnende Leere in der Raucherecke erleichtert den Verzicht.

Verzicht als Bereicherung

Ohne Konsequenz lässt sich die Fastenzeit nicht durchstehen. Der Griff zu Süßigkeiten, Alkohol oder Zigaretten hängt aber nicht allein vom Verstand ab. Wer durchhalten will, muss auch die Emotionen auf seine Seite bringen.

Beim Verzicht auf suchtfördernde Aktivitäten wie Shopping, Naschen oder Rauchen muss man sich deshalb anderweitig belohnen: mit Sport, einem guten Buch oder Do-it-yourself-Projekt. Selbst geschaffene Glücksgefühle wirken nachhaltiger als der Kick aus Schokolade oder Bier.

Praktische Tricks

Raucher zahlen den Nikotinverzicht oft mit Entzugserscheinungen wie Schlafproblemen und Nervosität. Das macht das Durchhalten doppelt schwer. Um die eigenen Chancen zu verbessern, sollten sie sich deshalb ruhig von Nikotinpflaster oder -kaugummi unterstützen lassen. Ebenso wie bei Naschkatzen hilft es außerdem, sich mit Möhren, Gurkenscheiben oder Obst abzulenken.

Wichtig: keine Vorräte im Haus haben. Das erschwert das Schwachwerden.

Sieben Wochen ohne Facebook?

Sinnvoll ist der Verzicht für alles, was unmerkliche Zwänge auf uns ausübt. Die Abstinenz bietet dann die Gelegenheit, den Alltag wieder frei zu gestalten.

Immer mehr Menschen verzichten deshalb sieben Woche auf soziale Netzwerke. Ohne

merken sie, wie viel Zeit plötzlich für reale Aktivitäten da ist. Diese sollte man dann aber auch konsequent planen, etwa

  • ein Kinobesuch mit Freunden
  • gemeinsame Wanderungen am Wochenende oder
  • geselliges Kochen.

Fasten im Judentum

Bei den Juden gibt es mehrere Fastentage, an denen 24 oder auch 25 Stunden nichts gegessen wird. In der heutigen Zeit werden bestimmte Fastentage nur mehr von strenggläubigen Juden eingehalten, beispielsweise der neunte Tag des Monats Av, der an die Zerstörung des Jerusalem-Tempels erinnern soll.

Interessant ist, dass der höchste Feiertag (Jom Kippur) auch von weniger religiösen Glaubensangehörigen eingehalten wird. Jungen müssen ab 13 Jahren, Mädchen bereits ab 12 Jahren fasten.

Von Sonnenuntergang bis etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang des Folgetages verzichten die Juden an diesem Tag auf Nahrung und Getränke.

Fasten im Islam

Im Fastenmonat Ramadan dürfen volljährige muslimische Menschen (die körperlich dazu in der Lage sind) von morgens bis abends keine Nahrung und keine Getränke zu sich nehmen. Auch auf das Rauchen sollte verzichtet werden.

Nach Durchführung einer Studie haben Wissenschaftler für den Ramadan bestimmte Ernährungsempfehlungen herausgegeben...

Wissenschaftler der "University of Granada" raten nach einer Untersuchung an, die Fastenzeit mit einer ausgewogenen Ernährung in den Abendstunden auszugleichen. Andernfalls drohe man in dieser Zeit, an Muskelmasse zu verlieren und an Körperfett zu gewinnen.

Unausgewogener Ernährungsstil beim Ramadan und seine negativen Folgen

Laut statistischen Auswertungen konsumieren die Gläubigen in dieser Zeit weitaus weniger von den Makronährstoffen, als es die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden vorsehen. Die Anzahl der Speisen sinkt auf 2 bis 3 im Vergleich zu den 4 bis 5 Portionen, die der nichtmuslimische Teil der Bevölkerung zu sich nimmt.

Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass bei vielen Gläubigen der Anteil der Magermasse zurückgeht und gleichermaßen der Körperfettanteil steigt.

Studie zur Ernährung während des Ramadan

Die Studie, auf die sich diese Aussagen beziehen, wurde an der Universität von Marokko durchgeführt. Hierbei wurden die körperlichen Werte von 30 Studenten im Alter von 19 bis 27 Jahren während des Ramadan täglich überprüft. Dem gegenüber stand eine Kontrollgruppe mit ähnlicher Altersstruktur, die jedoch nicht dem muslimischen Brauch folgte.

Die Auswertung zeigte, dass die Gläubigen während des Ramadan mehr als 48 Prozent ihrer Kalorien aus Fettquellen beziehen und gleichzeitig ihre Protein- und Kohlenhydratzufuhr verringern.

