Sportverletzungen - Ursachen, Symptome und Behandlung

Junge in Fußballtrikot liegt auf dem Bauch auf dem Rasen, die Hände auf dem Kopf

Die Entstehung von Sportverletzungen und wie man sie erkennen und behandeln kann

Als Sportverletzungen bezeichnet man Verletzungen, die beim Ausüben von Leistungs- oder Freizeitsport entstehen. Allein 20 Prozent aller Unfälle in Deutschland sind Sportunfälle.

Definition

Im Freizeit- und Leistungssport sind Sportverletzungen weit verbreitet. Sportunfälle machen rund 20 Prozent aller Unfälle in Deutschland aus. Dabei ziehen sich mehr als zwei Millionen Sportler pro Jahr in der Bundesrepublik Sportverletzungen zu. Und die Tendenz steigt dabei noch.

Zu den häufigsten Sportverletzungen zählen:

Zudem gibt es Sportverletzungen, die typisch für bestimmte Sportarten sind. So kommen:

Ursachen

In fast allen Sportarten kommt es auch zu Sportverletzungen. Besonders körperbetonte Sportarten wie zum Beispiel Fußball, Eishockey oder Boxen oder Sportarten, die hohe Geschwindigkeiten aufweisen wie Skifahren oder Radfahren, weisen ein erhöhtes Risiko für Verletzungen auf.

Sehnen- und Muskelrisse

Hauptursache für Verletzungen sind in der Regel Stürze. Diese können bei einem Zweikampf während des Fußballspielens passieren oder bei einem Sturz auf der Skipiste. Kommt es dabei auch noch zu Verdrehungen der Gelenke und zu einer Überstrapazierung der Bänder, können Verletzungen wie Kreuzbandrisse, Innenbandrisse oder Außenbandrisse im Sprunggelenk die Folge sein.

Aber auch Risse von Sehnen und Muskeln kommen häufig vor. Diese entstehen durch Überbelastung der Sehnen. Wenn dann auch noch ein Tritt auf eine Sehne wie zum Beispiel die Achillessehne hinzukommt, kann diese reißen, was beim Fußball oder Handball häufiger passiert.

Sehnen der Fingergelenke können bei Sportarten wie Basketball oder Volleyball in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei Kampfsportarten wie Boxen, Judo und Karate ist die Verletzungsgefahr noch größer.

Platzwunden und Frakturen

In vielen Sportarten sind auch Platzwunden oder Frakturen von Jochbein oder Nasenbein keine Seltenheit, wenn es zu Zusammenstößen zweier Sportler kommt. Auch die Zähne können in manchen Fällen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Eine Überbelastung beim Training gilt als typische Ursache für Sportverletzungen; besonders Kinder sind zunehmend davon betroffen...

Mehr Sportverletzungen und Schäden durch sportliche Überlastung bei Kindern

Turnen, Fußball, Leichtathletik: Wenn Kinder intensiv Sport treiben, bleiben Sportverletzungen nicht aus. Doch die Zahl der Sportunfälle hat in den letzten Jahren zugenommen.

Neben Akutverletzungen treten vermehrt orthopädische Sportschäden durch Überlastung auf. Kinderchirurgen und Orthopäden warnen vor exzessivem Training.

Überlastungsschäden durch intensive Sportprogramme

Nahezu 50 Prozent aller Sportschäden bei Kindern entstehen durch zu umfangreiche Trainingsmaßnahmen. Etwa 5 bis 6 Prozent der Sportverletzungen treten beim Schulsport auf. Ähnlich hoch ist die Zahl der Kinder, die sich beim Vereinssport oder bei sportlichen Aktivitäten in der Freizeit verletzen.

Bei Leistungsschwimmern ist häufig die Schultermuskulatur betroffen, Turner haben öfter Wirbelsäulenprobleme, Reiter sind einem erhöhten Risiko für Kopfverletzungen ausgesetzt.

Vor allem für Kinder im Wachstum kann ein zu intensives Sportprogramm zu Überlastungsschäden an Gelenken, Sehnen und Muskeln führen. Die Knochen von Kindern sind besonders gefährdet, da sie sich in Schüben weiterentwickeln. Durch permanente körperliche Überlastung drohen tückische Sportverletzungen, die Sehnenentzündungen, Brüche, Verformungen der Füße oder Wachstumsstörungen verursachen können.

Welche Sportarten gelten als besonders gefährlich?

Prinzipiell birgt jede Sportart ein Verletzungsrisiko, doch einige gelten als besonders gefährlich.

  • Dressur- oder Springreiten geht mit einem hohen Verletzungsrisiko einher. Das Risiko besteht schon deshalb, weil sich das Verhalten des Pferdes nie genau einschätzen lässt. Bekommt das Tier einen Schreck und geht durch, erhöht sich die Verletzungsgefahr drastisch. Bei einem schweren Sturz vom hohen Pferdrücken drohen ernsthafte Verletzungen von Brüchen über Schädel-Hirn-Traumata bis zu Querschnittslähmungen
  • Auch beim Fußball kommt es immer wieder zu Sportverletzungen. Prellungen, Verstauchungen, Bänderrisse, Gehirnerschütterungen und Knochenbrüche gehören zu den typischen Fußball-Verletzungen. Ein Großteil der Verletzungen betrifft die Beine und Füße der Spieler.
  • Cheerleader sind ebenfalls nicht selten von Sportverletzungen betroffen. Ein hohes Risiko für Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen besteht insbesondere für die Flyer. Schon ein geringer Fehler kann zu Stürzen mit schwerwiegenden Folgen führen
  • In der Leichtathletik kommt es seltener zu Kopfverletzungen, dennoch ist das Risiko für Muskelfaserrisse, Sehnenentzündungen oder Knieverletzungen hoch - vor allem bei intensiven Trainingseinheiten zur Wettkampfvorbereitung

Ebenso werden Sportarten wie Eishockey, American Football und verschiedene Kampfsporttechniken, Skateboard- und Snowboardfahren sowie Inline-Skating und Mountainbiken als sehr risikoreich eingestuft.

Sportmedizinische Betreuung bei starker Belastung

Talentierte Kinder fangen schon früh mit dem Sporttraining an. Oft sind die Ansprüche von Eltern oder Trainern allerdings überzogen.

Zu umfangreiche Trainingseinheiten können eine Reihe von Beschwerden auslösen, die jedoch oft als normale Trainingsfolgen eingestuft werden. Durch Unkenntnis entstehen häufig erhebliche Beeinträchtigungen, die zu bleibenden Schäden an Knochen, Muskeln und Gelenken führen.

