3. Juni 2004
Von Kai Zielke
In unserem Alltag werden sogenannte depressive Verstimmungen häufig gleichgesetzt mit Depressionen. Dabei handelt es sich hierbei um zwei völlig unterschiedliche Schweregrade dieser psychischen Erkrankung.

Depressive Verstimmungen wie Lustlosigkeit oder schlechte Laune sind in der Regel zeitlich begrenzt, eine ernsthafte Depression kann hingegen kaum ohne fremde Hilfe bewältigt werden und bis zur Selbstmordgefahr reichen. In der Medizin wird außerdem noch zwischen drei unterschiedlichen Formen der Depression unterschieden.
Bei der lavierten Depression, auch getarnte Depression genannt, werden psychische Störungen durch Krankheiten und Symptome wie Magenbeschwerden, Rückenschmerzen oder Gelenkschmerzen kaschiert. Dass eine psychische Störung und keine organische Ursache der Grund für diese körperlichen Beschwerden ist wird häufig erst nach zahlreichen Arzt- oder Krankenhausbesuchen erkannt.
Die genauen Ursachen der psychotischen Depression sind bisher nicht ausreichend geklärt, jedoch wird vermutet, dass Vererbung oder chemische Veränderungen im Organismus Grund für die Depression sind.
Ursache für eine neurotische Depression sind einschneidende Erlebnisse oder Ereignisse, zum Beispiel veränderte Lebenssituationen wie plötzliche Arbeitslosigkeit oder der Tod eines Angehörigen. Auch körperliche Veränderungen und schwere Krankheiten können die Ursache sein. Die nicht seltene Depression während der Schwangerschaft gehört ebenfalls in den Bereich der neurotischen Depressionen.
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