Als Möhren, Mohrrüben oder Karotten bezeichnet man Gemüsepflanzen. Sie gehören zur Familie der Doldenblütler.
Möhren gehören in der EU zu den wichtigsten Gemüsesorten. Sie zählen zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und werden auch als Mohrrüben, Karotten oder Gelbe Rüben bezeichnet.
Bei der Möhre (Daucus carota ssp. sativus) handelt es sich um eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr kommt es zur Bildung einer Blattrosette, die sich aus dreifach gefiederten Blättern zusammensetzt sowie einer Pfahlwurzel. Da sich die Pfahlwurzel während ihres Wachstums immer mehr verdickt, wird sie zum Speicherorgan der Pflanze.
Während des zweiten Jahres kommt es zur Verlängerung der Sprossachse und der Auflösung der Blattrosette. Anschließend bildet sich ein beblätterter und blütentragender Spross. In der Rübe, der Wurzel, werden Reservestoffe gespeichert. Die Rübe wird aus der Krone, die den Kopf bildet, der Korkschicht, der Rinde, den Adventivwurzeln und dem Mark im Inneren zusammengesetzt. In der Rinde befinden sich die meisten Inhaltsstoffe.
Je nach Sorte kann die Rübe eine lange, halblange, kurze oder zylindrische Form aufweisen. Auch die Form eines Kreisels oder Kegels ist möglich. Die Färbung der Rübe kommt durch Carotinoide, Chlorophyll und Anthocyane zustande. Die Teilfrüchte der Möhrenpflanze haben eine länglich ovale Form und verfügen außen über feine Härchen. Ihre Reifezeit liegt in Mitteleuropa in den Monaten August und September.
Möhren gedeihen am besten auf steinfreien und tiefgründigen Sandböden sowie auf sandigen Lehmböden. Angebaut werden Mohrrüben in gemäßigten Zonen bis hin zu subtropischen Gegenden. Die besten Ernten erzielt man bei durchschnittlichen Temperaturen von 16–18 Grad Celsius. Man unterscheidet bei den Anbauformen zwischen Frühmöhrenanbau, Sommermöhren und Spätmöhrenanbau.
Möhren wurden bereits von den alten Griechen und Römern als Heilpflanzen verwendet. Zur Kulturpflanze wurde die Mohrrübe jedoch erst ab dem 14. Jahrhundert. Man nimmt an, dass die gegenwärtige Kulturform aus einer Kreuzung von Möhrenwildformen und der Riesenmöhre entstand. Als Ursprungsort der Möhren vermutet man Südeuropa und Asien, da sich dort die meisten Wildformen befinden.
In den Handel gelangen vor allem orangefarbene oder gelbliche Möhrensorten. Weiße Sorten verwendet man dagegen als Futter- oder Pferderüben. In Asien finden auch rote oder violette Möhren Verbreitung.
Zu den wichtigsten Anbaugebieten der Möhren gehören China, Russland, die Vereinigten Staaten von Amerika sowie Japan und Polen. Neben Polen sind auch die Niederlande, Frankreich und Italien die bedeutendsten europäischen Anbauländer.
In Deutschland baut man Möhren vor allem in Niedersachen und Bayern an. Sie werden das ganze Jahr über angeboten. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verzehr im Jahr liegt in Deutschland bei 6,5 Kilogramm, womit die Möhren nach den Tomaten und den Zwiebeln zu den am meistverzehrten Gemüsearten zählen.
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17.05.13 | |
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01.01.13 | |
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