Wehen

Zusammenziehungen der Gebärmuttermuskulatur zur Übung und Einleitung der Geburt

Wehen sind meistens schmerzhafte Kontraktionen der Gebärmutter während der Schwangerschaft und Geburt. Sie dienen hauptsächlich dazu, das Kind aus dem Mutterleib zu pressen. Stärke, Dauer und Intervalle sind je nach Schwangerschaftsphase verschieden.

Frau in Krankenhauskleidung hält Hände an Kopf und schreit Wehen Geburt Schmerz
aaaagh the pain © Leah-Anne Thompson - www.fotolia.de

Wehen werden rhythmische Muskelkontraktionen der Gebärmutter vor und während der Geburt eines Kindes genannt. Sie unterstützen die Frau bei der Austreibung ihres Babys und werden im Laufe des Gebärvorganges ständig durch Abtasten oder mittels eines Cardiotokographen kontrolliert.

Unterschiedliche Arten von Wehen

Es gibt verschiedene Arten von Wehen, die zeitlich eindeutig abgegrenzt werden.

Übungswehen

Übungswehen, die ab der 25. Schwangerschaftswoche auftreten können, sind im Normalfall nur kurze Kontraktionen, die den Bauch hart werden lassen, und nicht mit Schmerzen verbunden sind.

Vorwehen und Senkwehen

Zum Ende der Schwangerschaft, etwa 34. bis 36. Schwangerschaftswoche, gehen die Übungswehen in Vorwehen oder auch Senkwehen über, die dafür sorgen, dass das ungeborene Kind sich in Richtung des Muttermundes senkt.

Diese Wehen treten in unregelmäßigen Abständen auf und verursachen je nach Empfinden leichte bis starke Schmerzen im Bauch oder Rücken der Schwangeren.

Eröffnungswehen und Presswehen

Die Geburt beginnt mit den Eröffnungswehen, die regelmäßig und mit zunehmender Intensität auftreten. Während dieser Wehen öffnet sich der Muttermund in der Regel bis auf etwa 10 Zentimeter. Im Anschluss folgen die Presswehen, die das Baby durch die Scheide schieben und durch starkes Pressen der Gebärenden unterstützt werden.

Nachgeburtswehen und Nachwehen

Die Nachgeburtswehen haben eine Dauer von etwa 30-60 Minuten und dienen dazu, die Plazenta abzulösen und auszustoßen. Nach der Geburt treten innerhalb der folgenden 3-5 Tage Nachwehen auf, die der Rückbildung und Blutungsstillung der Gebärmutter dienen.

Nachwehen werden meist bei Mehrfachgebärenden und stillenden Müttern in unterschiedlich starker Intensität wahrgenommen, während Erstgebärende oftmals keine Nachwehen spüren.

Wehenschmerzen lindern

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die Schmerzen, die während der Wehen entstehen können, zu lindern. Dazu zählen

  • die richtige Atemtechnik
  • die Einnahme von bestimmten Schmerzmitteln sowie
  • natürliche Linderungsmöglichkeiten wie Akupunktur.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen und Hinweise zu Wehen

Die Einleitung der Wehen

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Wenn das Kind 2 Wochen hinter dem errechneten Geburtstermin immer noch nicht auf der Welt ist, wird meist eine Geburtseinleitung vorgenommen.

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