Ernährungsempfehlungen von Experten

Die Forscher haben eine ausgewogenere Makronährstoffverteilung vorgeschlagen, die sich zu

  • 30 Prozent aus Fetten
  • 40 Prozent aus Kohlenhydraten und
  • 30 Prozent aus Proteinen

zusammensetzen sollte. Sie regten außerdem an, die Muslime über die hohe Bedeutung einer gesunden Ernährung gerade im Fastenmonat aufzuklären, um Krankheiten durch Mangelernährung zu verhindern.

Einen Monat Fasten: Wissenswertes rund um den Ramadan

Nahaufnahme Mann bläst Rauch aus, hält Schlauch einer Wasserpfeife in Hand
Rauch der Wasserpfeife © Scrofula - www.fotolia.de

Was für die Christen die Fastenzeit vor dem Osterfest, das ist für gläubige Muslime der Ramadan. Auch dieser Fastenmonat wird traditionell mit einem Fest abgeschlossen. Der Beginn des Ramadans richtet sich nach dem islamischen Mondkalender; in diesem Jahr hat die weltweite Fastenzeit für Muslime bereits begonnen.

Zu den wichtigsten Grundprinzipien im Ramadan gehört der Verzicht auf Nahrungsmittel - und zwar sowohl in fester wie auch in flüssiger Form! Was in europäischen Breitengraden bereits alles andere als angenehm ist, das kann angesichts brütender Hitze zum Beispiel in den arabischen Ländern zur echten Herausforderung werden. Eine Herausforderung, die gläubige Muslime jedoch gern annehmen - ebenso wie die, auf Genussmittel jeglicher Art und sexuelle Kontakte zu verzichten.

Am Abend, nach dem letzten Gebet, darf dann offiziell wieder gegessen und getrunken werden. In den arabischen Ländern geschieht dies häufig in Form öffentlicher Speisungen, an der alle Teilnehmer zusammenkommen können. Weil die Einhaltung der strengen Ramadan-Regeln für kranke und schwache Menschen, für schwangere Frauen und kleine Kinder gesundheitlich bedenklich sein kann, sind diese nicht zum Fasten verpflichtet. Schwangere Frauen, die trotzdem teilnehmen, riskieren nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die des ungeborenen Babys.

Muslimische Hochleistungssportler müssen fasten: Ramadan fällt auf die Olympiade

Olympioniken aus muslimischen Ländern haben aktuell ein ganz besonderes Problem: Der Fastenmonat Ramadan hat begonnen. Danach dürfen gläubige Muslime zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nichts zu sich nehmen. Das gilt auch für die Athleten, egal ob sie an diesen Tagen Wettkämpfe austragen. Allerdings sind die Ramadan-Regeln dehnbar.

So steht bereits im Koran geschrieben, dass Menschen, die sich auf einer Reise befinden, an anderen Tagen fasten sollen. Manche muslimische Sportler, wie der ägyptische Gewichtheber Abeer Ramadan halten sich an diese Regel und essen zumindest während der Wettkampftage tagsüber. Der britische Ruderer Mohamed Sbihi dagegen spendet als Buße für ein marokkanisches Kinderheim und verzichtet auf das Fasten. Andere dagegen wollen durchhalten. Der palästinensische Jukoka Maher Abu Rheileh schwört auf die innere Kraft, die aus anderen Quellen als der Nahrung komme.

Da die Athleten nur zwischen dem Sonnenuntertag und dem Sonnenaufgang essen dürfen, ist die IOC Mensa nun 24 Stunden am Tag geöffnet. Trotzdem ärgern sich viele Muslime über die Überschneidung: Olympia würde schließlich auch nicht über Weihnachten ausgetragen, so der Vorsitzende der Islamischen Menschenrechtskommission in London.

Hilfe für türkische Muslime den Fastenmonat Ramadan zu überstehen durch Diät-Pflaster

Pflaster über Kreuz aufeinander gelegt, weißer Hintergrund
pflaster 2 © emmi - www.fotolia.de

Mit Hilfe von Diät-Pflastern wollen türkische Muslime den Fastenmonat Ramadan, der am 1. September angefangen hat und bis zum 30. September 2008 dauert, überstehen. Dafür hat auch der oberste Berater der Muslime, Mehmet Baris, in der südlichen Provinz Adana schon das Einverständnis bekundet.

Denn das eigentliche Ziel sei beim Fasten diszipliniert mit dem Körper umzugehen, und da das Pflaster nur auf die Haut geklebt wird, hat es nichts mit dem Essen zu tun. Im Fastenmonat Ramadan essen die gläubigen Muslime morgens vor Sonnenaufgang und fasten dann bis zum Sonnenuntergang.

Im Jahr 2009 wird der Ramadan vom 21. August bis zum 19. September sein.

