14. Oktober 2009
Von Viola Reinhardt
Eine Diät jagt die andere, Fasten hilft genauso wenig als auch eine Ernährungsumstellung. Viele Menschen mit Adipositas, der Fettleibigkeit, sind wirklich bemüht von dem krankmachenden Übergewicht herunterzukommen und doch scheint nichts zu wirken. Hier kann dann ein Magenbypass mitunter eine wertvolle Unterstützung darstellen. Was es ist und wie es wirkt, soll hier einmal näher erklärt werden.
Der Bypass entstammt der englischen Sprache und bedeutet übersetzt Umleitung. Solch eine Umleitung wird unter Vollnarkose durchgeführt und benötigt einen Operationszeitraum von ein bis zwei Stunden. Fünf kleinere Schnitte werden angesetzt und unter dem Einbezug einer Minikamera, dann der Magen mit der Hilfe von Klammernähten, auch als Heftklammernähte bekannt, verkleinert.
Durch diese Verkleinerung wird der Magen auf etwa die Größe eines Tennisballs, oder anders ausgedrückt, auf 20ml geschrumpft, was dazu führt, dass eben der Magen an das Gehirn die Meldung weitergibt "ich bin satt". Ein komplettes Menü zu essen, ist dann nicht mehr möglich. Zudem muss man mit einem Magenbypass länger und besser kauen. Ein Portionsbeispiel ist etwa ein Gulaschwürfelstück, eine kleine Kartoffel und eine kleine Portion Gemüse. Versucht man weiter zu essen, dann zieht das unangenehme Folgen des Erbrechens nach sich.
Rund vierzehn Tage nach der Operation, kann ein Patient zunächst mit püriertem Essen sich langsam wieder an normale Mahlzeiten heranwagen und austesten, welche Dinge er gut verträgt und welche nicht. Mangelerscheinungen hinsichtlich fehlender Nährstoffaufnahme, können durchaus vorkommen, müssen aber nicht generell der Fall sein. Manche Patienten jedoch müssen für den Rest ihres Lebens mit Nahrungsergänzungspräparaten einem Mangel vorbeugen. Da in der Regel ein Magenbypass für die gesamte restliche Lebenszeit im Magen verbleiben sollte, sollte man sich im Vorfeld sehr eingehend informieren lassen und die Für und Wider gut abwägen. Zudem sollte man sich nur dann für einen Bypass entscheiden, wenn keine Diät, Ernährungsumstellung und ein intensives Sportprogramm eine langfristige Reduzierung des Gewichts zutage befördern.
Die Kosten für ein Magenband müssen in den meisten Fällen von den Patienten selbst getragen werden und nur nach Einzelfallentscheidung kann eine Krankenkasse die finanziellen Belastungen übernehmen. Hinsichtlich des durch ein Magenband verlorenen Gewichts, kann man im ersten Jahr bis zu 50kg abnehmen und im zweiten bis zu 40kg. Anhand dieser hohen Summen, lässt sich unschwer erkennen, dass ein Magenbypass wirklich nur dann angebracht ist, wenn man ein Gewicht von 130kg aufwärts aufweisen kann, wobei auch hier die Größe einen wichtigen Faktor darstellt. Nähere Informationen über das Thema sollte man sich in einem ausführlichen Gespräch bei seinem Arzt einholen.
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