9. November 2009
Von Viola Reinhardt
Ein Begriff, der im Zusammenhang mit Diäten geradezu zwangsläufig auftaucht ist der Begriff "Kalorien". Kalorien, besser gesagt Kilokalorien, ist eine, zumal auch noch veraltete, Maßeinheit für den Energiewert, der in einem bestimmten Lebensmittel enthalten ist und bei der Aufnahme des Lebensmittels dem Körper zur Verfügung gestellt wird. Überschüssige Kalorien verbraucht der menschliche Organismus nicht, sondern speichert sie, sozusagen als Energiereserve, indem er Fettzellen bildet, die er, im Bedarfsfall, zur Energiebeschaffung wieder auflösen und die darin gespeicherte Energie freisetzen kann.
Jeder Mensch hat einen so genannten "Grundumsatz", das ist die Energiemenge, die er täglich zum Leben im Ruhezustand braucht und einen so genannten Leistungsumsatz, das ist die Energiemenge die er für seine körperliche Betätigung benötigt. Alle Diäten setzen zunächst einmal da an, dass die dem Körper täglich zugeführte Energiemenge hinter dem zurückbleibt, was für den Grund- und Leistungsumsatz benötigt wird und der Köper damit dazu gezwungen wird, seine im Fettgewebe gespeicherten Energiereserven anzugehen.
Die Ernährung besteht im Wesentlichen aus drei Bausteinen, nämlich aus Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten. Eiweiß ist der Stoff aus dem zum Beispiel unsere Muskeln gemacht sind. Keine vernünftige Diät wird daher an der Zuführung von Eiweiß sparen! Es bleiben also noch Fett und Kohlenhydrate. Ob man die Reduktion der Energiemenge nun über die Einnahme von weniger Fett (sog. Low-Fat-Diäten) oder von weniger Kohlenhydraten (sog. Low-Carb-Diäten) vornehmen sollte, ist umstritten. Beide Stoffe führen dem Körper Energie zu, wobei Fett dem Körper etwa doppelt so viel Energie zuführt wie die gleiche Menge an Kohlenhydraten. Es erscheint daher auf den ersten Blick einfacher, die Energiezufuhr mit der Aufnahme von weniger Fett zu verringern. Dagegen sprechen allerdings die vielen Erfolge der Low-Carb-Diäten, die oft sehr schnell zu einer deutlichen Gewichtsreduktion führen.
Bei all dem sollte man aber eines nicht vergessen, denn es gibt noch eine dritte Möglichkeit der Gewichtsreduktion, nämlich die Steigerung des Energieverbrauchs durch sportliche Betätigung! Durch regelmäßige sportliche Betätigung steigt nicht nur der Leistungsumsatz sondern, weil beispielsweise der Herzmuskel dadurch größer wird, auch der Grundumsatz. Einmal von dem reinen Aspekt des Abnehmens abgesehen, strafft Sport auf eine gesunde Art und Weise die Figur, verleiht mehr an Kondition und erhöht deutlich die Ausstrahlung. Wenn man dann durch Joggen, Walken, Schwimmen, Reiten oder selbst Golf, das eine oder andere Pfund verliert, ist das schlussendlich die gesündeste Variante. Wer also gesund und gleichzeitig effektiv abnehmen will, der sollte zwar einerseits auf eine ausgewogene Ernährung achten, zugleich aber andererseits unbedingt schauen, dass er sich sportlich betätigt, denn das ist, sicher nicht nur was das Abnehmen betrifft, ganz gewiss der Königsweg!
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