15. Oktober 2009
Durchfall kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Besonders bei kleinen Kindern und älteren Menschen sollte dieses Symptom nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
Ein Durchfall kann ganz plötzlich auftreten. Je nach Krankheit kann er jedoch auch längere Zeit anhalten und sich zum Beispiel mit Verstopfung abwechseln.
Man spricht dann von Durchfall, wenn der Patient mindestens dreimal täglich Stuhlgang hat und der Stuhl wesentlich dünnflüssiger als normal ist. Durch den häufigen Stuhlgang scheidet der Patient auch mehr Stuhl aus als ein gesunder Mensch.
Teilweise empfinden die Patienten auch Schmerzen im Bauch und Kreislaufbeschwerden. Die Kreislaufbeschwerden entstehen dann, wenn dem Körper durch den Durchfall viel Flüssigkeit entzogen wird.
Grundsätzlich gesunde Erwachsene, die nur kurzzeitig einen Durchfall im Rahmen einer Infektion haben, müssen sich nicht zwingend ärztlich behandeln lassen. Besonders kleine Kinder und ältere Menschen sollten jedoch immer einen Arzt aufsuchen, wenn sie unter Durchfall leiden, da bei diesen Patienten der Körper schnell austrocknen kann.
Egal wie stark der Durchfall ist: Die Flüssigkeit, die der Körper durch die häufige Stuhlentleerung ausscheidet, muss der Patient wieder zu sich führen. Meist genügt es, wenn viel getrunken wird. In der Apotheke sind auch spezielle Elektrolytlösungen erhältlich, die dem Körper alle Mineralien zurückgeben, die er durch den Durchfall verloren hat. Bei sehr schweren Durchfällen muss den Patienten auch eine Infusion in eine Vene des Armes verabreicht werden, um einen Kreislaufschock zu verhindern.
Teilweise ist es notwendig, dass der Arzt ein Medikament gegen den Durchfall verordnet. Wenn die Ursache des Durchfalls jedoch zum Beispiel Bakterien sind, kann dies oftmals nicht sinnvoll sein, da die Bakterien dann aus dem Körper nicht ausgeschieden werden können.
Hat der Patient starke Bauchkrämpfe, kann auch ein krampflösendes Medikament eingenommen werden.
Hat der Durchfall eine ernste Krankheit als Ursache, so müssen weitere Behandlungen erfolgen. Dies kann eine Operation sein, bei der zum Beispiel ein Tumor entfernt wird, aber auch Chemo- oder Strahlentherapie können zur Anwendung kommen. Als erstes wird jedoch meist der Darm durch eine Magen- oder Darmspiegelung eingehend untersucht. Teilweise können auch während diesen Spiegelungen kleine Eingriffe vorgenommen werden.
Sowohl die Magen- als auch die Darmspiegelung werden mit einem Endoskop durchgeführt, das aus einem langen Schlauch sowie einer Kamera und einer Lichtquelle besteht. Bei der Magenspiegelung führt der Arzt das Endoskop über den Mund ein, bei der Darmspiegelung über den After. Bei beiden Untersuchungen können mit Hilfe einer dünnen Zange auch Gewebeproben entnommen werden.
Für eine Magenspiegelung muss der Patient nüchtern sein und erhält kurz vor der Untersuchung ein Rachenspray, das den Würgereiz beim Einführen des Endoskops hemmt. Die Darmspiegelung benötigt mehr Vorbereitungszeit: Der Patient muss dazu einige Liter einer Lösung trinken, die eine abführende und Darm reinigende Wirkung hat. Bei beiden Untersuchungen wird in der Regel ein leichtes Beruhigungsmittel verabreicht, um die Untersuchung für den Patienten angenehmer zu machen.
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Dr. med. Rüdiger Dahlke verfügt über jahrzehntelange Erfahrung mit Gesundheit und Medizin und langjährige Praxis...