19. Oktober 2009
Die Therapie der Erkrankung dauert meist mehrere Jahre. Vorbeugen kann man der Dysmorphophobie nicht.
Hauptpunkt in der Therapie ist die psychotherapeutische Behandlung. Der Psychotherapeut führt eine so genannte Verhaltenstherapie durch, die oftmals gute Ergebnisse erzielt. Im Rahmen der Behandlung wird der Betroffene über seine Erkrankung aufgeklärt und von seinem Therapeuten angehalten, sich zum Beispiel ungeschminkt in der Öffentlichkeit zu zeigen und auf die Reaktion andere Menschen zu achten. Dabei soll der Patient bemerken, dass die anderen Menschen in keinster Weise über das Äußere des Patienten lachen. Der Therapeut erarbeitet mit dem Patienten ein realistisches Selbstbild, das dem Patienten hilft, sich so zu sehen, wie er oder sie wirklich aussieht.
In einigen Fällen werden zusätzlich auch Medikamente verordnet.
Bis die Therapie eine Wirkung zeigt, vergehen –je nach Schwere der Erkrankung- Monate oder Jahre. Es hängt dabei auch stark von der Mitarbeit des Patienten ab.
Vorbeugen kann man der Krankheit nicht, da die genauen auslösenden Ursachen noch nicht bekannt sind.
Wer jedoch regelmäßig Patient bei Schönheitschirurgen oder anderen Fachärzten ist und sich auf angebliche kosmetische Makel behandeln lässt, sollte darauf hingewiesen werden, dass es hier nichts zu korrigieren gibt. Freunde und Familie sollten dabei aufmerksam sein, um eine mögliche Erkrankung frühzeitig erkennen zu können. Nicht jeder, der sich kosmetisch operieren lässt, leidet unter Dysmorphophobie. Die Erkrankung wird jedoch noch immer häufig nicht erkannt, auch nicht von entsprechenden Ärzten, die die kosmetischen Eingriffe durchführen.
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06.09.11 | |
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