Magenverkleinerung Artikel

Durchführung einer Magenverkleinerung

Um krankhaftes Übergewicht wirksam zu bekämpfen, kann eine Magenverkleinerung sehr hilfreich sein. Dabei kommen verschiedene Methoden zur Anwendung.

Vor der Durchführung einer Magenverkleinerung führt der behandelnde Arzt ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten über den bevorstehenden Eingriff und informiert ihn über das Operationsverfahren und mögliche Komplikationen.

Außerdem ist eine intensive Ernährungsberatung nötig, da nach der Magenverkleinerung das Essverhalten stark umgestellt werden muss. Unmittelbar vor dem Eingriff sollte der Patient nüchtern sein. Das bedeutet, dass mindestens sechs Stunden vor der Operation keine feste Nahrung mehr aufgenommen werden darf.

Verfahrensmöglichkeiten

Für die Durchführung einer Magenverkleinerung, die unter Vollnarkose erfolgt, gibt es verschiedene Verfahrensmöglichkeiten. Dies sind die Vertikale Gastroplastik, das Magenband und der Magen-Bypass. Unter der Vertikalen Gastroplastik versteht man die Abtrennung von einem Teil des Magens.

Dadurch bildet sich ein kleiner Vormagen, der als Pouch bezeichnet wird und der nur eine begrenzte Menge an Nahrung aufnehmen kann.

Der Magenteil wird mit einer speziellen Klammernahttechnik abgetrennt. Danach umfasst der Vormagen lediglich 20-30 Millimeter. Vorgenommen wird die Gastroplastik über die Bauchhöhle.

Das Magenband

Auch bei einem Magenband, das anpassbar ist, schafft der Chirurg einen kleinen Vormagen. Dabei schlingt er ein Band aus Silikon um den Magenfundus. Dieses Silikonband lässt sich, ähnlich wie ein Fahrradschlauch, ballonartig mit Luft füllen. Durch diesen Effekt kann man die Größe des Vormagens durch das Einführen von Luft anpassen.

Dazu verlegt der Chirurg vom Magenband bis zum Unterhautfettgewebe des Bauchs einen Silikonschlauch. Der Ballon muss in der Regel mehrmals mit Luft gefüllt werden, bis der Vormagen schließlich seine optimale Größe erreicht. Im Gegensatz zur Gastroplastik lässt sich die Verkleinerung des Magens wieder leicht rückgängig machen.

Der Magen-Bypass

Eine weitere Methode ist ein Magen-Bypass. Dies ist ein minimal-invasiver Eingriff, der mit einem Laparoskop durchgeführt wird. Auch hier wird ein kleiner Vormagen von ca. zwanzig bis vierzig Millimetern Volumen geformt.

Dabei verlegt der Chirurg den ursprünglichen Ausgang des Magens und schließt ihn direkt an den Dünndarm an, wodurch die Nahrung gleich in den Dünndarm gelangt, anstatt erst den Zwölffingerdarm zu passieren.

Nach der Operation

Nach der Operation sollte sich der Patient an einige Regeln halten, damit der Eingriff ein Erfolg wird. Der Patient muss bei der Nahrungsaufnahme langsam essen und die Portionen dabei gut durchkauen. Tritt das Sättigungsgefühl ein, sollte das Essen beendet werden, auch wenn nur geringe Mengen verzehrt wurden.

Beachtet man dies nicht, kann es zu Erbrechen kommen. Zudem ist es ratsam, zuckerhaltige Getränke zu meiden, um den Erfolg der Operation nicht zu gefährden. Des Weiteren ist auch regelmäßige körperliche Bewegung sehr wichtig.

Risiken und Nebenwirkungen

Mögliche Nachwirkungen und Komplikationen einer Magenverkleinerung können Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall oder Infektionen sein.

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