Experten empfehlen daher bei starker Trainingsbelastung zu einer sportmedizinischen Betreuung, bestenfalls bei einem Orthopäden mit entsprechender Zusatzausbildung. Gerade wenn Kinder Leistungssport betreiben, ist eine engmaschige Kontrolle beim Kinderorthopäden wichtig. Gute Orthopäden achten insbesondere auf Veränderungen der Wirbelsäule, der Beinachsen und Beinlängen sowie auf Deformationen der Füße.

Ebenso wichtig ist Geduld, denn Kinder, die im Wachstum sind, machen durchaus immer wieder Rückschritte. Diesen Umstand sollten sowohl Eltern als auch Trainer berücksichtigen.

Lieber mehrere Sportarten betreiben: Spezialisierung führt zu mehr Verletzungen

Wechselnde Bewegungsabläufe sind ausschlaggebend für eine gesunde sportliche Betätigung

Auswahl an Sportbällen, wie Fußball, Basketball, Football, Tennisbälle, Golfbälle
Sports Equipment © JJAVA - www.fotolia.de

Jeder Mensch sollte zumindest moderaten Sport betreiben, damit der Körper eine gesunde Fitness aufbauen kann. Welche Sportarten gewählt werden, hängt von den persönlichen Vorlieben sowie den örtlichen und körperlichen Voraussetzungen ab. Doch egal, wofür man sich am Ende entscheidet, ideal ist es, wenn man statt einer Sportart mindestens zwei wählt. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle US-Studie.

Überlastungsschäden durch Spezialisierung

Die Forscher begleitete 300 Jugendliche in der Oberstufe. Zu Beginn der Studie wurden die Teenager gefragt, ob sie gern Sport treiben und welchen Aktivitäten sie dabei im Detail nachgehen.

  • 35 Prozent gaben an, sportlich inaktiv zu sein,
  • weitere 35 Prozent waren sportlich, widmeten sich aber nur einer Sportart intensiv.
  • Die übrigen 30 Prozent trieben gern Sport und waren dabei nicht auf eine Sportart spezialisiert.

Insgesamt begleiteten die Forscher alle Kinder für ein Jahr. Dabei zeigte sich, dass Sportfans mit klarer Spezialisierung häufiger an Überlastungsschäden litten. Da Muskulatur und Gelenke immer wieder die gleichen Bewegungen machen müssen, belastet sie das mehr.

Fordern ohne zu überfordern

Vor allen Dingen Verletzungen am Knie und an der Hüfte kamen regelmäßig vor. Besser ging es all jenen, die verschiedene Sportarten praktizierten und so immer wieder wechselnde Bewegungsabläufe trainierten. Laut der Studie sei dies die beste Art, den Körper zu fordern, ohne ihn zu überfordern.

Untrainierte verletzten sich nicht leichter als erfahrene Sportler

Wer nur gelegentlich Sport treibt, hat kein höheres Verletzungsrisiko als Trainierte, berichtet die Apotheken Umschau. Das belegen Ergebnisse der ersten repräsentativen Studie zum Auftreten von Sportverletzungen in Deutschland.

Wissenschaftler der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg werteten dafür die Daten von 7100 Männern und Frauen im Alter von 18 bis 79 Jahren aus: Ergebnis: Die Angst, sich als Untrainierter leichter zu verletzen, ist unbegründet.

Sportunfälle bei Senioren selten

Nur rund fünf Prozent der über 50-Jährigen, aber dreimal so viele jüngere Leute verletzen sich im Laufe eines Jahres beim Sport, berichtet die Apotheken Umschau. Das geht aus dem „Nationalen Gesundheits-Survey“ hervor, für den Mediziner der Orthopädischen Uniklinik Heidelberg entsprechende Daten zusammengetragen haben.

Dazu sagt der Heidelberger Medizinsoziologe Dr. Sven Schneider: „Die Angst, sich als Untrainierter eher zu verletzen, ist unbegründet. Es spricht nichts gegen einen Einstieg im höheren Alter.“

Frauen ziehen sich deutlich mehr Verletzungen durch Sport zu als Männer

Sport ist Mord - dieses Sprichwort kommt wohl häufiger aus dem Frauenmunde, als aus dem Mund eines Mannes. Denn Frauen verletzen sich laut einer Studie öfter als Männer. Je nachdem, welche Sportart Frauen ausüben, verletzen sie sich 2-6 Mal so häufig wie Männer. Dabei sind ofmals Knie und Schulter von der Sportverletzung betroffen.

Sportverletzungen bei Frauen treten nicht nur häufiger auf, sondern sind auch oftmals schlimmer als beim männlichen Geschlecht. Dies liege laut Experten daran, dass viele Sportarten nur auf Männer zugeschnitten sind.

Neue Studie zu Sportverletzungen: Mädchen fallen häufiger vom Pferd

Sportunfälle sind nach Verletzungen im Haushalt die zweithäufigste Verletzungsursache in Deutschland. Dies betrifft nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche.

Mädchen und Jungen sind in gleichem Maße betroffen - allerdings mit einer Ausnahme. Dies zeigt eine aktuelle Studie mit fast 18 000 Heranwachsenden.

Fast acht Prozent der Jugendlichen gaben an, sich in den vergangenen zwölf Monaten eine Sportverletzung zugezogen zu haben. Als häufigsten Grund nannten sie einen Zusammenstoß (37,4 Prozent) oder einen Sturz. Auf dem Sportplatz (30,4 Prozent) ist es zudem gefährlicher als im Schwimmbad. Dort kommen nur 3,2 Prozent aller Unfälle vor.

Männliche Jugendliche sind häufiger von Sportverletzungen betroffen als weibliche, da insgesamt mehr Jungen einem Sport nachgehen als Mädchen. In 60 Prozent aller Unfälle treten Verstauchungen, Prellungen oder Überdehnungen auf. Bei 88 Prozent dieser Verletzungen reichte eine ambulante Behandlung aus.

Bei einer Verletzungsart lagen Mädchen jedoch unangefochten an der Spitze: So hatten elf Mädchen einen Reitunfall, während sich die befragten Jungen alle sicher im Sattel behaupten konnten.

Erhöhtes Verletzungsrisiko für junge Sportler, wenn sie sich frühzeitig auf eine Sportart festlegen

Kinder und Jugendliche, die sich in jungen Jahren auf eine bestimmte Sportart spezialisieren erhöhen das Risiko von Sportverletzungen. Zu dieser Erkenntnis kamen amerikanische Forscher, die über drei Jahre hinweg Sportverletzungen bei Kindern dokumentierten, welche aktiv in einem Verein trainieren.

