Als Sehhilfen bezeichnet man optische Geräte, die zum Ausgleich von Fehlsichtigkeiten dienen. Zu den gebräuchlichsten Sehhilfen gehören Brillen und Kontaktlinsen.
Unter einer Sehhilfe versteht man ein spezielles optisches Gerät, das zum Ausgleich von Fehlsichtigkeit oder zur Erhöhung der Sehleistung verwendet wird. Vor allem Brillen und Kontaktlinsen dienen als Sehhilfe.
Als Brille bezeichnet man eine spezielle Konstruktion, die vor den Augen getragen wird. Mithilfe einer Brille können Fehlsichtigkeiten wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Stabsichtigkeit sowie Stellungsfehler der Augen korrigiert werden. Eine Brille kann aber ebenso zum Schutz vor äußeren Einwirkungen, wie z.B. der Sonne, verwendet werden.
Die Brille ist die am häufigsten eingesetzte Sehhilfe und wird in Deutschland von mehr als 40 Millionen Erwachsenen und 1,5 Millionen Kindern getragen. Ermöglicht wird das bessere Sehen durch die Brillengläser. Diese bestehen entweder aus geschliffenen Linsen, die über eine brechende Wirkung verfügen oder aus gegossenen Gläsern aus unterschiedlichem Material. Zur Fixierung und Stabilisierung der Brillengläser ist eine Brille zudem mit einer Haltevorrichtung wie einem Ohrbügel und einer Fassung ausgestattet.
Für die Fassung der Brille können unterschiedliche Materialien wie Metall, Kunststoff oder Holz verwendet werden. Für die Brillengläser werden heutzutage vor allem Kunststoffgläser eingesetzt, während man früher in erster Linie Krongläser benutzte. Die Kunststoffgläser haben den Vorteil, dass sie beim Herunterfallen nicht zerbrechen und zudem leichter sind. Allerdings ist ihre Oberfläche empfindlicher für Kratzer.
Eine Alternative zur Brille sind Kontaktlinsen, die man auch als Haftschalen bezeichnet. Diese werden von rund vier Prozent der deutschen Bevölkerung getragen. Sie haben der Brille gegenüber den Vorteil, dass sie nicht sichtbar sind und nicht beschlagen, verrutschen oder zerbrechen können. Außerdem schränken sie auch nicht das Gesichtsfeld ein.
Kontaktlinsen werden individuell angepasst und schwimmen auf dem Tränenfilm des Auges, wodurch sie jede Augenbewegung mitmachen können. Unterschieden wird bei den Haftschalen zwischen harten und weichen Linsen.
Kontaktlinsen sind jedoch nicht für jedermann geeignet. Bei Altersweitsichtigkeit, häufigen Bindehaut- oder Hornhautentzündungen sowie erhöhtem Augeninnendruck sollte besser auf sie verzichtet werden.
Eine Lupe ist eine Sehhilfe aus einer Konvexlinse und dient zur Vergrößerung von Gegenständen und Hintergründen. Benutzt man sie als Sehhilfe, kann man damit Alterssichtigkeit oder Weitsichtigkeit ausgleichen. Sie ist jedoch kein Ersatz für eine Brille oder Kontaktlinsen.
Als Bildschirmlesegerät bezeichnet man eine elektronische Sehhilfe. Mithilfe des Geräts können Schriftstücke mit einer Kamera aufgenommen und anschließend stark vergrößert auf einem Monitor wiedergegeben werden. Bildschirmlesegeräte kommen vor allem bei sehbehinderten Menschen zur Anwendung, die trotz optischer Sehhilfen Probleme beim Lesen von umfangreichen Texten haben.
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