6. April 2007
So eine Rauchentwöhnung ist eine wirkliche Herausforderung. Nun sollen die Ärzte den angehenden Nichtrauchern bei ihrem Kampf gegen die Zigarette unter die Arme greifen.
In Zukunft soll die Rauchentwöhnung für viele Menschen erleichtert werden. Verbesserte Fortbildungsangebote und unentgeltliche Medikamente sollen es ermöglichen. Eine Arbeitsgruppe des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) berichtet in der Fachzeitschrift Tobacco control (2007; 16:15 - 21), dass sich die Hausärzte für ein rauchfreies Leben ihrer Patienten ins Zeug legen sollen.
Jeder Mensch sucht ab und an einen Hausarzt auf. Ab sofort soll dieser nicht nur Erkältungen und Magenverstimmungen kurieren, sondern gleichermaßen die Raucher im Kampf gegen die Sucht unterstützen. Das soll durch Beratungsgespräche und Nikotinersatzpräparate erfolgen - so Dorothee Twardella aus der Arbeitsgruppe von Herrmann Brenner, Leiter der Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung am DKFZ. Bisher hatten nur wenige Ärzte von dieser Methode wenig Gebrauch gemacht.
Doch das soll sich nun ändern. Die Heidelberger Epidemiologen haben im Rahmen einer "Interventionsstudie zur Raucherentwöhnung in der hausärztlichen Praxis" (IRIS) beobachtet, dass Mediziner viel offensiver mit dem Thema umgehen, wenn sie zuvor die "Schulbank" gedrückt haben. Denn durch Fortbildungen in den Methoden der Tabakentwöhnung können die Ärzte viel mehr Raucher für ein Leben ohne Zigarette gewinnen als ihre ungeschulten Kollegen. Dorothee Twardella: "Eventuell fühlen sich die Hausärzte nach einer Fortbildung sicherer und sprechen ihre Patienten daher vermehrt auf ihr Rauchverhalten an."
Nach einem Jahr untersuchte eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Studie, wie erfolgreich die Hausärzte ihre rauchenden Patienten dabei unterstützen können, der Zigarette den Laufpass zu geben. Es zeigte sich, dass das Zusammenspiel aus unentgeltlichen Medikamenten und den Fortbildungen der Ärzte entscheidend für den Erfolg sind. Wenn die Raucher kostenlose Präparate erhielten und die Ärzte die Fortbildungen besuchten, war die Rate der Nichtraucher fast fünfmal größer als in der Kontrollgruppe. Dabei hatte die finanzielle Vergütung der Mediziner keinen Einfluss auf den dunstfreien Erfolg. "Die Ärzte sehen sich durchaus in der Verantwortung, ihnen geht es nicht vorrangig um das Geld", ließ die Arbeitsgruppe verlauten.
Ich war in Saarbrücken bei einem Arzt der das Medikament Prodopa in die Ohren spritzt und Hypnose anwendet! Meine Frau und ich konnten das Rau...
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