Das Risiko entsteht, wenn die Trainingszeit im Verein mehr Stunden pro Woche beträgt, als sie Jahre alt sind. Durch permanente Überbelastung sind vor allem Knorpelschäden und Stressfrakturen die Folgen. Aus diesem Grund sollte das Training im Verein nicht überhand nehmen.

Verlauf

Der Verlauf einer Sportverletzung hängt stets vom Ausmaß der Verletzung ab. Oftmals können leichte Schäden auch selbst behandelt werden. Kommt es jedoch zu schwerwiegenden Verletzungen, ist eine ärztliche Behandlung erforderlich.

Neuer Knie-Check für Sportler nach Kreuzbandriss soll zu frühe Rückkehr zur Aktivität verhindern

Beine eines jungen Skifahrers
teen active skier © Eric Coïa - www.fotolia.de

In den Wintermonaten steigt die Zahl der Kreuzbandrisse wieder, wenn sich in den Alpenländern zahllose Wintersportler auf den Berghängen tummeln. Etwa drei Viertel dieser Verletzungen müssen operativ behandelt werden, so dass das gerissene Kreuzband wieder zusammengefügt werden kann.

Problematisch ist jedoch noch immer die Beurteilung des Heilungsverlaufs und der beste Zeitpunkt zur Rückkehr in den Beruf und zu sportlichen Aktivitäten.

Knie-Check verrät Heilungsstatus

Sportwissenschaftler der Universität Innsbruck haben daher nun einen neuen Knie-Check entwickelt, bei dem in sieben unterschiedlichen Tests die Kraft, Koordination und Sensomotorik des verletzten Knies geprüft werden.

Der Test dauert etwa 40 Minuten und vergleicht den Status des Knies mit den Normwerten gesunder Menschen. Erst wenn der Test erfolgreich absolviert wurde, können die Patienten wieder ihr Alltagsleben aufnehmen.

Patienten trauen sich zu viel zu

Mit dem neuen Test soll vor allem das Rückfallrisiko gemindert werden. Derzeit erleidet jeder fünfte junge Patient zwischen 15 und 25 Jahre eine erneute Kreuzbandverletzung, weil die alte noch nicht richtig ausgeheilt war und zu früh wieder mit dem Sport begonnen wurde.

Patienten überschätzen ihre Leistung häufig und trauen sich weit mehr zu, als ihr heilendes Knie zu diesem Zeitpunkt verträgt.

Symptome

Differenziert werden Sportverletzungen in:

  1. endogene Verletzungen
  2. exogene Verletzungen

Bei einer endogenen Verletzung zieht sich der Sportler die Blessur durch Überbeanspruchung während des Wettkampfes oder aufgrund von falschem Training zu. Eine exogene Verletzung hingegen entsteht oftmals durch eine sportliche Auseinandersetzung mit dem Gegner.

Am häufigsten unter den Sportverletzungen vertreten sind:

  1. Prellungen und Verstauchungen (35,5 Prozent)
  2. Knochenfrakturen und Verrenkungen (28,4 Prozent)
  3. Verletzungen von Bändern, Muskeln und Sehnen (22,5 Prozent)

Je nach Verletzungsart zeigen sich die Blessuren durch unterschiedliche Symptome; typisch sind mitunter

Verletzungsgefahr für Kinder - Sport mit der Spielkonsole

Vorwiegend männliche Verletzte - Prellungen, Verstauchungen und Co. auch beim "Konsolensport"

Spielekonsolen
jeux video © KiWiE - www.fotolia.de

Wer für den täglichen Sport nicht nach draußen gehen möchte, der kann es ja mal an der Spielkonsole versuchen. Ob Tennis, Aerobic oder Fitnesstraining, all das und mehr kann man jetzt auch Zuhause am Bildschirm machen. Da man sich dabei aber auch ganz gut bewegen muss, kommt es manchmal zu den gleichen Verletzungen wie sie auch beim normalen Sport passieren können.

Verletzte sind im Durchschnitt männliche Jugendliche von 16,5 Jahren

Eine amerikanische Studie zeigte, dass auch beim Sport an der Spielekonsole typische Sportverletzungen wie Schürfwunden, Prellungen oder Verstauchungen entstehen können.

Insgesamt gab es in den USA von 2004 bis 2009 zwar nur 700 gemeldete Sportverletzungen die durch "Konsolensport" verursacht wurden, aber was auffällig war, ist, dass 53,3% der Patienten männliche Jugendliche mit einem Durchschnittsalter von 16,5 Jahren waren.

Die Forscher empfehlen allen Eltern daher, dass Kinder, die jünger als zehn Jahre sind, nicht alleine Sport mit einer Spielekonsole machen sollten, da das Verletzungsrisiko einfach zu groß ist. Auch sollten keine Kleinkinder im näheren Spielumkreis sitzen, da sie durch die Ausholbewegung eines anderen Spielers verletzt werden könnten.

Vorsicht beim Trendsport - Kinderchirurgen sehen erhöhtes Risiko

Sport an sich ist etwa sehr Gesundes und wenn Sport im Trend ist und damit Kinder zur Bewegung animieren kann, freuen sich Eltern und Ärzte. Allerdings sind bei den aktuellen Trendsportarten auch enorme Verletzungsquellen vorhanden und darauf weist die „Deutsche Gesell­schaft für Kinderchirurgie“ aktuell verstärkt hin.

Zu den Trendsportarten zählen unter anderem Snowboarden und Downhill-Biken. Außerdem ist bei den Jüngeren das Trampolin­springen ganz hoch oben im Kurs. Bei all diesen Sportarten kann man sich schnell verletzen. Gerade zu Anfang, wenn man ungeübt ist, aber auch später, wenn die Kinder mit mehr Selbstvertrauen ausgestattet sind auch wagemutiger werden, kommt es zu Stürzen.

Nicht selten endet ein solcher Sturz dann mit einem Knochenbruch. Statistiken der Kinderchirurgen zeigen, dass mit bis zu 75 Prozent die Armbrüche am häufigsten vorkommen. Bei Stürzen versuchen die Kinder sich instinktiv mit den Armen abzufangen und das kann die Knochen brechen lassen. Besonders die Unterarme und Handgelenke erleiden dann schnell Frakturen. Allerdings sind auch Schädelverletzungen trauriger Alltag und in manchen Fällen müssen die jungen Patienten mit Hirnblutungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Eltern sollten daher ihre Aufsichtspflicht beim Sport sehr ernst nehmen und die Kinder zudem mit ausreichender Schutzausrüstung versorgen. Knie- und Armschoner können ebenso nützlich sein wie ein Fahrradhelm.

