21. Januar 2010
Als Bluthochdruckmittel bezeichnet man spezielle Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck. Mit Hilfe dieser Mittel kann der Blutdruck abgesenkt werden.
Ziel und Zweck von Bluthochdruckmitteln ist die Senkung des Blutdrucks. Dabei kommen verschiedene Wirkstoffgruppen zur Anwendung, die sich auch miteinander kombinieren lassen.
Ein zu hoher Blutdruck (Hypertonie) ist dann der Fall, wenn es zu einem Anstieg des systolischen Drucks auf mehr als 140 mmHg kommt oder der diastolische Druck mehr als 90 mmHg erreicht. Dabei kann es zu Symptomen wie Benommenheit, Gedächtnisstörungen, Schwindelgefühlen, Ohrensausen, Schlafproblemen, Sehstörungen, Kopfschmerzen und Nervosität kommen. Mit Hilfe von Bluthochdruckmitteln lässt sich der zu hohe Blutdruck wieder absenken. Insgesamt kommen dabei fünf Wirkstoffgruppen zur Anwendung, die von der Bluthochdruckliga empfohlen werden. Dazu gehören:
ACE-Hemmer haben die Wirkung, dass sie das körpereigene Protein ACE blockieren. Dieses Protein ist verantwortlich für die Herstellung des Hormons AT-II (Angiotensin II), das wiederum die Blutgefäße verengt und dadurch den Bluthochdruck hoch hält. Durch die ACE-Hemmer kann die AT-II-Konzentration im Organismus verringert werden, wodurch die Gefäße dauerhaft erweitert bleiben, was zu einer Absenkung des Blutdrucks führt.
AT1-Antagonisten kommen meistens dann zur Anwendung, wenn der Patient die ACE-Hemmer nicht gut verträgt. Ihre Wirkung liegt in einer Blockierung der Bindungsstellen des Hormons AT-II an den Blutgefäßen. Dadurch verhindern sie die Wirkung des Hormons am Angiotensin-1-Rezeptor. Auf diese Weise bleiben die Blutgefäße dauerhaft erweitert, wodurch eine Senkung des Blutdrucks eintritt. Ein wesentlicher Vorteil der AT1-Antagonisten ist ihre gute Verträglichkeit.
Beta-Blocker kommen zum Einsatz, um die Beta-Rezeptoren in den Blutgefäßen und am Herzen zu blockieren. Das hat zur Folge, dass Blutdruckerhöhende Hormone wie Adrenalin oder Noradrenalin sich nicht mehr so stark an die Beta-Rezeptoren binden. Auf diese Weise wird der Herzschlag verlangsamt, was eine Absenkung des Blutdrucks bewirkt.
Diuretika gehören zu den ältesten Bluthochdruckmitteln. Diese Wassertabletten bewirken eine verstärkte Ausscheidung von Natrium und Wasser über die Nieren. Dadurch nimmt auch die Flüssigkeitsmenge in den Blutgefäßen ab, was eine Senkung des Blutdrucks zur Folge hat. Unterteilt werden Diuretika in Thiazide, kaliumsparende Diuretika und Schleifen-Diuretika, die jeweils auf einen anderen Teil der Nieren wirken.
Kalzium-Antagonisten dienen zur Verringerung der Aufnahme von Kalzium in die Muskulatur der Blutgefäße. Durch das Kalzium spannen sich die Muskelzellen der Gefäße an, was eine Verengung der Gefäße und somit einen Anstieg des Blutdrucks zur Folge hat. Da die Kalzium-Antagonisten die Wirkung des Kalziums hemmen, können sich die Blutgefäße wieder entspannen, wodurch der Blutdruck sinkt.
Darüber hinaus gibt es noch einige weitere Bluthochdruckmittel zweiter Wahl wie Alpha-Blocker, Dihydralazin, Renin-Inhibitoren, Minoxidil, Reserpin, Clonidin und Methyldopa, die jedoch größere Risiken und Nebenwirkungen aufweisen oder noch neu auf dem Markt sind. Sie dienen vor allem als Reservemedikamente und kommen nur dann zum Einsatz, wenn die anderen Therapiemöglichkeiten erfolglos bleiben.
Welche Wirkstoffe letztlich für die Behandlung eingesetzt werden, hängt auch von möglichen zusätzlichen Erkrankungen des Patienten ab, da die Möglichkeit von schädlichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten besteht. Beta-Blocker sollten z.B. nicht von Asthmatikern eingenommen werden.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
02.05.12 | |
![]() | BLUTHOCHDRUCKMITTEL |
22.04.12 | |
![]() | BLUTHOCHDRUCKMITTEL |
18.04.12 | |
![]() | BLUTHOCHDRUCKMITTEL |
19.02.12 | |
![]() | BLUTHOCHDRUCKMITTEL |
10.02.12 | |
![]() | BLUTHOCHDRUCKMITTEL |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Bluthochdruckmittel Forum

