14. Dezember 2009
Als medizinische Bäder bezeichnet man therapeutische Heilbäder. Sie gehören zur Balneologie und dienen zur Behandlung von unterschiedlichen Krankheiten und Beschwerden.
Ziel und Zweck von medizinischen Bädern ist die Behandlung von verschiedenen Krankheiten und Beschwerden durch die Anwendung von heilenden oder lindernden Zusätzen. Dazu zählen beispielsweise das Bewegungsbad, das Solebad, das Kräuterbad, das Schwefelbad, das Stangerbad oder das Moorbad.
Medizinische Bäder gehören zum Bereich der Balneologie und zählen zu den Standardtherapien von Kurbetrieben, physiotherapeutischen Praxen und Sanatorien. Balneotherapien (Bäderbehandlungen) werden schon seit langer Zeit durchgeführt und dienen als ergänzende Maßnahme zur Behandlung und Linderung von zahlreichen verschiedenen Krankheiten und Beschwerden. Auch im Rahmen einer Physiotherapie können medizinische Bäder zur Anwendung kommen. Normalerweise werden medizinische Bäder vom Arzt verordnet und im Rahmen von Kuren durchgeführt.
Angewandt werden medizinische Bäder unter anderem bei zahlreichen Hautkrankheiten, Rheuma, Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen, Nierenerkrankungen, sowie bei Muskel- und Gelenkbeschwerden. Zudem haben medizinische Bäder einen positiven Effekt auf das Immunsystem, dienen zur Förderung der Durchblutung und tragen zur Senkung des Blutdrucks bei. Durch den Auftrieb des Wassers werden Muskeln und Gelenke deutlich entlastet, sodass Bewegungen, die im Normalfall kaum noch möglich sind, im Wasser wieder ausgeführt werden können. Weiterhin wirkt warmes Wasser schmerzlindernd bei zahlreichen Beschwerden.
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