Ramadan: Diabetiker sollten nur mit ärztlicher Aufsicht daran teilnehmen

Diabetikerin spritzt sich Insulin in den Bauch
Diabetes patient insulin shot by syringe with dose of lantus © Dmitry Lobanov - www.fotolia.de

Im Ramadan, der Fastenzeit, sollten Diabetiker nur unter ärztlicher Aufsicht daran teilhaben. Kranke sind eigentlich von der Fastenzeit befreit, doch viele wollen trotz einer Erkrankung nicht auf die Teilnahme verzichten. Während des Ramadan wird die erste Mahlzeit vor Sonnenaufgang und die letzte Mahlzeit des Tages nach Sonnenuntergang zu sich genommen. Dazwischen ist lediglich das Trinken erlaubt.

Hier sollten Diabetiker einen gesteigerten Wert darauf legen und auch darauf achten, dass die Insulingabe am Morgen zu einer Unterzuckerung führen kann. Auch andere Medikamente können diesen negativen Effekt auslösen, weshalb man mit der Absprache des Arztes gut überlegen sollte, ob man überhaupt am Ramadan teilnehmen sollte.

Ramadan - kein Fasten mehr für Fußballprofis

Wenn Ramadan ist, wird tagsüber gefastet - so ist es traditionell im Islam verankert. Jetzt allerdings gibt es eine Ausnahme: Profifußballer müssen sich in Deutschland nicht an die Fastenzeit halten, verkündet islam.de. Das hat der Zentralrat der Muslime in Deutschland zusammen mit DFL und DFB beschlossen.

Professionelle Fußballspieler dürfen sich also künftig auch vor dem Training stärken. Das soll im "arbeitsrechtlichen wie im theologisch rechtlichen Sinne" Sicherheit für Vereine und Spieler schaffen, teilte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert mit.

Fastenmonat Ramadan verstärkt Migräne-Beschwerden

Junge, dunkelhaarige Frau mit Kopfschmerzen hält  Hand auf Stirn
terrible headache © Renee Jansoa - www.fotolia.de

Professor Frank Erbguth arbeitet am Klinikum Nürnberg. Er unternimmt aber auch Forschungen zu verschiedenen Themen. Im "Journal of Headache and Pain" hat er eine Untersuchung veröffentlicht, die er mit Beduinen in der Negev-Wüste gemacht hat. 32 dieser Beduinen litten unter Migräne.

Professor Erbguth hat herausgefunden, dass sich die Migräne-Attacken im muslimischen Fastenmonat Ramadan bei den Probanden verstärkt hatten. Während des Ramadans hatten sie im Schnitt an 9,4 Tagen starke Kopfschmerzen, im Monat danach nur an durchschnittlich 3,7 Tagen. Die Hälfte der Probanden wurde während des Ramadans mit einer Migräne-Prophylaxe behandelt, aber die Schmerzen veränderten sich dadurch nicht.

Erbguth glaubt, dass die stärkere Migräne dadurch zustande kommt, dass während des Ramadans bei Sonnenlicht nicht gegessen und nicht getrunken werden darf. Auch das fehlende Koffein könne Kopfschmerzen verursachen. Erbguth weist darauf hin, dass sogar strenge Muslime auf den Ramadan verzichten dürfen, wenn eine medizinische Indikation vorliegt.

Ramadan im Hochsommer - worauf man beim Fasten achten muss

Ältere, blonde Frau mit Kopfschmerzen trinkt aus einem Wasserglas
Einnahme Schmerztablette © Kzenon - www.fotolia.de

Für Millionen von Muslimen beginnt am 20. Juli der einmonatige Ramadan und damit die Zeit des Fastens.

Die Initiative Gesundheit und Arbeit empfiehlt den Berufstätigen schon jetzt ein Beratungsgespräch beim Betriebsarzt, damit sie das Fasten bei den hohen Temperaturen richtig angehen. Während des Tages dürfen die Gläubigen nämlich keine Nahrung und Wasser zu sich nehmen, was sie bei großer Hitze vor eine besondere Herausforderung stellt. Neben Konzentrationsstörungen sowie Erschöpfung kann mangelnde Wasserzufuhr gerade bei schwerer körperlicher Arbeit auch zu Kreislaufproblemen und vor allem zu Dehydrierung führen.

Besonders kompliziert wird es für Menschen mit chronischen Krankheiten, welche regelmäßig Medikamente nehmen müssen und deren verspätete Einnahme vorher unbedingt mit ihrem Hausarzt absprechen sollten.

Tipps und Tricks für erfolgreiches Fasten

Wer regelmäßig fastet, sieht jünger aus, reinigt seinen Körper von Giftstoffen und Schlacken und fühlt sich einfach besser. Fasten hat nichts mit Hungern zu tun und sollte auch nicht vordergründig als Abnehmmethode verwendet werden.

