19. November 2009
Von Viola Reinhardt
Der Welt-Aids-Tag, der jedes Jahr am 1. Dezember stattfindet, wurde einst im Jahre 1988 durch die WHO ins Leben gerufen. Seit dem finden an diesem Tag rund um den Globus zahlreiche Veranstaltungen statt, die sowohl das Bewusstsein der tödlichen Präsenz dieses Virus ebenso ins Gedächtnis rufen sollen als auch dahingehend, dass Safer-Sex und Toleranz zu den Erkrankten keine Wörter sind, die im Duden stehen.
Jeder der Gedenktage steht hierbei weltweit unter einem bestimmten Motto, das im Zeitraum von 2005 bis 2010 "Stop AIDS. Keep the Promise." heißt und sich auf die Zusammenkunft der Politiker aus 189 Länder bezieht, die 2001 das Versprechen gaben, HIV und Aids national und international stärker bekämpfen zu wollen. Leider ist es in zahlreichen Ländern bis heute bei diesem einst gegebenen Versprechen geblieben.
Obwohl sich dank intensiver Forschungsarbeiten und einer deutlich gestiegenen Informierung der Bevölkerung, sowohl die Überlebenszeiten bei den Betroffenen deutlich erhöht haben als auch der Umgang mit dem Thema Aids und HIV bewusster bei den Menschen angekommen ist, zeigt sich die Neuinfektionsrate weltweit mit einer 2,7fachen Rate so hoch, wie sie es bei denjenigen Betroffenen mit einer antiretroviralen Behandlung der Fall ist. Auch heftige Rückschläge im Bezug auf die Entwicklung eines Impfstoffes werden immer wieder verzeichnet und lassen allein deshalb schon oft eine gewisse Mutlosigkeit entstehen. Doch dagegen steht die Entwicklung unterschiedlicher Medikamente, die Aids erträglicher machen oder auch den Ausbruch von HIV verschieben können.
Der kommende 1. Dezember ist wieder einmal mehr ein wichtiges Datum, dem sich Erwachsene ebenso öffnen sollten als auch Kinder und Jugendliche. Denn eines ist an dieser Erkrankung sicher: Jeden kann es treffen und nur wenn mit eingehenden Informationen und Appellen das Bewusstsein der Präsenz dieses Virus ebenso geschärft wird als auch das Beachten unterschiedlicher präventiver Maßnahmen, kann dem HIV zumindest ein großer Teil an Schrecken genommen und die Neuinfizierungen deutlich gemindert werden. Also sehen wir hin und bitte nicht nur am Welt-Aids-Tag am 1. Dezember.
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