27. Mai 2008
Von Elke Imle
Figurkomplexe sind keine Seltenheit. Vor allem Mädchen machen sich über die Möglichkeiten Gedanken, den Speck von den Hüften zu bekommen. Im Gegensatz zu den meist normalgewichtigen Mädchen, die sich eine Magenverkleinerung vorstellen können, wird diese Operation nur bei Menschen mit starkem Übergewicht durchgeführt. Der Body-Mass-Index (BMI) muss bei ungefähr 35 kg/m2 liegen.
Bei der Magenverkleinerung wird dem Patienten nach einer Vollnarkose ein Magenband aus Silikon eingesetzt. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, den Eingriff durchzuführen. Der Chirurg kann sich entweder für einen herkömmlichen Bauchschnitt oder für eine Bauchspiegelung entscheiden. Bei der Bauchspiegelung wird über einen kleinen Schnitt am Bauchnabel eine kleine Kamera eingeführt. Durch einen weiteren Schnitt führt der Arzt die anderen Instrumente in den Bauchraum wie zum Beispiel das Magenband. Durch das Band entstehen zwei Teile des Magens, die miteinander verbunden sind. In den Hauptteil des Magens gelangt die Nahrung erst langsam und nachdem sie durch den Vor-Magen gewandert ist. Dadurch verspürt der Patient weniger Hunger und isst weniger.
Nach der Operation muss in jedem Falle eine Diät eingehalten werden, um den Magen nicht zu stark zu belasten.
Bei der Operation selbst kann es zu Verletzungen von Organen kommen. Andere Komplikationen wie Blutungen oder Störung von Nerven können ebenfalls vorkommen.
Studien ergeben, dass die Operation wirklich dauerhaft wirkt, die gewünschte Gewichtsreduzierung also erreicht wird. Die Ärzte-Zeitschrift "JAMA" (The Journal of the American Medical Association) berichtet allerdings, dass laut einer neuen Studie das Risiko für übergewichtige Patienten höher liegt als bisher angenommen. Das bedeutet in Zahlen, dass die früher bekannte Todesrate der 30- bis 50-Jährigen die bei 1% lag nach oben hin, konkret zu 5%, korrigiert werden muss.
Da starkes Übergewicht zu Stoffwechselproblemen und weiteren Krankheiten führt, sind die Daten jeglicher Studien allerdings kritisch zu sehen. Übergewicht selbst kann als Todesgrund bezeichnet werden, weil es den Körper so stark belastet, dass die Lebensdauer erheblich verkürzt wird.
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