Beim Fasten sollte man einige Dinge beachten, um dem Körper nicht zu schaden. Hier erfahren Sie die Grundsätze für gesundes und erfolgreiches Fasten.

1. Die richtige Fastenmethode

Als erstes sollten Sie etwas Zeit für die Suche nach der richtigen Fastenmethode investieren. Wenn Sie keine Gemüsesuppe mögen, ist Suppenfasten definitiv die falsche Variante des Fastens. Quälen Sie sich nicht unnötig, hören Sie auf Ihren Körper und finden Sie heraus, was Ihnen gut tut.

Ein Gespräch mit einem Arzt oder Ernährungsberater kann Sie ebenfalls auf Wichtiges hinweisen.

Ein guter Einstieg für alle, die das erste Mal fasten möchten, ist das Suppen- oder Saftfasten. Hierbei wird nicht völlig auf Nahrung verzichtet, sodass man auch am Anfang kein flaues Gefühl im Magen hat.

2. Dauer und Vorbereitung einer Fastenkur

Eine gewöhnliche Fastenkur dauert etwa eine Woche. Länger sollten auch gesunde Menschen nicht fasten, da dies für den Körper mit der Zeit belastend werden kann.

Eine entsprechende Vorbereitung auf das Fasten ist ebenfalls notwendig. Eine Darmreinigung ist unbedingt empfehlenswert, damit es nicht zu Rückvergiftungen kommt. Am einfachsten funktioniert dies mit einem Einlauf.

Flüssigkeitszufuhr steigern

Zur Einstimmung auf die Fastenkur sollte man in den Tagen davor bereits etwa drei Liter Wasser und Kräutertee trinken. Auch während des Fastens ist es äußerst wichtig, immer genügend zu trinken. Nur so können schädliche Schlacken und Giftstoffe aus dem Körper gespült werden.

3. Die Steigerung der täglichen Bewegung

Während des Fastens sollte man sich auch ausreichend bewegen. Achten Sie aber darauf, sich nicht zu überfordern. Der Körper ist während einer Fastenkur nicht ganz so ausdauernd und stark wie sonst, deshalb reichen regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft völlig aus.

4. Das ideale Rundumprogramm

Gewisse Dinge verstärken den Effekt des Fastens. Regelmäßige Saunagänge können beispielsweise helfen, Schlacken aus dem Körper zu schwitzen. Bauchmassagen bringen den Darm auf Trab und tun außerdem gut.

Während des Fastens sollten Sie auf keinen Fall rauchen und auch auf Alkohol und Pillen verzichten. Außerdem gilt: Keine feste Nahrung während der Fastenkur!

Richtiges Fasten: Viel mehr als nur Wasser und Brot

Eine Glasflasche füllt ein Glas Wasser bis zum Anschlag
Sauberes Trinkwasser wird eingegossen © bilderbox - www.fotolia.de

Immer wieder ist vom gesunden Fasten die Rede. So soll der Körper endlich einmal die Giftstoffe loswerden und überschüssige Kilos sollen wir von selbst verschwinden. Doch wie funktioniert richtiges Fasten eigentlich?

Dahinter steckt in der Tat eine Wissenschaft für sich. Es gibt viele verschiedene Methoden des Fastens und jede ist ein wenig anders. Bei den meisten geht es aber keineswegs darum, nur Wasser und Brot zu sich zu nehmen. Diese beiden Nahrungsmittel werden nur stellvertretend und symbolisch genannt.

Beim Fasten sollen dem Körper vor allen Dingen die Gifte des täglichen Lebens erspart werden. Für Raucher und Freunde des Alkohols bedeutet dies also zunächst einmal Schluss mit dem Genuss. Auch Kaffee und koffeinhaltige Getränke und Speisen sind tabu, da auch Koffein ein Giftstoff ist.

Ausreichende Wasseraufnahme ist das A und O beim Fasten

Wer zum ersten Mal in seinem Leben fasten möchte, sollte zuvor mit seinem Hausarzt darüber sprechen. Nicht jede Fastenmethode ist für jeden Menschen geeignet und es sollte auf eventuelle Krankheiten Rücksicht genommen werden. Unabhängig vom gewählten Fastenprogramm ist die ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit das A und O. Mindestens zwei Liter am Tag sollten es sein; besser sind sogar zwei bis drei. Neben Wasser zählen dabei nur dünner Tee und eine Gemüsebrühe.

Wer alles richtig machen will, der verbringt nach Möglichkeit die Tage des Fastens in einer entsprechenden Kureinrichtung. Viele Konzepte des Fastens gehen zudem über das eigentliche Essen und Trinken hinaus. Da es darum geht, den Körper zu entgiften, wird der umgestellte Ernährungsplan gern mit einem Sportprogramm kombiniert. Auch der Gang in die Sauna ist beliebt, damit die Gifte effektiv ausgeschieden werden.

