Die Religion ist ein Phänomen, welches weltweit unabhängig in jedem Kulturkreis in irgendeiner Form auftritt und damit ein wichtiges Merkmal des Menschseins ist. Im Laufe der Geschichte der Menschheit kam es dabei zu Herausbildung von fünf Weltreligionen, welchen das Christentum und Judentum sowie der Islam, der Hinduismus und der Buddhismus zugeordnet werden können. Doch durch welche Glaubensinhalte sind diese fünf Weltreligionen eigentlich jeweils gekennzeichnet und wie viele Menschen gehören diesen heutzutage an?
Die meisten Anhänger hat heutzutage das Christentum mit geschätzten 2,2 Milliarden Anhängern. Das Christentum geht von der Dreieinigkeit Gottes aus, was traditionell als Vater, Sohn und heiliger Geist beschrieben wird. Beim Sohn handelt es sich um Jesus Christus, weshalb dessen Wirken vor etwa 2000 Jahren als ein Schlüsselereignis der Menschheitsgeschichte angesehen wird. So gehen Christen davon aus, dass Jesu durch sein Leiden eine Vergebung der Sünden ermöglicht habe und dass den Gläubigen das ewige Leben erwartet.
Die zweitgrößte Weltreligion ist der Islam. Diese Religion sieht nur einen einzigen Gott vor, welcher im arabischen Raum als Allah bezeichnet wird. Das Wort Gottes wurde den Menschen durch eine Vielzahl an Propheten überbracht, welchen neben Moses und Mohammed auch Jesus angehört. Zudem erwartet jeden Menschen am Tag seines Todes das jüngste Gericht, welches darüber entscheidet, ob man aufgrund seiner Vergehen mit dem Höllenfeuer bestraft oder mit dem Zutritt ins Paradies belohnt werden soll.
Der Hinduismus verfügt wiederum über etwa 900 Millionen Anhänger, welche sich vor allem in Indien befinden. Diese Glaubensrichtung geht davon aus, dass alle Lebewesen einen ewigen Kreislauf – den Samsara – durchlaufen. Nach dem Tod wird man deshalb als ein Lebewesen dieses Planeten wiedergeboren. Als was man wiederum wiedergeboren wird, hängt von der früheren Lebensführung und dem dabei gesammelten Karma ab.
Der Buddhismus mit seinen ungefähr 400 Millionen Anhängern ähnelt von der Grundauffassung her dem Hinduismus. So wird hier ebenso vom Samsara ausgegangen. Das Ziel ist dabei jedoch der Eintritt ins Nirwana und damit der Austritt aus den weltlichen Leiden. Die weltlichen Leiden werden wiederum durch die sogenannten drei Geistesgifte Hass, Verblendung und Gier provoziert, weshalb die buddhistische Lehre ein solches Verhalten strengstens verurteilt.
Letztlich kann noch das Judentum mit weltweit etwa 15 Millionen Anhängern genannt werden. Von der grundsätzlichen Glaubensausrichtung her ähnelt das Judentum dem Christentum, wobei vor allem eine Ausrichtung auf die Texte des alten Testaments und der Tora erfolgt.
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