22. Juli 2009
Von Viola Reinhardt
Fahrradfahren ist gesund. Das steht außer Frage. Es ist gut für den Kreislauf, schont die Gelenke und trainiert den gesamten Körper. Viele Radfahrer leiden jedoch unter Rückenbeschwerden und wissen nicht warum. Der Rücken ist die Achillesferse des Radlers und muss daher besonders berücksichtigt werden.
Beim Fahrradfahren werden die Beine von ihrer täglichen Last befreit und das Gleichgewicht geschult. Das Herz-Kreislauf-System profitiert ebenso vom Radeln wie die Muskulatur. Viele Fahrradfahrer tun jedoch ihrem Rücken beim Radeln nichts Gutes, weil sie das Fahrrad einfach falsch eingestellt haben. Mit ein paar einfachen Handgriffen lässt sich dieses Problem aber lösen und der Rücken wird deutlich entlastet.
Ganz entscheidend beim Fahrradfahren ist, dass der Rücken gerade bleibt. Ansonsten wird es spätestens auf längeren Strecken schmerzhaft. Darum müssen Lenker, Sattel und Pedale aufeinander abgestimmt sein. Der Lenker beispielsweise sollte etwa 20 Zentimeter höher sein als die Oberkante des Sattels. Die Rahmenhöhe wird Idealerweise nach der Formel Innenbeinlänge abzüglich 25 Zentimetern ermittelt. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der Aufstieg nicht zu hoch liegt, damit das Auf- und Absteigen erleichtert und die Sicherheit erhöht wird. Er sollte darum am höchsten Punkt maximal 45 Zentimeter hoch sein.
Darüber hinaus sollte darauf geachtet werden, dass beim Lenker nicht nur die Höhe, sondern auch dessen Neigung verstellbar ist. Denn durch eine falsche Stellung der Handgelenke kann es ebenfalls zu Nervenstörungen und damit zu Schmerzen im Nacken oder Rücken kommen. Wichtig ist, dass das Gewicht des Körpers auf dem Gesäß liegt und nicht auf den Handgelenken. Der Lenker hat dann die richtige Breite, wenn die Arme leicht angewinkelt und die Hände maximal zwei, besser nur eine Handbreit neben der Schulterbreite liegen. An modernen Fahrrädern gibt es heute auch Lenker mit anatomisch geformten und abgefederten Handgriffen, die den Fahrkomfort erhöhen.
Um besonders Rücken schonend zu radeln, sollte der Fußballen genau über der Pedalachse liegen und senkrecht auf das Pedal drückt. So wird eine optimale Kraftverteilung erreicht, die Knie und der Rücken werden geschont. Mit einer Gangschaltung können die Anstrengungen an Hügeln zudem minimiert werden. Für den gesamten Körper gilt allerdings zunächst einmal, dass in den ersten fünf Minuten die Muskulatur erst einmal aufgewärmt werden sollte. Darum sollte hier nicht sofort mit voller Kraft gestartet werden, sondern lieber mit einem moderaten Tempo. Ist man ein Neuling im Sattel, dann tut man zudem gut daran, nach einigen Kilometern eine Pause einzulegen, um auch für die restliche Strecke fit zu sein.
Guter Bericht, durch die aufrechte Sitzposition entstehen allerdings schnell Schmerzen am Gesäß. Ich fahre seit ein paar Wochen einen Sattel m...
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