20. August 2009
Der Schlaganfall zählt in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Die Diagnose stellt meist der Notarzt oder die Ärzte im Krankenhaus.
Unter einem Schlaganfall versteht man eine Gehirnblutung oder eine Minderdurchblutung des Gehirns (so genannter Hirninfarkt). Die Nervenzellen, die sich in diesem Bereich des Gehirns befinden, werden ganz oder teilweise zerstört.
Patienten mit einem Schlaganfall leiden unter plötzlichen Lähmungen, sind oft bewusstlos und können plötzlich nicht mehr sprechen und/oder schlucken. Es kann auch zu motorischen Einschränkungen, Sehstörungen und Verwirrtheit kommen.
Man unterscheidet verschiedene Formen des Schlaganfalles, die sich auch durch unterschiedliche Beschwerden und Symptome äußern. Handelt es sich um einen so genannten frischen Schlaganfall, bilden sich die Symptome auch nach einigen Tagen nicht wieder zurück.
Es gibt auch Schlaganfälle, bei dem keine Symptome auftreten. Diese Form wird meist erst im Rahmen einer weitergehenden Untersuchung diagnostiziert.
Die so genannten TIA (transitorisch ischämische Attacke) sowie das PRIND (das prolongierte reversible ischämisch neurologische Defizit) sind Formen des Schlaganfalles, bei denen sich die Symptome wieder zurückbilden. Bei der TIA geschieht dies meist innerhalb eines Tages, beim PRIND dauert dies länger.
Patienten, die diese Schlaganfallsymptome aufweisen, werden meist intensivmedizinisch im Krankenhaus überwacht. Die Diagnostik wird daher meist im Rahmen einer stationären Behandlung gestellt.
Bei dem Betroffenen wird eine neurologische sowie körperliche Untersuchung durchgeführt. Daneben wird ein EEG geschrieben, bei dem die Hirnströme gemessen werden. Auch ein EKG (Messung der Herzströme) wird durchgeführt.
Um den Allgemeinzustand des Patienten beurteilen zu können, erfolgt auch immer eine Untersuchung des Blutes.
Für die eigentliche Diagnostik eines Apoplex, wie der Mediziner den Schlaganfall in der Fachsprache nennt, wird jedoch eine Computertomografieaufnahme (CT) des Kopfes benötigt. Durch diese Aufnahme kann festgestellt werden, ob es sich um einen Hirninfarkt oder eine Hirnblutung handelt. Handelt es sich um eine Hirnblutung, kann das Blut auf der Aufnahme als Fleck diagnostiziert werden. Durch das CT kann der Arzt auch beurteilen, wie schwer der Schlaganfall ist bzw. wie groß das von der Krankheit betroffene Gehirnareal ist.
Teilweise werden auch eine Ultraschalluntersuchung sowie eine Untersuchung der Gefäße (Doppler-Sonografie) durchgeführt. Diese Untersuchungen werden oft in der Arztpraxis für die Erstdiagnose durchgeführt.
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