20. August 2009
Man unterscheidet drei mögliche Ursachen eines Schlaganfalles. Wie die Erkrankung verläuft, hängt von der Form des Schlaganfalles ab sowie davon, wie frühzeitig der Schlaganfall erkannt und behandelt wurde.
In mehr als der Hälfte der Fälle ist die Ursache des Schlaganfalles eine Arterienverkalkung. Blutgefäße im Bereich des Gehirns verschließen sich durch Fettablagerungen, so dass der menschliche Körper nur noch unzureichend mit Sauerstoff versorgt wird. Meist sind hiervon Patienten betroffen, die über längere Zeit hohe Cholesterinwerte aufweisen oder Grunderkrankungen wie die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus haben.
Des Weiteren kann ein Schlaganfall durch einen so genannten Embolus verursacht werden. Dieser Gefäßpfropf aus "Abfallstoffen" des Körpers verstopft ein Blutgefäß und verursacht so eine Embolie.
Wird der Schlaganfall durch eine Hirnblutung verursacht, endet dieser meist tödlich. Hier reißt eine Arterie im Gehirn des Betroffenen. Grund dafür können hoher Blutdruck oder auch eine Arterienverkalkung sein.
Neben diesen Ursachen gibt es einige Faktoren, die ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall bedeuten. Dazu zählen der bereits erwähnte Bluthochdruck, Übergewicht, Alkohol und Nikotin, die Einnahme der Pille, hohe Cholesterinwerte, ungesunde Ernährung, Herzerkrankungen oder auch eine schlechte Durchblutung im Gehirn.
Männer sind häufiger als Frauen von einem Schlaganfall betroffen, so dass auch das Geschlecht eine Rolle spielt. Der Schlaganfall tritt überwiegend bei älteren Menschen, etwa ab einem Alter von 55 Jahren auf. In einigen Fällen kann die Veranlagung für einen Schlaganfall auch vererbt werden.
Beim Krankheitsverlauf des Schlaganfalles ist es von entscheidender Bedeutung, wann die Behandlung erfolgt und wie groß der betroffene Bereich im Gehirn des Patienten ist. Jeder dritte Patient stirbt unmittelbar nach einem Schlaganfall oder in den Monaten danach. Die anderen Betroffenen haben je nach Ausmaß des Schlaganfalles teilweise keine Beschwerden mehr oder sind sogar schwerstpflegebedürftig und können das Bett nicht mehr verlassen.
Je früher die Symptome wie Halbseitenlähmung oder völlige Lähmungen und Motorikeinschränkungen behandelt werden, desto besser sind die Erfolgsaussichten. Die intensive Behandlung findet meist im Rahmen einer stationären Rehabilitationsbehandlung in einer Fachklinik statt.
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