Kinder unter zwölf Jahren sollten nicht fasten

Zwischen Karneval und Ostern befindet sich für gläubige Christen die Fastenzeit.

Laut der Ernährungswissenschaftlerin Brigitta Tummel ist es jedoch nicht sinnvoll, dass Kinder mit einem Alter von unter zwölf Jahren ebenfalls fasten. Die Intention des Fastens ist es nicht Gewicht zu verlieren, sondern eine seelische Stärkung zu erreichen und Verzicht zu üben. Sollten Kinder trotzdem das Bedürfnis haben, fasten zu müssen, können sie stattdessen ihren Fernsehkonsum oder die Handynutzung einschränken.

Zudem ist es wenig sinnvoll, wenn Kinder eine Diät halten - anstatt Kinder fasten zu lassen, sollte sich lieber die ganze Familie gemeinsam gesund ernähren.

Durch eine richtige Planung fällt das Fasten leichter

Fastentage erfordern eine sorgfältige Planung - Genügend Trinken gehört dazu

Fastenzeit gibt es schon seit Jahrhunderten, so beginnt in der katholischen Kirche nach dem Aschermittwoch bis zum Karfreitag die Fastenzeit. Aber viele verzichten nicht nur in dieser Zeit auf bestimmte Speisen, sondern hier geht es um das sogenannte "Heil-Fasten", das bedeutet der Stoffwechsel soll einmal zur Ruhe kommen, wie ein Mitglied des Vorstands der Buchinger-Fastenklinik in Überlingen erklärt.

Fastentage planen

Aber man sollte dafür sich einen genauen Terminplan machen, wobei es am besten sei, dafür ein paar Tage Urlaub zu nehmen. Wer fasten will, sollte dies am besten in einer Gruppe machen. Fasten ist auch über einen kurzen Zeitraum möglich, beispielsweise sieben Tage, wobei man vorher schon einmal auf Kaffee und Alkohol verzichten sollte. Die ersten Fastentage sind meistens die schlimmsten, aber danach fühlt sich der Betroffene immer besser.

Ausreichend Trinken und auf Mineralhaushalt achten

Beim Fasten ist aber vor allem wichtig, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, zum Beispiel bis zu zwei Liter Wasser oder Kräutertee, zusätzlich frischer Obstsaft und Gemüsebrühe, so dass der Körper auch die nötigen Vitamine und Mineralien erhält. Nach der Fastenzeit sollte man aber nicht gleich wieder in die "Vollen" greifen, sondern erst wieder langsam zum normalen Leben zurückkehren. Wer irgendwelche Medikamente zu sich nimmt, sollte aber unbedingt mit seinem Arzt über das geplante Fasten sprechen.

Tipps fürs Fasten Zuhause oder im aktiven Alltag

Fasten basiert auf zahlreichen Hintergründen, die sowohl religiöse als auch gesundheitliche Aspekte sein können und viele Menschen zum Fasten anregen. Allein in diesem Jahr möchten etwa 13% der Deutschen das Fasten durchführen, wobei es unterschiedliche Formen gibt.

So kann man beispielsweise in einer Klinik oder Sanatorium Fasten oder auch in den eigenen vier Wänden. Für alle, die auch während dem Fasten fit und aktiv sein wollen, bietet sich deshalb auch die Neera-Trinkkur an. Mineralreicher Neera-Baumsirup wird mit Wasser, Zitronensaft und Cayennepfeffer getrunken.

Ergänzend heißt es dann, zu viel Wasser und Tee ohne Zucker zu greifen.

Nach Hunger und Bedarf kann man von diesem Mix durchaus bis zu 12 Gläser am Tag trinken. Dank der Inhaltsstoffe bleiben in der Regel auch bei diesem Fasten die Körperenergien da und man fühlt sich fit und gereinigt.

Auch als Fasteneinstieg ist die Neera-Kur eine gute Möglichkeit, Geist und Körper langsam umzustellen.

Nach Fastenwochen langsam zu normaler Kost übergehen

Viele Menschen legen jährlich sogenannte Fastenwochen ein. So einmal aus religiösen Gründen, denn ab dem Aschermittwoch, das Ende vom Karneval, ist für manche ein Grund zum Fasten. Aber viele machen auch ein sogenanntes Heilfasten um den Körper einmal zu entschlacken. Doch anschließend, so schreibt die Zeitschrift "Naturarzt" sollte man langsam den Körper wieder an die normale Kost gewöhnen, denn sofort danach bereitet deftiges und üppiges Essen schnell Beschwerden.

