24. Juni 2010
Als Gemüse werden essbare Pflanzenteile von krautigen Pflanzen bezeichnet. Es wird häufig als Beilage zu Gerichten benutzt und enthält zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe.
Unter Gemüse versteht man vor allem essbare Pflanzenteile von ein- oder zweijährigen Pflanzen, die entweder wild wachsen oder kultiviert werden. Gemüse kann sowohl roh verzehrt als auch speziell zubereitet werden. Nicht zum Gemüse gehören Früchte von mehrjährigen Pflanzen, wie Obst, Nüsse oder Getreidesamen.
Der Begriff Gemüse stammt aus der Mittelhochdeutschen Sprache und wurde für einen Brei aus gekochten Pflanzen benutzt. Als man im Mittelalter begann, das Wissen über Heilpflanzen schriftlich festzuhalten, legte man auch Aufzeichnungen über Gemüse an. Dabei wurden jedoch zunächst nur Pflanzen berücksichtigt, die eine heilende Wirkung hatten. Unter Gemüse verstand man seinerzeit Kräutlein und Wurzeln, die man kochte und dann zu einem Brei verarbeitete. Dabei spielte auch die Heilwirkung eine wichtige Rolle. Während Pastinake gegen Schlaflosigkeit verabreicht wurde, bekämpfte man mit Sauerampfer Nieren- oder Leberprobleme. Zumeist stammte das Wissen über die heilende Wirkung von Gemüsearten von den alten Griechen und Römern. In der Kirche galt eine gemüsereiche Ernährung auch als Symbol für ein asketisches Leben. Daher ernährten sich Mönche verschiedener Orden hauptsächlich vegetarisch. Allerdings galt Gemüse auch als Zeichen von Armut. Wer Fleisch essen konnte, wurde hingegen als reich angesehen. Angebaut wurde Gemüse bereits im Altertum. So kultivierten die alten Ägypter Zwiebeln, Melonen, Bohnen, Kürbisse undKnoblauch. Nach Deutschland gelangten viele Gemüsearten wie z.B. Radieschen, Kohl oder Wirsing erst im frühen Mittelalter.
Gemüse wird in zahlreiche verschiedene Arten unterschieden. So gibt es Blattgemüse wie Kopfsalat, Eisbergsalat, Chicoree und Spinat, Blütengemüse wie Artischocken, Blumenkohl und Broccoli, Fruchtgemüse wie Gurken, Melonen, Kürbisse, Zucchini, Auberginen und Tomaten, Wurzel- oder Knollengemüse wie Kartoffeln, Mohrrüben, Kohlrüben, Radieschen und Meerrettich, Sprossengemüse wie Bambussprossen, Stielgemüse wie Mangold oder Bleichsellerie, Zwiebelgemüse wie Zwiebeln, Porree, Lauch und Knoblauch sowie Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen und Bohnen. Des Weiteren rechnet man auch Speisepilze und Kräuter zum Gemüse. Außerdem unterscheidet man zwischen Treibhausgemüse und Freilandgemüse.
Verkauft wird das Gemüse nicht nur frisch, sondern auch als Tiefkühlgemüse oder in Form von Konserven, wodurch sich das Gemüse für längere Zeit haltbar machen lässt, ohne an wertvollen Inhaltsstoffen zu verlieren.
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18.05.12 | |
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