Wer in tropischen Ländern Urlaub machen will, sollte sich vor Reiseantritt bei seinem Arzt über die typischen Tropenkrankheiten der Region sowie mögliche Schutzimpfungen informieren. Bei den Erkrankungen handelt es sich um Infektionskrankheiten, die vor allem durch Parasiten entstehen und durch blutsaugende Insekten - meist Mücken - auf den Menschen übertragen werden. Beispiele für Tropenkrankheiten sind Malaria oder das Dengue-Fieber.
Ärzte unterscheiden viele verschiedene Krankheiten, die ausschließlich in tropischen Ländern vorkommen. Teilweise haben die Krankheiten jedoch einige Tage Inkubationszeit, bis die ersten Symptome auftreten, so dass der Betroffene erst wieder zu Hause merkt, dass er sich mit einer Tropenkrankheit infiziert hat.
Tropenkrankheiten werden durch infizierte Mücken, verunreinigtes Wasser und Lebensmittel oder auch per Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen.
Zu den Tropenkrankheiten zählen Krankheiten wie Malaria, Ruhr, Dengue-Fieber, Gelbfieber, Lassa-Fieber, Typhus und Lepra. Diese Krankheiten verursachen unterschiedliche Symptome. Dies können z.B. starke blutige Durchfälle sein, die mit massiven Bauchkrämpfen verbunden sind. Auch sehr hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Hautausschläge können bei Tropenkrankheiten als Symptome vorkommen. Patienten, die an Lepra leiden, bemerken Taubheitsgefühle sowie im Krankheitsverlauf immer mehr knotige Wucherungen am ganzen Körper, vor allem jedoch im Gesicht. Die Krankheit verstümmelt den Körper des Patienten immer mehr, wenn sie nicht behandelt wird. Die Malaria äußert sich durch mehrere Fieberschübe.
Unbehandelt enden viele Tropenkrankheiten tödlich. Meist kann der Patient jedoch geheilt werden, wenn er rechtzeitig ärztlich behandelt wird. Wurde die Krankheit durch Bakterien verursacht, so verabreicht der behandelnde Arzt ein Antibiotikum in Form von Tabletten oder als Infusion. Hat der Patient Durchfall, wird auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet. Der Patient erhält dazu Infusionen mit entsprechenden Lösungen sowie eine Elektrolytlösung zum Trinken.
Patienten, die unter Lepra leiden, müssen das Antibiotikum teilweise lebenslang einnehmen, um die Bakterien im Körper zerstören zu können. Gegen Malaria können die Ärzte verschiedene Medikamente wie z.B. Chinin verordnen. Meist wird den Patienten bei Tropenkrankheiten auch Bettruhe verordnet.
Die Behandlung erfolgt – je nach Ansteckungsmöglichkeit - im Krankenhaus auf einer Isolierstation oder zu Hause. Gegen einige Tropenkrankheiten gibt es Impfungen, die vor einer Infektion schützen. In vielen Fällen helfen jedoch nur hygienische Vorsichtsmaßnahmen vor einer Erkrankung.
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