30. September 2008
Geburtshäuser stellen nun bereits seit 20 Jahren in Deutschland eine Alternative zur klassischen Entbindung im Krankenhaus dar. Nun wird eine Entscheidung für ein Geburtshaus erstmals zur Kassenleistung.
Theoretisch besteht für werdende Eltern nun seit bereits zwei Jahrzehnten Entscheidungsfreiheit, ob sie ihr Kind lieber in einer Klinik oder in einem Geburtshaus zur Welt bringen möchten. Jedoch war dies auch immer eine Kostenfrage, da die Krankenkassen nur in Einzelfällen eine Entbindung im Geburtshaus unterstützt haben. Hierbei kann man mit bis zu 500 Euro rechnen.
Das hat sich nun geändert durch einen neuen Vertrag zwischen Krankenkassen und Geburtshäusern, der zum 27. Juni 2008 in Kraft getreten ist. Er schließt eine Qualitätssicherung der ambulanten geburtshilflichen Einrichtungen mit ein und sichert außerdem pauschal eine Kostenübernahme von 550 Euro pro Entbindung seitens der Krankenkassen zu. Das bedeutet für die Geburtshäuser eine wirtschaftliche Absicherung, für Schwangere mehr Entscheidungsfreiheit.
Mittlerweile gibt es in Deutschland rund 120 Geburtshäuser. Sie sind als Ergänzung zur klassischen Geburtshilfe in einer Klinik zu sehen, die die Versorgung im medizinischen Notfall natürlich nicht ersetzen kann, sich aber mit viel Natürlichkeit in Sachen Schwangerschaftsvorsorge, Geburtsvorbereitung und Wochenbettbetreuung um (werdende) Eltern und Neugeborene kümmern.
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