Diagnose

Spezialisiert für die Diagnose, Therapie und Nachsorgebehandlung von Sportverletzungen ist das medizinische Teilgebiet der Sportmedizin. Um Sportverletzungen zu diagnostizieren, sind neben den manuellen Überprüfungen der Körperfunktionen auch technische Hilfsmittel wie Röntgenaufnahmen oder Kernspin-Tomographien erforderlich, um das Ausmaß einer Sportverletzung beurteilen zu können.

Mobile Ultraschallgeräte ermöglichen direkt vor Ort eine erste Notfalldiagnostik von Sportverletzung

Arztpraxis: Ultraschall der Schulter, Sonographie
Ultraschall der Schulter, Sonographie © Sven Bähren - www.fotolia.de

Sport ist nicht nur gesund, sondern birgt zudem eine erhebliche Verletzungsgefahr. Besonders hoch ist diese Gefahr beim Fußball, bei dem Teams mit 25 Spielern im Schnitt mit fünf Verletzungen pro Saison konfrontiert werden.

Als häufigste Verletzungen sind Muskelverletzungen, wie etwa an den Adduktoren, am Quadrizeps und am Musculus gastrocnemius (Zweiköpfiger Wadenmuskel) sowie sogenannte Hamstring-Verletzungen, zu nennen. Aber auch Verletzungen der Bänder, Sehnen und Gelenken sind keine Seltenheit.

Neue technische Möglichkeiten

Die Art und Schwere der Verletzungen zu diagnostizieren, verlangte bisher zumeist nach einem Besuch in einer Praxis oder einem Krankenhaus. Mittlerweile gibt es aber tragbare Ultraschallgeräte, die neben einer ersten Notfalldiagnostik am Spielfeldrand sogar eine Sofortsonografie zwischen Minorverletzungen, bei denen die verletzungsbedingte Ausfalldauer von Fußballern respektive Sportler bloß wenige Tage beträgt, und Majorverletzungen, deren vollständige Genesung einen Monat oder länger benötigt, erlauben.

Nachdem sich die kompakten Mobilultraschallgeräte, die heutzutage etwa die Größe eines handlichen Tablet-PCs haben, beim Fußball etabliert haben, sollen sie fortan auch bei anderen potenziell gefährlichen Sportarten, wie etwa dem Laufen oder Radrennfahren, verstärkt zum Einsatz kommen.

Behandlung

Kommt es zu einer Sportverletzung an Armen oder Beinen, kann zunächst einmal die so genannte PECH-Regel als Erste Hilfe-Maßnahme angewendet werden. Die bewährte Regel steht dabei für:

  1. Pause und Ruhigstellung (P)
  2. Kühlung mit Eis für ca. 15-20 Minuten (E)
  3. das Anlegen eines Kompressionsverbandes (C)
  4. Hochlagerung des angeschlagenen Körperteils (H)

Die PECH-Regel lässt sich bei vielen Symptomen anwenden, etwa bei:

  • Hämatomen (Blutergüssen)
  • Prellungen
  • Verrenkungen
  • Verstauchungen
  • Muskelverletzungen
  • Bänderverletzungen
  • Sehnenrissen
  • Meniskusrissen

In schweren Fällen, wie zum Beispiel bei einem Riss, muss anschließend ein Arzt aufgesucht werden. Dieser entscheidet nach der Diagnose, ob eine konservative oder operative Therapie erforderlich ist.

Wundversorgung

Kommt es zu blutigen Wunden, werden diese desinfiziert und mit einem Pflaster oder einer Kompresse versorgt. Größere Wunden müssen vom Arzt begutachtet werden, da diese unter Umständen genäht oder geklammert werden müssen. Bei Knochenbrüchen sollte der Verletzte so wenig wie möglich bewegt und ein Arzt verständigt werden.

Schnelle Hilfe bei Muskelverletzungen - was bei welchen Beschwerden hilft

Grafik junger Mann zeigt seine Armmuskeln
anatomy of the man, muscular man. © Patrick Hermans - www.fotolia.de

Damit wir uns bewegen können, stehen uns 400 Skelettmuskeln zur Verfügung. Jeder einzelne Muskel wird aus mehreren Muskelfasern zusammengesetzt, welche wiederum aus Myofibrillen bestehen. Damit ein Bewegungsablauf stattfinden kann, schickt unser zentrales Nervensystem bestimmte Impulse an unsere Muskeln.

Wer seine Muskulatur trainiert, erhöht damit die Zahl der Myofibrillen. Man sollte stets darauf achten, das Training an seine Fitness anzupassen, um Überlastungen und damit möglichen Muskelverletzungen vorzubeugen.

Verspannungen und Muskelkater

Zu den häufigsten Beschwerden der Muskeln gehören Verspannungen. Diese entstehen vermehrt durch Fehlhaltungen oder Zugluft. Wärme hat sich hierbei als besonders effektives Mittel gezeigt, wie zum Beispiel als Pflaster, Salbe oder Kissen. Zur Vorbeugung sollte man sich vor dem Sport stets aufwärmen.

Ebenfalls oft entsteht der Muskelkater. Hier handelt es sich um kleine Risse im Gewebe der Muskeln. Bemerkbar machen sich diese meist erst einige Tage nach der körperlichen Betätigung. Damit die Beschwerden schnell wieder verschwinden, sollte man sich schonen und höchstens sanfte Gymnastikübungen durchführen. Als Vorbeugung gilt es, die Intensität beim Muskeltraining nur langsam zu steigern.

Zerrungen und Muskelfaserrisse

Unter Zerrungen leiden vor allen Dingen diejenigen, die eine Ballsportart ausüben, da es hier häufig zu Sprüngen und plötzlichen Richtungswechseln kommt. Wird trotz Schmerzen weiter trainiert, kann es zu Muskelfaserrissen kommen. Wichtig ist es jetzt, das Training sofort zu pausieren und die entsprechende Stelle zu kühlen.

Risse der Muskelfaser werden als plötzlich stechender Schmerz beschrieben. Es kommt zur Schwellung und einem blauen Fleck. Auch hier sollte gekühlt werden, zudem ist Hochlagern hilfreich. Bis zu vollständigen Genesung können Wochen bis Monate vergehen.