Die Verdauung und der Stoffwechsel müssen sich nämlich erst einmal an die übliche Kost gewöhnen, so sind drei bis vier Tage, bei Menschen mit einem empfindlichen Magen dauert es etwas länger, Aufbautage nötig. Hier helfen besonders Obst, Kartoffeln, Gemüse und Getreide. Verzichten sollte man, weil nach dem Fasten die Geschmacksnerven empfindlicher sind, auf irgendwelche künstlichen Geschmacksverstärker.

So fastet man richtig - die besten Tipps, um den gewünschten Erfolg zu erzielen

Vom Mond und Glaubersalz: So gelingt das Fasten

Junge Frau auf weißer Liege in Handtuch entspannt und hält Becher fest
Wellness & Spa 13 © fotoexodo - www.fotolia.de

Warum fastet man eigentlich? Die einen wollen ihrem Körper mal wieder etwas Gutes tun und alle Giftstoffe rausspülen, ihn entschlacken, andere wollen auf diese Weise ihr Gewicht reduzieren und wieder andere sehen darin eine Möglichkeit mit ihrem Körper und ihrer Seele in Einklang zu kommen, die eigene Willensstärke unter Beweis zu stellen, den Start in ein neues, gesundes Leben. Egal welche Ziele davon Sie verfolgen, hier einige Tipps, wie es garantiert mit dem Fasten klappt.

Lassen Sie sich durch den Mond helfen

Richten sie sich, wenn möglich, immer nach dem Mond. Es heißt, startet man bei Vollmond seine perönliche Fastenzeit und geht damit in die abnehmende Mondphase über, geht es auch mit dem Entschlacken, Entgiften oder Abnehmen schneller. Außerdem empfiehlt sich für den Beginn der Fastenzeit ein Wochenende zu wählen, da man dann ausreichend Zeit und Ruhe für die erste grobe, innere Reinigung hat.

Stellen Sie schlechte Gewohnheiten am besten schon vor Beginn des Fastens ein. Wer schon zu Anfang der Fastenzeit mit dem Rauchen oder Alkoholtrinken aufgehört hat, hat es währenddessen und im nachhinein einfacher standhaft zu bleiben. Das gilt auch für Fast-Food und Kaffee.

Reinigen Sie Ihren Darm

Um den Darm gründlich zu reinigen gibt es viele Methoden, die sich bewährt haben. Eine Möglichkeit ist hierbei die Darmspülung mit Glaubersalz. Glaubersalz gibt es sehr günstig in Apotheken zu kaufen. Eine weitere Methode ist der Einlauf, der durchaus besser zu ertragen ist, aber auch nicht den kompletten Darm reinigt. Eine professionelle Darmreinigung, wie sie beispielsweise Heilpraktiker anbieten, ist zwar teurer aber auch wesentlich gründlicher, auch bekannt unter dem Namen Colon-Hydrotherapie.

Wem diese Methoden zu unangenehm sind, der kann sich auf das Trinken von Salzwasser beschränken. Bei der Salzwasserspülung löst man etwa zwei gehäufte Teelöffel Indus- oder Meersalz in einem Liter Wasser auf und trinkt dies morgens nach dem Aufstehen auf leeren Magen. Die Einnahme von Medikamenten zur Unterstützung sollten sie vorher mit dem Arzt besprechen.

Trinken Sie ausreichend

Um durch die fehlende Nahrungsaufnahme nicht unter Kreislaufproblemen oder Schwächegefühlen zu leiden, sollte man darauf achten den Getränken ausreichend Mineralstoffe und Salze beizumischen. Ideal sind das Buchinger-Fasten oder das Neera-Trinkfasten.

Generell gilt beim Fasten: viel Trinken! Und zwar etwa 2-3 Liter täglich in Form von Tees oder Wasser. Auch Gemüsebrühe ist auf Grund ihres Salzgehaltes ideal zum fasten. Wer den Abnehm- und Entschlackungsprozess noch etwas beschleunigen möchte, der sollte neben dem Fasten auch regelmäßig Sport treiben.

Betreiben Sie langsames Fastenbrechen

Wenn die Zeit des Fastens nach etwa 10-14 Tagen beendet wird, also das Fastenbrechen angesagt ist, muss sich das Verdauungssystem erstmal langsam wieder an die feste Nahrung gewöhnen. Das heißt, sich nicht sofort wieder ein dickes Stück Kuchen gönnen, sondern am besten noch ein bis zweimal die Woche den Darm durch flüssige Nahrung entlasten oder auch mal das Abendessen ausfallen lassen.

Während des Fastens auf gründliche Mundhygiene achten!

