Möhren - Gesundheitswert und Verwendungsmöglichkeiten

Als Möhren, Mohrrüben oder Karotten bezeichnet man Gemüsepflanzen. Sie gehören zur Familie der Doldenblütler. Möhren zählen zu den beliebtesten und wichtigsten Gemüsesorten. Sie sind roh als auch gegart ein Genuss und lassen sich zudem vielseitig verwenden. Lesen Sie über den Gesundheitswert von Möhren und holen Sie sich Tipps zur Zubereitung.

Wissenswertes über Möhren

Möhren - Was macht sie so gesund?

Möhren gehören in der EU zu den wichtigsten Gemüsesorten. Sie zählen zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und werden auch als Mohrrüben, Karotten oder Gelbe Rüben bezeichnet.

Inhaltsstoffe und gesundheitliche Vorzüge der Möhre

Möhren gelten als überaus gesund. Sie enthalten wichtige Vitamine und Mineralstoffe. Mohrrüben gehören zu den carotinreichsten Lebensmitteln. So weisen sie einen Gehalt von zehn bis zwanzig Milligramm pro 100 Gramm auf.

Da die enthaltenen Carotinoide Provitamin A-aktiv sind, lassen sie sich in Vitamin A (Retinol) umwandeln. Vitamin A gilt als wichtig für die Gesundheit der Haut und wirkt sich positiv auf die Sehkraft aus.

Darüber hinaus verfügen Möhren über reichlich Selen. Weitere gesunde Inhaltsstoffe sind

Die Karotte hat ernährungsphysiologisch einen hohen Wert, nicht zuletzt wegen ihrem hohen Carotingehalt. Sie spielt nicht nur in der Kleinkinderernährung eine wichtige Rolle. Durch Pektin hat sie eine stopfende Wirkung und hilft kleinen Kindern bei Durchfall.

Als schönen Nebeneffekt bekommen die Kleinen eine schöne Hautfarbe. Weiterhin unterstützt sie die Blut- und Zahnbildung und stärkt die Widerstandskraft. Auch in der Diätküche wird die Karotte gerne verwendet.

Laut einer Studie wirkt sich der Verzehr von Möhren auch positiv auf das Gedächtnis aus.

Möhren halten das Gedächtnis fit

Von Kindesbeinen an wissen wir dank des wohl gemeinten Mantras der Frau Mama, dass wir immer unseren Gemüseteller aufessen müssen, wenn wir groß und stark werden wollen. Auf den Verzehr von Möhren legen viele Mütter einen ganz besonderen Wert, denn immerhin sagt man der roten Wurzel nach, dass sie unser Augenlicht schützt und uns obendrein ein klares Hautbild verleiht. Aber Möhren haben nicht nur eine positive Wirkung auf unsere äußere Erscheinung, sondern auch auf unsere Gedächtnisleistung.

Möhren enthalten einen hohen Anteil von Luteolin, eine Substanz, die laut dem Fachblatt "Journal of Nutrition" offenbar kognitiven Schwächen vorbeugen kann.

Der Grund liegt in der Tatsache, dass Luteolin Giftstoffe aus dem Körper entfernt, die zu Entzündungen des Gehirns führen und zur Beschleunigung der Entwicklung von Gedächtnisproblemen führen können.

Neben Möhren zählen auch

zu den Luteolin-reichen Nahrungsmitteln.

Die Studie

Während einer einmonatigen Studie wurden Mäuse im Alter von sechs Monaten und 2 Jahren einer Luteolin-angereicherten Diät unterzogen. Das Team hat dann die Gedächtnisleistung der Tiere gemessen und überwachte die Moleküle in ihren Gehirn, welche Entzündungen auslösen können.

Das Ergebnis

Als Ergebnis hatten die älteren Mäuse, die das Luteolin über die Nahrung aufgenommen haben, bessere Ergebnisse bei Gedächtnis- und Lerntests im Vergleich zur Kontrollgruppe, die aus Mäusen der gleichen Altersgruppe bestand. Darüber hinaus gab es in jüngeren Kontrollgruppen einen höheren Anteil an entzündlichen Zellen als bei den Mäusen aus der Luteolin-Gruppe.

Fazit

Bei den älteren Mäusen, die Luteolin über ihre Nahrung aufnahmen, sind Entzündungen im Gehirn reduziert worden. Die Autoren der Studie folgerten daraus, dass eine gesunde Ernährung das Potenzial hat, altersbedingte Entzündungen im Gehirn zu reduzieren, was wiederum langfristig zu einer besseren kognitiven Gesundheit führe.

