20. August 2009
Die Therapie eines Schlaganfalles ist sehr umfangreich und dauert meist Monate oder Jahre an. Schaltet man die Risikofaktoren für einen Schlaganfall aus, ist dies die beste Vorbeugung vor der Erkrankung.
Bei der Therapie eines Schlaganfalles ist es besonders wichtig, dass diese so früh wie möglich beginnt. Die ersten Stunden nach Auftreten eines Schlaganfalles entscheiden über den weiteren Gesundheitszustand des Patienten. Die Behandlung des Schlaganfalles findet im Rahmen einer stationären Behandlung im Krankenhaus statt.
Ist die Ursache eines Schlaganfalles eine Embolie, erhält der Patient Blut verdünnende Medikamente, damit sich der Pfropf auflösen kann.
Je nach Ausmaß einer Hirnblutung wird diese auch operativ behandelt.
Handelt es sich nicht um eine Gehirnblutung sondern um einen Hirninfarkt, kann der Gefäßverschluss auch durch die so genannte Thrombolyse aufgelöst werden.
Die erste Zeit findet die Behandlung des Patienten auf der Intensivstation des Krankenhauses statt. Viele Krankenhäuser haben spezielle Schlaganfallstationen, so genannte Stroke Units. Der Patient wird hier rund um die Uhr durch EKG und regelmäßige Blut- und Atemmessung überwacht. Auch die Körperausscheidungen werden regelmäßig im Labor untersucht. Zusätzlich ist immer ein Arzt anwesend, der im Notfall sofort handeln kann.
Wurde der Zustand des Patienten stabilisiert, erfolgt meist umgehend eine krankengymnastische Behandlung. Je früher diese begonnen wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten. Im Rahmen der Krankengymnastik sollen die „gesunden Teile“ des Gehirns die Aufgaben der vom Schlaganfall betroffenen Areale übernehmen. Man nennt dies Krankengymnastik nach Bobath.
Im Anschluss an die Akutbehandlung findet eine stationäre Rehabilitationsbehandlung in einer speziellen Fachklinik statt. Je nach Ausprägung der Symptome kann diese Behandlung einige Wochen oder auch einige Monate andauern. Der Aufenthalt wird von den Krankenkassen bzw. Rentenversicherungsträgern erstattet.
Während der Reha werden die Muskeln des Patienten trainiert, so dass möglicherweise wieder das Gehen möglich ist. Eine Logopädin führt zudem Sprach- und Schluckübungen mit den Betroffenen durch. Viele Patienten müssen nach einem Schlaganfall die Sprache wieder von Null auf lernen. Je nachdem, welche Defizite durch die Erkrankung bestehen, erlernen die Patienten hier auch wieder sich selbstständig zu waschen, anzuziehen, zu essen und zu trinken.
Nach der Entlassung wird der Patient zu Hause weiter behandelt. Je nachdem, wie der Gesundheitszustand des Patienten aussieht, kommt der Physiotherapeut ins Haus oder der Patient führt die Übungen in der Krankengymnastikpraxis fort. Meist werden auch die Logopädiebehandlungen fortgeführt.
Auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Hausarzt sind notwendig.
Einige Patienten sind nach diesen Behandlungen wieder soweit rehabilitiert, dass sie ihrem normalen Alltag nachgehen können. Andere, besonders ältere Menschen, bleiben dauerhaft bettlägerig und pflegebedürftig.
Wurde der Schlaganfall vererbt, kann man nichts gegen das Gen unternehmen. Jedoch kann jeder Mensch die Risikofaktoren für einen Schlaganfall ausschalten und kann so einiges tun, um einen Schlaganfall zu vermeiden.
Man sollte sich gesund und vitaminreich ernähren, ausreichend bewegen und Stress vermeiden (soweit dies möglich ist). Alkohol sollte nur in Maßen genossen werden, auf Nikotin hingegen sollte man völlig verzichten.
Zusätzlich sollte man sich in regelmäßigen Abstand in der Arztpraxis oder Apotheke den Blutdruck messen lassen, um frühzeitig zu erkennen, wenn Bluthochdruck besteht. Dieser bereitet meist lange Zeit keine Beschwerden und wird so von den Betroffenen nicht bemerkt.
Äußerst wichtig es auch, die ersten Anzeichen eines Schlaganfalles zu kennen und bei Auftreten sofort einen Arzt aufzusuchen. Lähmungen, Schwindelgefühle oder ein Flimmern vor den Augen können Anzeichen eines Schlaganfalles sein und sollten unbedingt ernst genommen werden.
Die erklärung zum schlaganfall und alles was dazu gehört ist sehr, sehr informativ, hat mir sehr geholfen. jedoch stellt sich mir die frage, w...
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Über den Schlaganfall schreibe ich nicht als Experte aus der Fälle langjähriger Berufsarbeit, sondern als Betrof...