In der Zeit nach Karneval steht bei vielen Menschen das Fasten an. Dabei wird beispielsweise nur auf Süßigkeiten und Alkohol verzichtet, doch die meisten verzichten beim Heilfasten gänzlich auf das Essen und ernähren sich zum Beispiel von Säften und Tee. Was viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass man dabei vermehrt zu Mundgeruch neigt.

Denn wie Zahnarzt Jörg Schwarzbach aus Bonn sagt, bilden sich die meisten Geruchsbakterien auf der Zunge, welche normalerweise mit der Nahrung ausgeschieden werden. Wenn man nicht isst, bleiben sie logischerweise im Mund und führen zum unangenehmen Mundgeruch.

Aus diesem Grund sollte man während der Fastenzeit auf eine besonders gründliche Mundhygiene achten, dies schließt das Zähneputzen ein und zusätzlich empfiehlt sich das Benutzen eines Zungenschabers.

Richtig fasten

Das Fasten hat sich mittlerweile zu einem echten Trend gemausert. In der heutigen Zeit, in denen wir aufgrund von Zeitdruck öfter mal zu Fertigprodukten oder Fast Food greifen, tut es unserem Körper gut, ihn ab und an zu von innen zu reinigen. Um gesund zu entschlacken, gilt es einige wichtige Dinge zu beachten:

  • Die richtige Vorbereitung auf das eigentliche Fasten: Bereits einige Wochen vorher seine Ernährung auf leicht verdauliche Kost umstellen und dabei auf Genussmittel wie Alkohol oder Nikotin verzichten
  • Der erste Tag: Ist der Körper auf das Entschlacken vorbereitet, kann es losgehen. Am ersten Tag wird der Darm durch viel Trinken von Wasser mit Bittersalz geleert; auch ein Einlauf ist möglich
  • Während der Fastenzeit: viel Flüssigkeit aufnehmen, mindestens zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßter Tee täglich
  • Nach dem Fasten: Körper langsam wieder an feste Nahrung gewöhnen. Besonders mit Obst und Gemüsebrühe während der Aufbautage langsam herantasten

Das Fasten kann mitunter aber auch negative Folgen mit sich bringen...

Mögliche Nebenwirkungen und Gefahren des Fastens

Wie die Ernährung unsere Gesundheit beeinflussen kann

Zwischenzeitlich weiß man, dass eine gesunde Ernährung viele Krankheiten verhindern kann. Umgekehrt ist Übergewicht ursächlich verantwortlich für verschiedene Krankheiten. Eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Bewegung ist daher sehr wichtig.

Um das Gewicht schnell zu reduzieren, beginnen viele Menschen, mehr oder weniger lang, zu fasten. Doch genau dieses Fasten kann auch Nebenwirkungen haben und gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich bringen.

Man sollte daher wissen, wie und wie lange man fasten kann, um seinem Körper nicht mehr zu schaden als zu nutzen.

Diabetiker sollten nur unter ärztlicher Aufsicht fasten

Viele Menschen legen zwischendurch auch einmal Fastentage ein, so beispielsweise zwischen Aschermittwoch und Karfreitag. Bei den Muslimen ist auch der Fastenmonat "Ramadan" bekannt. Im Prinzip ist dies für gesunde Menschen auch kein Problem, aber wenn jemand an Diabetes erkrankt ist, so sollte er nur unter ärztlicher Aufsicht fasten. Auch muss immer jemand in der Nähe erreichbar sein, denn durch das Fasten wird das Risiko einer Unterzuckerung noch erhöht. Auch haben Diabetiker häufig noch Probleme mit den Nieren oder dem Herzen.

Am besten ist es, wenn Diabetiker zum Fasten, weil sie ja auch regelmäßig Insulin benötigen und der Stoffwechsel besser kontrolliert werden kann, in ein Krankenhaus gehen, wie auch Professor Johannes Wechsler, vom Krankenhaus der barmherzigen Brüder in München, im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" berichtet. Übrigens sind Muslime, die an Diabetes erkrankt sind, vom Fasten befreit und sollten stattdessen täglich einem armen Menschen etwas zum essen geben oder einen kleinen Geldbetrag.

Negative Folgen falschen Fastens

Die Gefahr des Fastens ist, dass man nicht mehr weiß, wann man aufhören muss. Anfangs purzeln die Pfunde spürbar und man fastet immer länger. Doch wenn der Körper dauerhaft auf Sparflamme gehalten wird, kann er auch keine Leistungen mehr bringen.

Magersucht

Wer nicht mehr weiß, wann er aufhören sollte zu fasten, der rutscht leicht in eine Magersucht hinein. Diese Krankheit kann so weit gehen, dass der Körper in einen lebensbedrohlichen Zustand kommt und der oder die Betroffene nur durch ärztliche Hilfe gerettet werden kann.

