Aknemittel Artikel
Anwendung, Einsatz und Wirkung von Aknemitteln
Aknemittel dienen zur Behandlung von leichter bis schwerer Akne. Sie können sowohl äußerlich als auch innerlich zur Anwendung kommen.
Ziel und Zweck von Aknemitteln ist die Behandlung und Bekämpfung von leichter bis schwerer Akne. Akne ist eine Hauterkrankung, bei der sich Pusteln, Mitesser und eitrige Pickel bilden, die sich unter Umständen auch entzünden können. Vor allem bei Jugendlichen in der Pubertät tritt Akne häufig auf. Zu den besonders betroffenen Hautpartien gehören dabei das Gesicht, die Brust und hin und wieder auch der Rücken. Hervorgerufen wird dieses Hautproblem durch eine Störung der Talgdrüsenfolikel sowie eine erhöhte Produktion von Talg. Entzünden sich die Mitesser an den betroffenen Hautstellen aufgrund einer bakteriellen Infektion, kommt es zu Akne.
Der Begriff Akne stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt "Reife". Akne zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen auf der Welt. Bis zu 87 Prozent aller Jugendlichen sind davon betroffen und bis zu 30 Prozent müssen mit Medikamenten behandelt werden. Während schwere Fälle von einem Hautarzt therapiert werden müssen, lassen sich leichte Fälle mit Hilfe von Aknemitteln auch selbst behandeln.
Akne kann sowohl äußerlich als auch innerlich behandelt werden. Zu den Mitteln, die zur äußerlichen Anwendung kommen, gehören Salben, Cremes und Lösungen, die schälende und desinfizierende Wirkstoffe enthalten. Bei starken bakteriellen Infektionen kann auch eine antibakterielle Behandlung erforderlich sein.
Zum Einsatz kommen Aknemittel vor allem, um das in Mitleidenschaft gezogene Hautbild wieder zu regenerieren. Durch die Mittel kann die Struktur der Haut verbessert werden. Dabei wird die überschüssige Produktion von Talg in den Talgdrüsen reduziert sowie das Wachstum der Hautzellen wieder normalisiert. Darüber hinaus fallen abgestorbene Hautzellen ab, was den positiven Effekt hat, dass verstopfte oder entzündete Hautporen besser entleert werden können. Zahlreiche Wirkstoffe wirken zudem antibiotisch und bekämpfen schädliche Keime, die Akne verursachen. Zu den häufig verwendeten Wirkstoffen gehören zum Beispiel Ammoniumdodecylsulfat oder Benzoylperoxid (BPO). Weitere äußerliche Wirkstoffe sind unter anderem Aluminiumoxid, Polydimethylsilikonharz zur Entfernung von Talg, Schuppen und Verhornungen, Tretinoin zur Verdünnung und Auflockerung der Hornschicht, Salicylsäure, die entzündungshemmend wirkt sowie Zinkoxid zur Förderung der Wundheilung. Oftmals werden die Wirkstoffe in den Mitteln auch miteinander kombiniert.
Innerlich anzuwendende Aknemittel kommen vor allem dann zur Anwendung, wenn eine Behandlung mit äußerlich wirkenden Mitteln nicht ausreicht. Dies kann bei stark entzündlicher Akne mit drohender Bildung von Narben der Fall sein. Mit Hilfe dieser Mittel, zu denen auch Antibiotika gehören, kann eine eitrige Entzündung besser bekämpft werden. Darüber hinaus wird das Hautbild verbessert und möglichen Komplikationen vorgebeugt. Zur Anwendung kommen dabei Mittel wie Tetrazykline und Lincosamide, die antibiotisch wirken, Antiandrogene, die die Wirkung von körpereigenen Sexualhormonen wie Testosteron aufheben sowie Tretinoin und Isotretinoin zur Reduzierung der Talgproduktion. Dabei werden die innerlich wirksamen Mittel mit den äußerlich wirkenden Aknemitteln kombiniert.