22. Juni 2010
Hausgeburten gewinnen immer mehr an Popularität. Dabei handelt es sich um eine außerklinische Geburt, sie findet in den eigenen und vertrauten vier Wänden statt. Hausgeburten werden von einer Hebamme betreut. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.
Eine Hausgeburt bietet viele Vorteile, so bleibt die werdende Mutter in ihrer gewohnten Umgebung und das Kind kommt da zur Welt wo es zu Hause ist. Vertraute Personen und auch Geschwisterkinder können anwesend sein und das Wunder der Geburt miterleben. Mit der Hebamme zusammen kann die Hausgeburt ganz individuell gestaltet werden. Die Hebamme geht auf die Wünsche und Bedürfnisse ein. Sie entscheidet auch, je nach Schwangerschaftssituation und Befund, ob eine Hausgeburt in Frage kommt. Bei Risikoschwangerschaften empfiehlt es sich eher in einer Entbindungsklinik zu entbinden, um im Bedarfsfall ärztlich und medizinisch versorgt zu werden. Eine Hausgeburt muss gut geplant und überdacht sein. In jedem Fall sollte eine ruhige und harmonische Atmosphäre während der Geburt herrschen. Die Methoden und eventuellen Gebärpositionen werden mit der Hebamme abgesprochen. Wünscht die Schwangere eine sanfte Geburt, zum Beispiel nach Frédéric Leboyer oder hat andere individuelle Vorstellungen, kann sie dies mit der Hebamme planen. Auch Wassergeburten sind in der Badewanne möglich, oft stellen die Hebammen auch einen Geburtspool zur Verfügung.
Doch eine Hausgeburt will gut vorbereitet sein, die meisten Sachen die man benötigt sind sowieso im Haushalt vorhanden. Die Hebamme wird rechtzeitig eine Liste der benötigten Sachen aushändigen. Dringend benötigt werden zum Beispiel: 6 Leintücher, 6 Handtücher, 6 Stoffwindeln, Krankenunterlagen die man im Sanitätshaus bekommt, Müllsäcke und ein sauberer Mülleimer, Plastikfolie mit der man das ganze Bett überziehen kann, Windeln und Damenbinden, Netzhosen, und eine helle Stehlampe. Die Raumtemperatur muss bei einer Entbindung mindestens 25°C betragen, dafür braucht man vielleicht ein zusätzliches Heizgerät. Für Mutter und Kind muss eine Tasche gerichtet sein, falls doch eine Klinikeinweisung nötig wird. Die Hebamme wird den Vater genau instruieren bezügliche der Vorbereitung. Für das Baby braucht man eine Mindestausstattung und für die werdende Mutter sollte die Versorgung im Wochenbett mit eingeplant werden. Für die Zeit im Wochenbett ist es hilfreich wenn man eine Haushaltshilfe organisiert, die Kosten werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen.
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