Prellungen und Muskelkrämpfe

Kommt es zur Quetschung eines Muskels im tieferen Gewebe gegen den Knochen, entsteht eine Prellung, welche mit einem Hämatom und einer Schwellung einhergeht. Zur Behandlung eignen sich Salben mit Beinwell oder Arnika.

Muskelkrämpfe entstehen häufig nachts. Hierbei kann Magnesiummangel die Ursache sein. Um diesen zu beheben, sollte auf Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Nüsse geachtet werden. In manchen Fällen ist die Einnahme eines entsprechenden Nahrungsergänzungsmittels zu empfehlen.

Richtig kühlen bei Sportverletzungen

Viele Sportverletzungen wie Prellungen, Verstauchungen oder auch Zerrungen sollten schnell mit Hilfe von Eiswürfeln, Kühlkompressen oder Eisspray gekühlt werden. Professor Dr. Martin Schulz von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände empfiehlt bei dem Umgang mit Kühlkompressen immer ein dünnes Tuch zwischen Haut und Kühlkompressen zu legen, damit es nicht zu Unterkühlungen kommt.

Die Schmerzen können verstärkt werden, wenn zu stark gekühlt wird und nach Entfernung der Kühlung eine stärkere Durchblutung einsetzt. Sportverletzungen sollten nach dem PECH-Prinzip, Pause-Eis-Compression-Hochlagern, behandelt werden. Wenn eine Sportverletzung nach drei Tagen und einer Behandlung mit Salben oder Sportgelen nicht abgeklungen ist, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Die Folgen von Sportverletzungen lassen sich durch die richtige Erstversorgung mildern

Dass bei Sportverletzungen Kühlen eine der wichtigsten Maßnahmen ist, beherzigen heute schon viele Sportler. Aber: „Kühlen ist nicht gleich kühlen“, mahnt Dr. Ulrich Kämpfe, Allgemeinmediziner aus Bad Gögging im „HausArzt-Patientenmagazin“. Es reiche nicht, mal eben kurz einen Eisbeutel auf die schmerzende Stelle zu legen.

„Um das Gewebe gut zu kühlen, müsse Sie es dem Kältereiz dauerhaft aussetzen“, erklärt er. Seine Empfehlung: 15 bis 20 Minuten kühlen, dann 15 Minuten Pause einlegen und diesen Zyklus mehrmals wiederholen – „bei kleineren Verletzungen ruhig bis zu 24 Stunden, bei schwerwiegenderen, wenn möglich, sogar bis zu 48 Stunden.“

Damit die Kälte die Haut nicht schädigt, sollte man etwas unterlegen, zum Beispiel ein Handtuch. Sportmediziner Kämpfe rät, den Eisbeutel mit einer elastischen Binde straff zu fixieren, um zwei Ziele auf einmal zu erreichen: Kühlen und Komprimieren.

Erste Hilfe - So werden Sportverletzungen richtig behandelt

Pause, Eis, Compression, Hochlagerung - die PECH-Regel als Erste-Hilfe-Maßnahme bei Sportverletzung

Fußballspieler richtet verletztes Bein eines am Boden liegenden anderen Spielers, hält Wade, keine Gesichter sichtbar
Injury © Jana Lumley - www.fotolia.de

Wer regelmäßig Sport treibt, hat sich sicherlich schon die ein oder andere Verletzung zugezogen. Zerrungen, Stauchungen und Co. entstehen dabei meist durch die Selbstüberschätzung des Sportlers, der den eigenen Körper zu stark beansprucht hat. Um die Verletzung möglichst zügig behandeln zu können, sollte man immer einen gut gefüllten Medizinschrank zuhause haben.

Prinzip der PECH-Regel

Zur Orientierung bei der Behandlung von Sportverletzungen hat sich die sogenannte PECH-Vorgehensweise (Pause, Eis, Compression, Hochlagerung) bewährt. Nach dem Unfall sollte man das verletzte Körperteil zunächst ruhig stellen um unnötige Bewegungen und eventuelle Verschlimmerungen zu vermeiden, anschließend sollte die Verletzung mit Eisspray oder einem Kühlpad gekühlt werden. Dabei sollte man jedoch ein Tuch zwischen Haut und Kühlung legen, damit keine Erfrierungen entstehen.

Auch ein Druckverband kann vor weiteren Schäden schützen und stellt die betroffene Stelle zusätzlich ruhig. Dieser sollte jedoch nicht zu fest geschnürt werden, da sich sonst das Blut staut. Das Hochlagern verhindert bei Wunden zu starke Blutungen und unterstützt die Schwellung beim Abklingen. Salben oder Gels können dabei ebenso hilfreich sein. Schwerere Verletzungen jedoch erfordern immer den ärztlichen Rat.

Hobby-Fußballer sollten kleine Verletzungen ernst nehmen und auskurieren

Kleine Verletzungen bei der Jagd nach dem runden Leder sollten Hobby-Fußballer nicht auf die leichte Schulter nehmen. Prof. Holger Schmitt von der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) warnte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass die Folge nicht ausgeheilter Verletzungen etwa Arthrose sein könne.

Betroffen von Blessuren seien bei Fußballern vor allem die Kniegelenke und die Hüften. Der Experte rät zum Vorbeugen und bei beginnenden Beschwerden zu einer intensiven Dehnung vor dem Sport.

Treten erst Schmerzen auf, sollten diesen unbedingt auf den Grund gegangen werden, etwa durch eine Gelenkspiegelung.

Die negative Seite des Sports - bei Sportverletzungen ist die erste Reaktion die Wichtigste

Kühlung, Kompression, Hochlagerung - worauf man bei der Behandlung von Sportverletzungen achten muss

Fußballspieler sitzt am Boden und ist verletzt, sein Bein wird mit Kühlspray gekühlt
soigneur © daniel sainthorant - www.fotolia.de

Sport ist nicht nur ein angenehmer Zeitvertreib, Sport regt das Immunsystem an, bringt den Kreislauf auf Trab und stärkt zwischenmenschliche Beziehungen. Studien haben ergeben, dass 40 Millionen der Menschen hierzulande regelmäßig Sport treiben und so auch im hohen Alter fit bleiben.

Das richtige Verhalten nach einem Unfall

Leider hat auch Sport eine Schattenseite: man kann sich bei Unfällen Verletzungen zuziehen. 1,8 Millionen Deutsche verletzen sich im Jahr bei sportlichen Aktivitäten. Besonders häufig betroffen sind die Kniegelenke und Sprunggelenke.

