Luftholen ist doch ganz einfach. Denkt man. Allerdings zeigt sich bei einer näheren Betrachtung, dass sehr viele Menschen falsch ein- und ausatmen, regelrecht verkrampfen und dadurch nicht nur den Körper in Stress versetzen, sondern auch die innere Balance verlieren und auf Dauer auch organische Schäden den Weg bereiten. Atemtherapien können sowohl im Kleinen zuhause angewendet werden als auch unter einer fachkundigen Anleitung. Letzteres gilt besonders für das holotrope Atmen, dass mehr ist als nur eine reine Atemschulung und einer Führung durch die Atemreise bedarf.
In den 60er Jahren galt der Spruch "Sex, Drugs and Rock'n Roll" als Synonym für Freiheit und Friede. Genau in dieser Zeit war auch LSD ein beliebtes Mittel, um sich in andere geistige Sphären zu begeben, das unter anderem durch Professor Stanislav Grof auf seine Wirkungen und Vielfältigkeit untersucht wurde.
Da nach einiger Zeit in vielen Ländern das Konsumieren von LSD verboten wurde, konzentrierte sich der Professor auf eine der aus der LSD-Forschung entdeckten Komponente: Durch Atem in andere Bewusstseinszustände gelangen.
Hieraus entwickelte sich mit der Zeit das holotrope Atmen, das inzwischen von rund 500 Trainern an Klienten vermittelt wird, die unter einem inneren Ungleichgewicht, Stress sowie Blockaden in ihrem Inneren leiden.
Was macht diese in der Gruppe durchgeführte Atemreise nun so anders als andere Atemtherapiemethoden? Vieles, so zum Beispiel die Erkenntnis, dass man mit einem Hyperventilieren und bestimmter Musik zu einem veränderten Bewusstsein gelangen kann.
Das beschleunigte und sehr tiefe Atmen führt zur Hyperventilation, die dazu führt, dass das Gehirn zu wenig Sauerstoff erhält. Je nach Länge kann es dann tatsächlich dazu kommen, dass sich neue Erkenntnisse über den eigenen inneren Zustand offenbaren als auch ein Lösen von Stress.
Unterstützt wird das holotrope Atmen noch dadurch, dass bestimmte Musik abgespielt wird und auch Druckmassagen durch den Therapeuten angewendet werden. Auch ein anschließendes Malen von Mandalas sowie der Erfahrungsaustausch in der Gruppe gehören zu solch einer Atemreise dazu und schließen diese Atemreise nach 1,5 bis 3 Stunden ruhig und friedlich ab.
Eine Erfahrung kann dieses in der Gruppe angewendete holotrope Atmen tatsächlich sein, allerdings birgt gerade die Hyperventilation auch ihre Risiken, weshalb diese Atemübungen nicht für jeden Menschen geeignet sind. So sollte man von dieser Technik des Atems lieber Abstand nehmen, wenn man ernsthafte Herz-, Blutdruck- oder auch Gefäßbeschwerden und Erkrankungen hat.
Auch Schwangeren ist von dem holotropen Atmen abzuraten, was übrigens auch für Menschen gilt, die unter großen Ängsten oder auch psychischen Erkrankungen leiden. Aufgrund der Bewusstseinseinflüsse besteht nämlich durchaus die Gefahr, dass sich gerade die Ängste um ein Vielfaches während einer Atemreise verstärken und in der Folge massive Einschnitte im darauf folgenden Alltag auslösen.
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08.06.13 | |
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17.01.13 | |
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