Wird ein Kind vor der Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche geboren, dann spricht man von einer Frühgeburt. Die Vollendung der 23. Schwangerschaftswoche gilt häufig als notwendige Bedingung für das Überleben eines frühgeborenen Kindes.
Als Frühgeburten werden die Kinder bezeichnet, die vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen und weniger als 2500 Gramm wiegen. Überlebensfähig ist ein Kind aber schon bei einer Geburt nach ca. 25 Schwangerschaftswochen. In diesen Fällen kommt es aber oft zu Entwicklungsdefiziten in den Bereichen Intelligenz, Sprachverständnis und Motorikentwicklung.
Um das Risiko einer Frühgeburt und die damit verbundenen möglichen Folgen zu minimieren, sollten Frauen sich schon vor der Schwangerschaft mit den Risikofaktoren einer Frühgeburt vertraut machen. Zu diesen gehören starkes Rauchen, Alkoholkonsum, Stress, Umweltgifte, Infektionserkrankungen der Mutter, eine Ablehnung des Kindes oder auch eine Überforderung im Alltag. Schwangere Frauen sollten sich bewusst auf die Geburt vorbereiten und ihre Sorgen jemandem anvertrauen, damit sie die Schwangerschaft und die anschließende Geburt möglichst stressfrei verleben können.
Anzeichen einer Frühgeburt können u.a. Einschlafstörungen, häufiges nächtliches Wasserlassen und vermehrtes Zusammenziehen der Gebärmutter sein. In diesen Fällen sollte ein Arzt aufgesucht werden, der z.B. mit wehenhemmenden Medikamenten versucht, eine Frühgeburt zu verhindern. Die Überlebenswahrscheinlichkeit von Frühgeborenen steigt mit jeder Schwangerschaftswoche. Aber auch wenn ein Frühgeborenes überlebt, können verschiedene Spätfolgen auftreten.
Es kann zu bleibenden körperlichen und geistigen Behinderungen kommen, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Motorische Störungen, Intelligenzdefizite, Asthmaerkrankungen und Aufmerksamkeitsstörungen gehören zu den häufigsten Auswirkungen einer Frühgeburt.
Frühgeborene kommen direkt nach der Geburt in einen Inkubator, in dem das Kind ähnliche Entwicklungs- und Wachstumsbedingungen wie in der Gebärmutter hat. In einem Inkubator können die Luftfeuchtigkeit und Temperatur optimal auf die Bedürfnisse des Frühgeborenen angepasst werden.
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