Zwischenfälle dieser Art sollten niemanden vom Sport abhalten, man sollte allerdings wissen, wie man sich unmittelbar nach dem Unfall verhalten muss. Als Erstes sollte man selbstverständlich den Sport unterbrechen und die betroffene Stelle mit Eis oder kalten Umschlägen zu kühlen. Die Kälte bewirkt, dass die Blutgefäße sich zusammenziehen und die Stelle trotz Verletzung nicht weiter anschwillt.

Zur Kühlung hinzu kommt die Kompression. Mit dem was zur Verfügung steht, etwa einem Tuch oder einem Verband, sollte man die Stelle zusammendrücken. Auch das bringt die Schwellung vorerst zum Stoppen.

Sind Arme oder Beine betroffen, sollte das Gliedmaß zudem hochgelagert und so wenig wie möglich bewegt werden, bis ein Arzt eintrifft, beziehungsweise der Verletzte zum Arzt transportiert werden kann.

Wie behandelt man Sportverletzungen richtig?

Jedem ist es beim Sport schon passiert: Man knickt um, fällt hin und schon hat man sich eine Verstauchung oder blaue Flecke zugezogen. Sollte beim Laufen ein Band oder eine Sehne überdehnt worden sein so hilft es, sofort die Bewegung einzustellen, mit Eis zu kühlen und eine feste Kompression anzulegen. Ein Tape-Verband aus der Apotheke kann hier auch gute Dienste leisten, das Gelenk sollte danach auf jeden Fall mindestens zwei Wochen lang geschont werden.

Damit so etwas gar nicht passiert, sollte man sich vor dem Joggen etwas aufwärmen und Dehnübungen machen. Holprige Waldwege erhöhen das Risiko, sich den Fuß umzuknicken. Das Anlegen einer Sportbandage schützt vor Verletzungen. Wenn man sich ein Körperteil geprellt hat, sollte man die betroffene Stelle sofort kühlen, damit es nicht zu einer starken Schwellung kommt.

Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, sollte eine entzündungshemmende Salbe aus der Apotheke aufgetragen werden. Helm und Schoner beim Sport senken das Risiko solcher Verletzungen. Schürfwunden sollten desinfiziert und mit einem Wundpflaster bedeckt werden. Wer starke Schmerzen hat oder sich kaum mehr bewegen kann, der sollte auf jeden Fall zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen.

Gelenkversteifung

Bei einer Gelenkversteifung (Arthrodese) wird ein Gelenk operativ versteift. Diese Maßnahme gilt als letzter Ausweg, wenn alle anderen Behandlungsmethoden keinen Erfolg bringen.

Durchgeführt wird eine Gelenkversteifung zur Korrektur von schweren Fehlstellungen, chronischer Gelenkinstabilität oder schwerer Arthrose. Am häufigsten kommt das Verfahren an Schultergelenken, Fußgelenken, Sprunggelenken und Handgelenken zur Anwendung.

Bei dem Eingriff zur Gelenkversteifung verschraubt man die Knochen, die an dem betroffenen Gelenk beteiligt sind, miteinander oder verbindet sie mit Platten aus Metall. Das Gelenk kann sich dann zwar nicht mehr bewegen, lässt sich aber wieder schmerzfrei belasten. Nach dem Eingriff muss das Gelenk für mehrere Wochen in einer Schiene oder einem Gips ruhiggestellt werden.

Vorbeugung

Um Sportverletzungen vorzubeugen, gibt es eine Reihe von Maßnahmen. Vor allem sollte die sportliche Betätigung stets dem allgemeinen körperlichen Zustand angepasst werden, denn durch Selbstüberschätzung und Überanstrengung entstehen zahlreiche Sportverletzungen. Wichtig ist auch das Aufwärmen vor jeder sportlichen Aktion, um dadurch die Verletzungsgefahr zu reduzieren.

Ebenso tragen Umsicht und eine gesunde und ausgewogene Ernährung zur Vermeidung von Sportverletzungen bei.

Passende Sportkleidung reduziert das Verletzungsrisiko

In vielen Sportarten ist auch das Anlegen von Schutzkleidung notwendig. Beim Skifahren oder Radfahren sollte grundsätzlich ein Helm getragen werden. Arm-, Knie- oder Schienbeinschoner schützen vor Schürfwunden und Gelenkverletzungen.

Auch mit passender Sportkleidung lässt sich das Verletzungsrisiko eindämmen. Die richtigen Sportschuhe geben den nötigen Halt und verhindern das Ausrutschen.

Sportmediziner weisen darauf hin, dass es bei Ballsportarten wie Fußball oder Basketball auf ein strukturiertes Aufwärmtraining ankommt. Laut Studien sinkt die Verletzungsgefahr nach einem etwa 20-minütigen Aufwärmprogramm deutlich.

Durch spezielle Balance-Übungen können Sportler schneller auf Veränderungen des Bodens reagieren, wodurch die Verletzungsrate ebenfalls reduziert wird.

Krafttraining schützt vor Verletzungen im Sport – Stretching wenig hilfreich

Fußballspieler sitzt am Boden und ist verletzt, sein Bein wird mit Kühlspray gekühlt
soigneur © daniel sainthorant - www.fotolia.de

Wer regelmäßig kickt, dribbelt und Bälle wirft, tut etwas für seine Gesundheit. Zugleich steigt bei Ballsportarten das Risiko für Verletzungen und Schäden durch Überlastung. Dänische Forscher empfehlen als Schutz zusätzliches Krafttraining. Die Verletzungsgefahr sinkt um 68 Prozent. Insgesamt nahmen die Sportmediziner der Uni Kopenhagen 25 Studien unter die Lupe, in denen die Daten von 26.610 Ballsportlern analysiert wurden. Neben Fußballern und Handballern waren auch Basketballer vertreten.

Begleittraining kann Verletzungsrisiko senken

Wie hoch das gesundheitliche Risiko von Sport ist, zeigen die Verletzungszahlen. Es kam 3464 Mal zu Brüchen, Rissen oder Entzündungen von Schleimbeuteln und Sehnen. Begleitendes Training kann vor diesem Schäden schützen.

Den größten Effekt zeigte Krafttraining. Mit einer Risikominimierung von 45 Prozent ist aber auch ein Gleichgewichtstraining sinnvoll. Immerhin jede dritte Verletzung ließ sich durch eine Kombination aus Kraft- und Ausdauerübungen vermeiden. Als wenig hilfreich erwies sich dagegen Stretching, denn die Gefahr von Blessuren sank nur um vier Prozent.