Heidelbeeren sind der größte pflanzliche Lieferant an Antioxidantien und können ebenfalls Giftstoffe aus dem Körper transportieren, welche für eine Minderung der Gedächtnisleistung verantwortlich sind.

Um den Verzehr von Gemüse zur Gewohnheit werden zu lassen, sollten mit jeder Mahlzeit des Tages mindestens eine Gemüseart verzerren. Eine Gemüsesuppe oder ein Gemüseauflauf ist eine einfache wie leckere Möglichkeit, möglichst viele Gemüse zu sich zu nehmen.

Verwendung von Möhren in der Küche

Möhren gelten als vielseitig verwendbares Gemüse. So lassen sie sich sowohl roh als auch gekocht verzehren. Man kann sie

  • kochen
  • dünsten
  • braten oder
  • als Rohkostsalat verzehren.

Karotten werden auch gerne ausgepresst, um Karottensaft zu genießen. Natürlich kann man auch fertigen Karottensaft kaufen.

Als Rohkostsalat wird die Karotte gerne gehobelt und mit Apfel und Zwiebel verfeinert. Die Karotte ist auch fester Bestandteil vieler asiatischer Rezepte. Dabei wird sie vorzugsweise im Wok zubereitet.

Zusammen mit Avocado kann sie auch als Füllung von vegetarischen Sushi dienen. Selbst beim Backen findet sie Verwendung und wird als Möhren- oder Rüblitorte serviert.

  • Gekocht sind sie eine beliebte Beilage zu allerlei Fleischspeisen.
  • Auch als Eintopf oder Suppe lassen sie sich genießen.
  • Zudem können die Karotten zu einem nahrhaften Saft verarbeitet werden.
  • Weiterhin eignet sich ihr frisches Kraut ausgezeichnet für Salate oder Suppengrün.

Köstliche Suppenideen mit Möhren

Es folgen verschiedene Anregungen, wie eine Möhrensuppe zubereitet werden kann.

Möhrensuppe mit Kartoffeln und Brühe

Für die Möhrensuppe Variante 1 benötigt man neben den Möhren noch

Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln werden kleingeschnitten und in einem Topf mit Butter gedünstet. Anschließend kommt die Brühe hinzu, und das Gemüse muss etwa zwanzig Minuten köcheln. Nach dem Pürieren wird die Sahne hinzugefügt, die Möhrensuppe nochmals aufgekocht und dann mit Salz, Pfeffer und Gewürzen abgeschmeckt.

Möhrensuppe mit Tomaten und Schalotten

Eine Möhrensuppe kann jedoch auch zusätzlich zu den Möhren aus

zubereitet werden. Auch bei Variante 2 einer Möhrensuppe muss das Gemüse zuerst gedünstet werden. Anschließend wird es mit Brühe und Tomatenmark aufgegossen und vermischt.

Nach einer kurzen Kochzeit püriert man die Möhrensuppe und lässt sie nochmals kochen. Zum Schluss wird Crème frâiche hineingerührt und die Suppe abgeschmeckt.

Möhrensuppe mit Fleisch

Möhrensuppe muss nicht automatisch ein fleischloses Gericht sein. Man kann in die Suppe auch Fleisch hineinschneiden. Am besten eignen sich hier Rippchen. Für die Karotten-Fleisch-Suppe benötigt man zusätzlich Kartoffeln, Brühe und Salz.

Das Fleisch wird mit Brühe gekocht, bis es gar ist. Anschließend nimmt man es heraus, stellt es warm und kocht in der Flüssigkeit das kleingeschnittene Gemüse weich. Erst zum Schluss wird das in kleine Stücke geschnittene Fleisch wieder dazugegeben.

Möhrensuppe mit Kochcreme

Eine besonders feine Möhrensuppe entsteht aus folgenden Zutaten

  • Möhren
  • Butter
  • Brühe
  • Zwiebeln
  • Kochcreme und
  • Gewürzen wie Salz, Pfeffer und Schnittlauch

Das Gemüse wird kleingeschnitten und mit den Zwiebeln im Fett angebraten. Anschließend wird Kochcreme und Brühe hinzugegossen und die Suppe aufgekocht. Nach der Kochzeit wird die Suppe püriert und gewürzt.

