31. Mai 2010
Fahrrad fahren hat viele Vorteile: es macht Spaß, ist gesund und spart Spritkosten. Doch ist der Drahtesel auch für Menschen mit angeschlagenem Rücken ein geeignetes Trainingsgerät?
Die Antwort ist: Ja. Radfahren auf einem ordentlich eingestellten und gut gefederten Rad gehört sogar zu den rückenschonendsten sportlichen Aktivitäten überhaupt. Also keine Angst, wer schon einmal von Wirbelsäulenproblemen betroffen war - für ein rückenschonendes Fahrrad ist noch nicht einmal viel Fachwissen nötig.
Dabei spielt allein schon die richtige Sitzposition eine entscheidende Rolle. Wenn man zu weit nach vorne gebeugt im Sattel sitzt, ist die Wirbelsäule nicht stabil genug und kann ihre tragende Funktion nicht aktivieren. Schon 15 bis 20 Grad Neigung des Oberkörpers nach vorne sind ausreichend, um den Rücken richtig zu stabilisieren und gleichzeitig die Tretbewegungen der Beine zu unterstützen. Wichtig ist auch die natürliche, leicht S-förmige Haltung des Rückens. So wird die untere Rückenmuskulatur beim Radfahren gekräftigt.
Um die optimale Fahrposition zu gewährleisten, sollte der Abstand zwischen Sattel und Pedalen so sein, dass die Beine während des Tretens nicht voll durchgestreckt werden, sondern stets leicht angewinkelt sind. Bei Bedarf sollte der Sattel auch nach vorne oder hinten verschoben werden, sodass die Kniescheibe bei waagerechter Stellung der Pedale senkrecht über der Pedalachse ist. Der Sattel selbst sollte in waagerechter Stellung bleiben, damit der Fahrer nicht nach vorne oder hinten rutscht.
Der Lenker ist so einzustellen, dass der Oberkörper die bereits angesprochene leichte Neigung hat. Zu vermeiden ist insbesondere eine überstreckte Halswirbelsäule - das kann unangenehm werden. Die Arme sollten beim Sitzen auf dem Fahrrad noch leicht angewinkelt sein, die Lenkerbreite entspricht etwa der der Schultern.
Bereits beim Fahrradkauf sollte man auf einige Punkte achten. So ist eine Vollfederung auf jeden Fall zu empfehlen, wenn man unter einem angeschlagenen Rücken leidet. Dadurch können die Stöße auf die Wirbelsäule um 35 Prozent gesenkt werden.
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