Prävention zur Vermeidung von Überlastungsverletzungen

Wer gerade erst anfängt oder besonders intensiv trainiert, leidet häufiger unter Überlastungsverletzungen. Ermüdungsbrüche und Reizungen lassen sich durch ein spezielles Präventionsprogramm um durchschnittlich 47 Prozent reduzieren.

Durch richtige Ernährung Sportverletzungen vorbeugen

Mann beim Sport, mit Handtuch und Wasserflasche
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Ernährungswissenschaftlern zufolge kann eine falsche oder unzureichende Ernährung das Risiko für Sportverletzungen deutlich erhöhen. So können sowohl Hobby- als auch Profisportler durch Sport bedingte Unfällen vorbeugen, wenn sie bei ihrem Essverhalten einiges beachten.

Wer zu wenig Kohlenhydrate zu sich nimmt, mindert damit seine Leistungen in Konzentration, Kondition und Ausdauer. Man wird schneller schlapp und es kann somit schneller zu Verletzungen kommen, da die Aufmerksamkeit einfach nachlässt.

Weiterhin ist Vorsicht vor zu viel Eiweiß geboten. Eine eiweißreiche Nahrung vor dem Training erhöht den Harnsäurewert, was im Endeffekt Sehnen und Muskeln angreifbar macht. Auf diese Weise kann es schneller zu Verletzungen wie dem Muskelfaserriss kommen.

Ebenso wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Bereits vor Trainingsbeginn empfehlen Experten bis zu zwei Liter Wasser, damit der Körper während des Sports optimal versorgt ist.

Auch die Regeneration nach dem Training kann mit der richtigen Ernährungsweise optimiert werden. Das Essen, welches man etwa vier bis sechs Stunden nach dem Sport zu sich nimmt, sollte Kohlenhydrate, Eiweiß und B-Vitamine enthalten, wie zum Beispiel Nudeln oder Kartoffel- sowie Gemüsegerichte.

Generell muss man während des Trainierens auf seinen Körper hören, denn Symptome wie Kraftlosigkeit, Konzentrationsstörungen oder Muskelkrämpfe sind Anzeichen für einen Nährstoffmangel und können schlimmstenfalls zu schwerwiegenden Verletzungen beim Sport führen.

Sportverletzungen vorbeugen

Beim Sport kann es schnell zu den verschiedensten Verletzungen kommen. Nach einem Sportunfall ist es wichtig, schnell zu reagieren, um schlimmere Folgen zu vermeiden. Auch sollten Tipps zur Vorbeugung beachtet werden.

Besonders bei Ballsportarten sind schnelle Trittbewegungen die Regel. Schnell kann es dabei zu Zerrungen kommen. Um dies zu vermeiden, sollte man sich vorher gründlich aufwärmen. Ein lockeres Einlaufen mit anschließendem Dehnen kann helfen. Beim Fußball kommt es besonders schnell zum Verdrehen des Knies - ein Kreuzbandriss kann die schmerzhafte Folge sein. Um diesen vorzubeugen, ist besonders ein Balancetraining hilfreich. Durch Schaumstoffkissen, Wackelbretter und Co. kann man die richtige Positionierung der Gelenke trainieren.

Generell gilt es, bei Sportarten wie Radfahren oder Inlineskating und ebenso beim Wintersport - also Skifahren und Snowboarden - auf Protektoren und Helme zurück zu greifen, auf diese Weise kann das Verletzungsrisiko bereits enorm minimiert werden.

Zuviel getrunken? Kein Sport mit Kater

Am Tag nach dem Vollrausch sollte nicht mit sportlichen Aktivitäten übertrieben werden

Schwarz-weiß Bild im Vordergrund kleine Gestalt beim Joggen, im Hintergrund drei riesige Schatten
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Den berühmten "Kater" am Morgen danach kennt jeder, der schon einmal den ein oder anderen Becher Alkohol über den Durst getrunken hat. Bewährte Hausmittelchen gegen die Katerstimmung gibt's in großer Auswahl - ob alle davon auch wirklich hilfreich und sinnvoll sind, steht auf einem anderen Blatt.

Sport unter Restalkohol

Während vitaminreiche Säfte oder das berühmte nordische Katerfrühstück mit Labskaus zumindest keine bekannten Nebenwirkungen mit sich bringen, sieht das bei übermäßig sportlichen Ambitionen schon wieder ganz anders aus. Denn Sport mit Restalkohol im Blut birgt ein erhöhtes Verletzungsrisiko.

Überschätzung und Einbußen

Und das gleich auf zweierlei Weise: Zum einen überschätzen sich auch noch leicht alkoholisierte Sportler, was die Risikobereitschaft steigern kann. Zum anderen ist auch das Koordinations- und Reaktionsvermögen beeinträchtigt. Die Behauptung, Sport helfe beim Alkoholabbau und fördere die Regeneration nach dem Kater, wird von Experten als Ammenmärchen entlarvt.

Überanstrengung vermeiden

Alkohol kann nicht einfach ausgeschwitzt werden, die positiven Wirkungen des Sports unter Alkoholeinfluss fallen zudem insgesamt weniger stark aus, für die Regeneration nach dem Alkoholrausch ist Sport sogar ausdrücklich kontraproduktiv.

Gegen ein bisschen Bewegung in Kombination mit frischer Luft hingegen bleibt selbstverständlich nichts einzuwenden - entscheidend ist, dass man sich nicht überanstrengt.

Verletzungen beim Sport vermeiden und richtig behandeln

Fußballspieler sitzt am Boden und ist verletzt, sein Bein wird mit Kühlspray gekühlt
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Herrliches Wetter zieht jeden Sportler an die frische Luft um seinem Hobby nachgehen zu können. Zu Fuß oder auf dem Rad soll die Natur aktiv erlebt werden. Leider geschehen immer wieder Sportunfälle die eine gute Erste Hilfe erfordern. Diese mindert die Gefahr für bleibende oder folgende Schäden.

Grund für Verletzungen ist häufig der Verzicht auf die wichtigen Aufwärmübungen. Genau diese mindern jedoch für den Sportler das Unfallrisiko und die Verletzungsgefahr. Zur Sportausrüstung sollte immer eine gut bestückte Erste Hilfe Tasche gehören. Nur so kann eine effektive Hilfe am verletzten Menschen stattfinden.

