22. Oktober 2007
Heizstrahler stellen längst keine Relikte der Campingzeit mehr dar, sondern sind ebenso häufig als zusätzliche Heizmöglichkeit in privaten Haushalten wie auch als Wärmequelle in den Außenbereichen von Biergärten oder Straßencafés zu finden.

Es handelt sich - im Gegensatz zu den Camping-Heizstrahlern, die meist mit Gas betrieben werden - um elektrische Geräte, die, ähnlich einer Glühlampe, sich den elektrischen Strom zunutze machen. Dieser durchfließt einen Heizstab, der daraufhin Elektrizität in Wärme umwandelt und diese in Form von Infrarotstrahlen nach außen abgibt. Die Wärmeabgabe ist gleichmäßig und eine Aufheizphase nicht vorhanden. Ein Berührungsschutz umgibt den Heizstab, da dieser eine sehr hohe Temperatur annehmen und daher bei unsachgemäßer Handhabung ernsthafte Verbrennungen der Haut hervorrufen kann. Zusätzlich wird die Wärme durch einen Reflektor in eine oder mehrere bestimmte Richtungen gelenkt.
Die Heizstrahler kommen auf unterschiedlichen Gebieten zum Einsatz. So gibt es spezielle Modelle für den Wickeltisch, die mit einem besonderen Splitterschutz versehen sind und sich nach einiger Zeit von selbst abstellen.
Weitere Anwendung im Privathaushalt finden diese Strahler als zusätzliche Wärmequelle oftmals im Badezimmer. Weitere dagegen regeln als mobile Wärmequelle die Temperatur außerhalb des Hauses, beispielsweise auf der Terrasse.
In der Öffentlichkeit dagegen boomen die Geräte, meist auf langen Stangen aufmontiert, als eine Wärmequelle für Arbeiten im Freien (beispielsweise an Marktständen oder auf Baustellen) oder eine gemütliche Atmosphäre in den Außenanlagen, so dass die Gäste selbst in der kälteren Jahreszeit ihre Getränke unter freiem Himmel genießen können. Einer der Gründe für diese Beliebtheit ist sicher das zunehmende Rauchverbot, das die Raucher aus den Gastronomien nach draußen treibt.
Doch es existieren nicht nur positive Stimmen. Viele Umweltschützer und Politiker bezeichnen die Heizstrahler als "Energieschleudern" und fordern eine Reduzierung oder gar eine Aufhebung des Verkaufs der Geräte. Sie führen diese als mitverantwortliche Faktoren der globalen Erwärmung durch den Ausstoß an Treibhausgasen an und fordern auf, auf diese Form von Bequemlichkeit und Komfort zu verzichten.
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