Scharfe Möhrensuppe

Wer gerne scharf ist, sollte einmal diese Möhrensuppe ausprobieren: Die Schärfe entsteht bei Variante 5 einer Möhrensuppe durch eine kleingeschnittene Chilischote, die zusammen mit Zwiebeln und Möhren in Brühe und Butter gekocht wird. Die Suppe muss anschließend aufkochen und noch etwa zwanzig Minuten weiterköcheln, ehe sie püriert werden kann.

Zum Schluss werden

hinzugefügt und in der Suppe erwärmt.

Holen Sie sich hier weitere Ideen zur Zubereitung von Möhren.

Tipps zum Kauf und zur Lagerung der Möhre

Wer frische Möhren kauft, sollte darauf achten, dass sie sauber, fest und ganz sowie frei von Schädlingen sind. Zudem dürfen sie nicht holzig oder gabelförmig gespalten sein. Außerdem sollten sie frei von anomaler äußerer Feuchtigkeit und fremden Gerüchen sein.

Während Frühmöhren möglichst schnell aufgebraucht werden müssen, eignen sich Spätmöhren gut für eine längere Lagerung. Dabei sollte man sie möglichst nicht gemeinsam mit Tomaten, Äpfeln oder Birnen aufbewahren, da sie sonst schneller altern. Vor der Lagerung ist es ratsam, das Kraut zu entfernen, damit die Inhaltsstoffe des Rübenkörpers länger erhalten bleiben.

Anbau und Verbreitung der Möhre

Bei der Möhre (Daucus carota ssp. sativus) handelt es sich um eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr kommt es zur Bildung einer Blattrosette, die sich aus dreifach gefiederten Blättern zusammensetzt sowie einer Pfahlwurzel. Da sich die Pfahlwurzel während ihres Wachstums immer mehr verdickt, wird sie zum Speicherorgan der Pflanze.

Während des zweiten Jahres kommt es zur Verlängerung der Sprossachse und der Auflösung der Blattrosette. Anschließend bildet sich ein beblätterter und blütentragender Spross. In der Rübe, der Wurzel, werden Reservestoffe gespeichert. Die Rübe wird aus der Krone, die den Kopf bildet, der Korkschicht, der Rinde, den Adventivwurzeln und dem Mark im Inneren zusammengesetzt. In der Rinde befinden sich die meisten Inhaltsstoffe.

Je nach Sorte kann die Rübe eine lange, halblange, kurze oder zylindrische Form aufweisen. Auch die Form eines Kreisels oder Kegels ist möglich. Die Färbung der Rübe kommt durch Carotinoide, Chlorophyll und Anthocyane zustande.

Die Teilfrüchte der Möhrenpflanze haben eine länglich ovale Form und verfügen außen über feine Härchen. Ihre Reifezeit liegt in Mitteleuropa in den Monaten August und September.

Möhren gedeihen am besten auf steinfreien und tiefgründigen Sandböden sowie auf sandigen Lehmböden. Angebaut werden Mohrrüben in gemäßigten Zonen bis hin zu subtropischen Gegenden. Die besten Ernten erzielt man bei durchschnittlichen Temperaturen von 16–18 Grad Celsius. Man unterscheidet bei den Anbauformen zwischen

  • Frühmöhrenanbau
  • Sommermöhren und
  • Spätmöhrenanbau.

Herkunft und Anbaugebiete

Möhren wurden bereits von den alten Griechen und Römern als Heilpflanzen verwendet. Zur Kulturpflanze wurde die Mohrrübe jedoch erst ab dem 14. Jahrhundert. Man nimmt an, dass die gegenwärtige Kulturform aus einer Kreuzung von Möhrenwildformen und der Riesenmöhre entstand. Als Ursprungsort der Möhren vermutet man Südeuropa und Asien, da sich dort die meisten Wildformen befinden.

In den Handel gelangen vor allem orangefarbene oder gelbliche Möhrensorten. Weiße Sorten verwendet man dagegen als Futter- oder Pferderüben. In Asien finden auch rote oder violette Möhren Verbreitung.

Zu den wichtigsten Anbaugebieten der Möhren gehören

Neben Polen sind auch

die bedeutendsten europäischen Anbauländer. In Deutschland baut man Möhren vor allem in Niedersachen und Bayern an. Sie werden das ganze Jahr über angeboten. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verzehr im Jahr liegt in Deutschland bei 6,5 Kilogramm, womit die Möhren nach den Tomaten und den Zwiebeln zu den am meistverzehrten Gemüsearten zählen.

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  • Karottensaft © Christian Jung - www.fotolia.de

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