26. September 2007
Unter Durchfall – oder dem medizinischen Begriff Diarrhö – versteht man entweder eine Änderung der Stuhlkonsistenz in eine flüssigere Form als gewöhnlich oder eine Stuhlentleerung, die häufiger als dreimal am Tag stattfindet oder die eine bestimmte Menge überschreitet.
Dauert dieser Zustand bei einem Erwachsenen wenige Tage an ohne Begleiterscheinungen aufzuweisen und verschwindet dann wieder, so besteht in der Regel kein Grund zur Besorgnis. Begleitende Symptome sollten jedoch ernst genommen werden. Der Stuhl kann bei Diarrhö Eier, Blut oder Schleim enthalten oder besonders fettig und ölig sein. Sollte dies der Fall sein, sich zusätzlich Fieber bilden oder aber der Durchfall kurz nach einer Auslandsreise auftreten, so sollte ein Arzt aufgesucht werden. Auch, wenn der Durchfall über einen längeren Zeitraum anhält, sollte eine Kontrolle erfolgen.
An dieser Stelle wird zwischen akuter Diarrhö, die bis zu zwei Wochen, und chronischer Diarrhö, die länger als zwei Wochen anhält, unterschieden. Die Hauptursachen der akuten Diarrhö finden sich in bakteriellen Infektionen oder auch Lebensmittelvergiftungen. Hier siedeln sich die Erreger im Darm an was dazu führt, dass unkontrollierte Mengen von Wasser und Schleim von der Darmwand abgesondert werden. Zudem verlieren die Darmzellen einen Teil ihrer Fähigkeit, Wasser zu resorbieren. Aus diesem Grund sammelt sich das Wasser an und verflüssigt den Stuhl.
Um diesen Flüssigkeitsverlust, der zudem mit einem Verlust von Salzen einhergeht, aufzuheben und einer Austrocknung des Körpers entgegen zu wirken, sollte sowohl der Wasser- als auch der Elektrolythaushalt ausgeglichen werden. Dies ist besonders bei Säuglingen, kleinen Kindern und älteren Menschen wichtig; in diesen Fällen sollte der Symptomverlauf besonders beobachtet werden. Durch die Einnahme von Aktivkohle kann der Durchfall gelindert werden; zudem existieren Medikamente, die nach vorheriger Beratung eingenommen werden können.
Die Ursachen der chronischen Diarrhö sind weit reichender und umfassen neben beispielsweise falscher Ernährung, Stress oder einer Nahrungsmittelunverträglichkeit auch Parasitenbefall, Funktionsstörungen oder gar Morbus Crohn. Eine Diagnose kann beispielsweise durch Stuhluntersuchungen oder eine Endoskopie vom Arzt gestellt werden.
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