Eine Eisenmangelanämie entsteht, wenn dauerhaft zu wenig Eisen aufgenommen wird. Dem Körper steht zur Produktion von roten Blutkörperchen nicht genügend Eisen zur Verfügung. Betroffene leiden meist unter Blässe, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schwäche.
Eisenmangel ist die häufigste Anämie-Ursache. Die Anzeichen einer Eisenmangelanämie sind blasses Aussehen der Patienten, schnelle Ermüdbarkeit, trockene Haut, verstärkter Haarausfall sowie spröde und brüchige Fingernägel. Weitere Merkmale sind Einrisse in den Schleimhäuten, zum Beispiel der Nasenschleimhaut; zuweilen klagen die Patienten auch über Schluckbeschwerden.
Offenbar ist der Organismus nicht in der Lage, die geringe benötigte Menge an Eisen, dieses sind nur wenige Milligramm, seiner eisenhaltigen Umwelt zu entnehmen. Bei ungenügender Eisenzufuhr wird zunächst das gespeicherte Eisen, die Eisenreserve des Körpers, aufgebraucht. Die Bildung des roten Blutfarbstoffs wird zuletzt beeinträchtigt, was dann als Eisenmangelanämie bezeichnet wird. Die Konzentration des roten Blutfarbstoffs im Blut beträgt normalerweise etwa 14 bis 18 Gramm pro 100 Milliliter Blut. Jeder Wert unterhalb 12 g/dl Hämoglobin gilt als Eisenmangelanämie.
Eine fleischreiche Ernährung ist die beste Vorbeugung einer Eisenmangelanämie, da Fleisch viel Eisen enthält. Etwa 30 Prozent davon kann der Körper resorbieren. Weniger gut verwertet wird hingegen das Eisen aus Milch, Milchprodukten und Eiern. Der Eisenwert von Salaten, Gemüsen und Getreideprodukten ist noch geringer.
Behandelt wird die Eisenmangelanämie durch Verabreichung von Eisenpräparaten. Hierbei besteht keine Gefahr einer Eisenüberladung, da die Eisenresorption sich selbst reguliert. Dieses gilt jedoch ausschließlich für Präparate, welche geschluckt werden. Am besten resorbiert wird Eisen, welches als Eisen-II-Sulfat verabreicht wird. Das Schlucken von Eisenpräparaten sollte im übrigen auch vorbeugend von Blutspendern, die alle drei Monate Blut spenden, erfolgen.
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