Doch ganz so drastisch endet das Fasten Gott sei Dank nur in wenigen Fällen.

Nebenwirkungen

Viel häufiger merkt man den Menschen aber eine gewisse Gereiztheit an, wenn sie über längere Zeit hinweg fasten. Der ständige Hunger macht schlechte Laune, und dies sieht man den Menschen an.

Trinkt man beim Fasten auch noch zu wenig, so kann schnell eine Blasenentzündung entstehen, die oftmals mit Antibiotikum therapiert werden muss.

Dadurch, dass der Körper beim exzessiven Fasten zu wenige Nährstoffe bekommt, ist auch das körpereigene Immunsystem geschwächt. Die Folge ist, dass man häufig krank wird.

Einige Frauen, die zu lange fasten, merken aber beispielsweise auch einen unangenehmen Ausfluss aus der Scheide, was ebenfalls auf Bakterien im Körper zurückzuführen ist.

Bei bestehendem Abnehmwunsch die Ernährung umstellen

Wenn zu lange Zeit gefastet wird, fehlen dem Körper Vitamine und Nährstoffe, was sich durch gesundheitliche Beeinträchtigungen bemerkbar macht. Man sollte daher also nicht fasten, sondern seine Ernährung umstellen. So bekommt der Körper alle wichtigen Nährstoffe.

Die Gewichtsabnahme erfolgt dann zwar langsamer, aber deutlich gesünder.

Nach dem Hungern kommt der Jojo-Effekt - Fasten ist zum Abnehmen nicht geeignet

Glas Wasser, Maßband, Ausschnitt Zeitschrift "Diät"
diät © bilderbox - www.fotolia.de

Das Fasten war vor einigen Jahren noch ausschließlich religiös motiviert. Gläubige nutzten die Fastenzeit, die traditionell nach Karneval am Aschermittwoch beginnt und 40 Tage dauert, dazu ihren Körper und ihre Seele zu reinigen. Während des Fastens wird entweder gänzlich auf feste Nahrung oder ausschließlich auf Genussmittel verzichtet.

Gewichtsabnahme durch reinen Wasserverlust

Heutzutage sehen viele Menschen im Fasten aber auch eine Methode, um möglichst schnell an Gewicht zu verlieren. In der Tat findet vor allem in den ersten Fastentagen eine rasche Gewichtsabnahme statt, die aber in erster Linie auf den enormen Wasserverlust im Körper zurückzuführen ist. Der Stoffwechsel läuft während des Hungerns auf Sparflamme.

Weil dem Körper nicht genügend Energie über die Nahrung zugeführt wird, bedient er sich an den eigenen Reserven und zwar zunächst an den Kohlenhydratreserven, dann an den Eiweißreserven und erst danach am eingelagerten Fett.

JoJo-Effekt durch normales Essverhalten nach dem Fastenzeit

Sobald nach dem Fasten aber wieder normal gegessen wird, legt der Körper vermehrt Reserven an, um sich für eine erneute "Hungersnot" zu wappnen. Die Folge ist der berühmte Jojo-Effekt.

Experten raten daher vom Fasten als reine Methode der Gewichtsreduktion ab, da die Pfunde anschließend genauso schnell wieder auf den Hüften landen wie sie verschwunden sind.

Statt Fasten lieber gesund abnehmen

Am Aschermittwoch ist es wieder soweit: Die Fastenzeit beginnt.

Viele Menschen verzichten in der Zeit bis Ostern tagsüber auf das Essen bzw. vermeiden es zu Rauchen, Süßigkeiten zu essen oder auch Alkohol und Kaffee zu trinken. Unter religiösen Aspekten ist das Fasten eine gänzlich andere Art als beim Fasten mit dem Hintergrund des Abnehmens.

Mittlerweile werden mit der Nulldiät oder dem Fasten mit bestimmten Kuren auch und gerade im Bezug auf einen Gewichtsverlust geworben. Doch oft führen diese Fastenkuren zu zahlreichen Nebenwirkungen und Beschwerden. Hierzu zählen unter anderem ein Verlust an Muskelmasse, einem starken Mangel an wichtigen Nährstoffen oder auch Herz-Kreislaufprobleme. Als Unterstützung zu Beginn einer Diät kann man zwar auf so genannte Formula-Produkte zurückgreifen, doch auf Dauer ist auch das nicht die richtige Lösung für das Gewichtsproblem.

Wer also abnehmen möchte, sollte statt dem Fasten lieber auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung setzen und mehr Bewegung in den Alltag bringen.

Grundinformationen und Hinweise zum Fasten

  • Varianten, Tipps zur Durchführung und mögliche Nebenwirkungen und Gefahren des Fastens

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Eine Diät ist für jede Frau schwer © unpict - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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