Ist eine Verletzung eingetreten, muss zuerst der betroffene Körperteil höher gelegt werden. Dies natürlich nur, wenn es auch als angenehm empfunden wird. Kühlung ist hilfreich gegen Schwellungen und Blutergüsse. Gut geeignet sind kühlende Sprays, aber wenn griffbereit auch Eis und kaltes Wasser. Druckverbände unterdrücken ebenfalls Schwellungen, jedoch darf dieser wegen der Blutzufuhr nicht zu eng angelegt werden.

Wichtig ist, dass bei ernsten Verletzungen der Notruf zusätzlich zum Einsatz kommt.

Verletzungsgefahr beim Sport muss nicht zwingend mit zunehmenden Alter steigen

Viele ältere Menschen sehen aufgrund der vermeintlich hohen Verletzungsgefahr von sportlichen Aktivitäten ab. Wie eine diesbezügliche Studie aus Kanada, an der 63 Männer und 104 Frauen, die im Schnitt 69 Jahre alt waren, teilnahmen, zeigt, muss die Verletzungsgefahr beim Sport aber nicht zwingend mit steigendem Alter zunehmen.

Zu den ausgeübten Sportarten zählten neben Wandern, Dehnübungen und Schwimmen beispielsweise auch Krafttraining, Joggen und Tennis sowie Radfahren oder Volleyball. Zusätzlich zu zwei praktischen Trainingsstunden hatten die Studienteilnehmer pro Woche noch eine Stunde theoretischen Unterricht mit Schwerpunkt auf Sicherheitsinstruktionen zu absolvieren.

Zwar wäre es im Verlauf der achtwöchigen Studie dennoch zu Verletzungen gekommen. Allerdings sei die Verletzungsrate mit 14 Prozent vergleichbar zu anderen Studien mit deutlich jüngeren Probanden. Als Hauptursache für die aufgetretenen Zerrungen, Verstauchungen und Frakturen nannten die Studienleiter Überbelastung der Muskulatur.

Der Trainingsumfang selbst hätte jedoch keinen Einfluss auf die Verletzungshäufigkeit und die Schwere der Verletzungen gehabt. Auch in Bezug auf das Geschlecht habe man keinen Unterschied in Hinsicht auf das Verletzungsrisiko feststellen können. Nichtsdestotrotz erachten die kanadischen Forscher weiterführende Studien mit Bezug auf die Regenerationsfähigkeit älterer Sportler für sinnvoll.

So können Eltern Sportverletzungen bei ihren Kindern vorbeugen

Körperausschnitt Judokämpfer im Anzug und schwarzem Gürtel
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Regelmäßige sportliche Betätigung ist für die kindliche Entwicklung äußerst wichtig. Studien zufolge, steigert die sportliche Aktivität im Kindesalter nämlich nicht nur das Wohlbefinden, sondern vor allem auch die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Doch gerade bei Kontaktsportarten kommt es nicht selten zu Verletzungen, was viele Eltern abschreckt. Laut Statistik verletzen sich 15% aller sporttreibenden Kinder mindestens einmal im Jahr beim Sport. Zu den häufigsten Verletzungen, die sich die Kleinen zuziehen, zählen Prellungen, Brüche und Bänderverletzungen.

Damit es erst garnicht dazu kommt, müssen die Eltern etwas Vorarbeit leisten. Die Wahl eines guten Sportvereins ist dabei das A und O. Einen guten Verein zeichnen vor allem seine Trainer aus. Gut geschulte Trainer wissen beispielsweise wie wichtig das Aufwärmen vor dem Sport ist, um Zerrungen oder einen Bänderriss zu vermeiden und achten penibel darauf, dass sich ihre Schützlinge vor dem Sport aufwärmen und dehnen.

Ebenfalls sehr wichtig, um Sportverletzungen vorzubeugen, ist die Wahl geeigneter Sportkleidung. Bei den meisten Kontaktsportarten ist Schutzkleidung unerlässlich. Informationen darüber, welche Kleidung und Accessoires benötigt werden, liefert der Verein oder der Trainer. Beraten lassen können sich Eltern am besten in Sportfachgeschäften.

Mangelnde Vorbereitung – wie kann man typischen Verletzungen beim Sport vorbeugen?

Junge Frau im Sportoutfit bei Dehnübung
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Durch sportliche Betätigung tut man seinem Körper etwas Gutes – man stärkt die Abwehrkräfte, trainiert Ausdauer und Kraft und bleibt beweglich – wenn man regelmäßig trainiert, bis ins hohe Alter. Auf diese Weise lässt sich zahlreichen Beschwerden und Erkrankungen vorbeugen. Doch wer im Übermaß trainiert oder seinen Körper generell nicht richtig auf das Training vorbereitet, erzielt den gegenteiligen Effekt: es kommt zu Verletzungen, die teilweise sehr langwierig sind und einer besonderen Behandlung bedürfen.

Um diesen vorzubeugen, ist das richtige Aufwärmen das A und O. Des Weiteren muss man auf die Signale seines Körpers achten und entsprechend des eigenen Levels trainieren.

Typische Sportverletzungen und deren Vorbeugung

Zu den häufigsten Beschwerden beim Sport zählen Krämpfe. Um diese zu vermeiden, sollte man vorab genügend trinken und bestimmte Nährstoffe zu sich nehmen; dazu gehören vor allen Dingen Kalzium und Magnesium. Auch Kohlenhydrate sind hierbei zu nennen. Diese können auch vor einer Unterzuckerung bewahren und können in Form von Bananen, einem Sportriegel oder Saftschorlen aufgenommen werden.

Um einer Muskelzerrung vorzubeugen, sollte man sich vor dem Training mindestens zehn Minuten lang aufwärmen und bei einem Outdoorsport auf wärmende Kleidung achten. Wichtig: ist diese Verletzung aufgetreten, muss der Sportler einige Tage aussetzen!

Auch ein Kreuzbandriss kommt bei Sportlern häufig vor. Für dessen Vorbeugung wird empfohlen, die Muskulatur rund um das Kniegelenk sowie den Oberschenkel zu kräftigen. Ein propriozeptives Training, bei dem Gleichgewicht und Stabilität geschult werden, ist zu empfehlen. Gleiches gilt, um ein umgeknicktes Sprunggelenk zu verhindern. Zusätzlich sollte auf spezielles Schuhwerk und eventuelle Verstärkung durch Tapes und Schienen geachtet werden.

Grundinformationen zu Sportverletzungen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Foul!! © Johanna Mühlbauer - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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