8. August 2006
Viele Menschen haben sie bereits erfahren: Pfeifenähnliche Ohrgeräusche, die sich etwa nach lauten Partynächten einstellen und nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Diese Geräusche können jedoch auch über Monate hinweg anhalten. Was tun, wenn keine Ruhe einkehren will?
Der Tinnitus bezeichnet subjektiv vernommene Ohrgeräusche und gilt als Symptom, dem unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen können. Die Betroffenen nehmen kontinuierlich oder wiederkehrend Geräusche war, die objektiv nicht existieren. Diese können sich in der Wahrnehmung von Patient zu Patient unterscheiden. Manche beschreiben ein Pfeifen, andere hören ein Rauschen oder Brummen. Häufig werden diese Geräusche als große Belastung wahrgenommen. Als Folge dieser ständigen Laute können bei den Betroffenen schwere Depression, Schlafstörungen und Angstzustände auftreten. Damit die betroffene Personen endlich wieder Ruhe finden, sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn die Geräusche nach einigen Tagen noch nicht verschwunden sind. Nicht immer kann der Tinnitus jedoch gelindert werden. In diesem Fall können die betroffene Menschen gezielt lernen, über das Geräusch hinwegzuhören.
Schätzungsweise sieben Prozent der Erwachsenen leiden unter den anhaltenden Ohrgeräuschen. Durch die laute Beschallung Jugendlicher auf Partys oder dem Gebrauch von MP3-Sticks und Co. nimmt der Anteil der Betroffenen unter den jungen Erwachsenen immer stärker zu.
Als weitere Ursachen kommen auch Fremdkörper im Ohr, Störungen im Mittel- oder Innenohr, aber auch Bluthochdruck, Hirnhautentzündungen, Stress und Multiple Sklerose in Betracht.
Ein Arzt kann Erkrankungen ausschließen - nicht immer findet er jedoch die wirkliche Ursache des Tinnitus.
Zu den Standarduntersuchungen zählt ein Check der Gehörgänge durch einen HNO-Arzt, die Untersuchung des Blutdrucks und unterschiedliche Methoden Kontrolle des Innenohrs und Bestimmung der Frequenz des Tinnitus.
Eine generelle Therapie gibt es nicht. Je nach Ursache unterscheiden sich die Behandlungen stark. Von Medikamenten bis zu Hörgeräten, die den Tinnitus mit einem Gegengeräusch überdecken; die Palette der Therapienmöglichkeiten ist groß.
In jedem Fall ist es wichtig, den Ohrgeräuschen nicht zu viel Macht einzuräumen. Je mehr man sich auf die Geräusche konzentriert, desto schlimmer wird der Tinnitus. Wenn das Weghören nicht gelingen will, können Beratungsgespräche bei einem Arzt oder Psychotherapeuten hilfreich sein. Sie stehen Ihnen gern mit Rat zur Seite.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
08.02.12 | |
![]() | TINNITUS |
25.01.12 | |
![]() | TINNITUS |
22.01.12 | |
![]() | TINNITUS |
01.11.11 | |
![]() | TINNITUS |
21.10.11 | |
![]() | TINNITUS |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Tinnitus Forum


Tinnitus ist eine neue Volkskrankheit: Unter Klingeln, Summen, Zischen und anderen Geräuschen in ihren Ohren lei...