Diäten im Überblick und wie man die passende für sich findet

Schlank, dynamisch, fit - welche Diäten bringen wirklich den langfristigen Erfolg? Und warum nehmen wir trotz gleicher Diät unterschiedlich ab? Es gibt zahlreiche unterschiedliche Diätformen und Ernährungskonzepte, die eine Menge versprechen; häufig jedoch können sie diese Versprechen nicht halten. Andere Ernährungskonzepte wiederum funktionieren gut, ohne der Gesundheit zu schaden. Ein Ratgeber in Sachen Diäten - informieren Sie sich hier.

Vor- und Nachteile unterschiedlicher Ernährungskonzepte und Diätformen

Schlank, dynamisch, fit - welche Diäten bringen wirklich den langfristigen Erfolg?

Schwammige Erklärungen, undurchsichtige Diätrezepte, fragwürdige Abnehmmittel - viele Diäten bringen nichts und verhelfen allenfalls zu noch mehr Pfunden. Was ist dran an Low-Carb, Low-Fat und FdH-Konzept? Gibt es wirksame Diätkonzepte?

Nicht immer sind Diätfehler schuld

Nahezu jeden Tag kommen neue Diätsysteme auf den Markt. Die Diätindustrie boomt und verspricht schnelle Erfolge ohne Hungern. Doch komplizierte Ernährungsprogramme und gesundheitliche Probleme machen Abnehmwilligen das Leben schwer.

Bei einem Misserfolg sprechen Hersteller von Diätprodukten und Erfinder von "Top-Diäten" gerne von Diätfehlern. Doch das ist häufig ein Irrtum, denn zahlreiche Diätformen sind ungeeignet und schaden mehr als sie nützen. Gesundheitsexperten haben die bekanntesten Diäten auf ihre Effektivität getestet und Vor- und Nachteile ermittelt.

Klassiker FdH - Friss die Hälfte

Das Diätprinzip FdH ist denkbar unkompliziert. Einfach von allem die Hälfte essen und garantiert Pfunde verlieren. Kalorientabellen braucht niemand, auch komplexe Berechnungen sind nicht nötig. Doch so leicht ist es nicht, denn es kommt darauf an, welche Nahrungsmittel reduziert werden.

FdH-Vorteile

Jeder kann ohne Aufwand sofort loslegen und muss keine Diätpläne aufstellen oder Lebensmittel akribisch abwiegen. Vorschriften gibt es keine. Wer Lust hat, kann spät am Abend essen und bei Heißhungerattacken Mineralwasser trinken. Sport ist kein Pflichtfach, kann aber als begleitende Unterstützung dienen.

FdH-Nachteile

So praktisch die FdH-Methode auch sein mag, die Nachteile sind offensichtlich. Wer nur noch die Hälfte isst, bekommt zwangsläufig Hunger, der auch mit reichlich Flüssigkeitszufuhr nicht zu stoppen ist. Der Körper ist auf Hungersnot eingestellt, fährt den Stoffwechsel herunter und senkt dadurch den Energiebedarf. Fett wird nur wenig verbrannt, dafür wertvolle Eiweißstoffe, die für den Muskelaufbau wichtig sind.

Wer an geringe Kalorienmengen gewöhnt ist, kann den Körper schwer wieder an größere Essensmengen gewöhnen. Aufgrund des verlangsamten Stoffwechsels werden überschüssige Kalorien prompt in Fett umgewandelt. Der Jojo-Effekt lässt nicht lange auf sich warten.

Low-Fat-Diät - immer den Fettanteil im Blick

Die Low-Fat-Diät beruht auf dem Prinzip der Fettreduzierung. Die komplette Ernährung ist auf die Minimierung von Fett ausgerichtet. Allerdings braucht der Körper ein ausgewogenes Maß an gesättigten und ungesättigten Fettsäuren.

Bei der Low-Fat-Diät werden sowohl Fettsäuren als auch fettlösliche Vitamine reduziert. Nahrungsmittel sollen keinen höheren Fettanteil als 30 Prozent aufweisen. Die Favoriten bei dieser Ernährungsform sind Vollkornprodukte, Gemüse und Obst.

Low-Fat-Vorteile

Eine fettreduzierte Ernährung in Kombination mit ausreichend Bewegung bringt durchaus Erfolge. Da eine komplette Ernährungsumstellung auf fettarme Kost erfolgt, sinkt das Risiko für den Jojo-Effekt.

Die Erstellung eines fettreduzierten Diätplans ist relativ einfach zu bewerkstelligen und lässt sich auch in den beruflichen Alltag integrieren. Eine fettarme Ernährung ist zudem sinnvoll, um Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall vorzubeugen. Bei der Auswahl der Lebensmitteln haben Abnehmwillige reichlich Auswahl.

Low-Fat-Nachteile

Bei der Low-Fat-Diät werden nicht nur Fette reduziert, sondern auch wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Es besteht zudem die Gefahr eines Mangels an wertvollen Fettsäuren, denn auch zu wenig Fett ist für den Körper ungesund.

Außerdem muss der Blick ständig auf den Fettanteil in den Lebensmitteln gerichtet sein. Zwar unterstützen Nährwerttabellen das Prozedere, dennoch muss der Fettgehalt immer wieder anhand der Tabellen ermittelt werden.

Besonders wichtig ist bei der Low-Fat-Diät, möglichst nur tierische Fette zu reduzieren und genügend pflanzliche Fette aufzunehmen, beispielsweise Olivenöl.

Low-Carb-Diät - viel Fett und Eiweiß

Low-Carb bedeutet kohlenhydratarme Ernährung, die zu großen Teilen aus Fett und Eiweiß besteht. Zu dieser Kategorie zählen Konzepte wie die Atkins-Diät oder die Southbeach-Diät.

Alle Lebensmittel mit sehr wenig Kohlenhydraten sind erlaubt - zu den Favoriten gehören Eier, Käse und Fleisch vom Schwein oder Rind. Dagegen werden Nudeln, Brot und Kartoffeln von der Speisekarte gestrichen.

Low-Carb-Vorteile

Werden nur wenig Kohlenhydrate zugeführt, holt sich der Körper die benötigte Energie aus den Fettdepots. Dadurch purzeln die Pfunde.

Befürworter dieses Diätkonzepts sind der Überzeugung, dass eine eiweiß- und fettreiche Kost schneller satt macht, weshalb die Nahrungszufuhr eingeschränkt wird. Die Low-Carb-Diät soll zudem den Blutzuckerspiegel auf einem konstanten Level halten, was Schwankungen des Insulinspiegels verhindert und somit auch das Risiko für Heißhungerattacken.

Low-Carb-Nachteile

Kritiker warnen, dass die Low-Carb-Diät zu bedenklichem Vitaminmangel und zu einem Anstieg der Blutfettwerte führen kann. Ebenso zeigen britische Studien, dass die Low-Carb-Ernährung das Herz-Kreislaufsystem belasten kann.

Außerdem kritisieren Mediziner die ungewöhnlich hohe Eiweißzufuhr bei gleichzeitiger Ballaststoffreduzierung. Gesundheitsexperten empfehlen statt des Kohlenhydratverzichts ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Kohlenhydraten und Ballaststoffen, wie in Vollkornbrot enthalten.

Lebensmittel wie Zucker weisen einen hohen glykämischem Index auf, wodurch der Blutzuckerspiegel kurzfristig stark ansteigt und die Insulinproduktion anregt. Doch je mehr Insulin der Körper freisetzt, desto schneller kommt es zu Heißhunger. Ein Effekt, der dem Low-Carb-Diät-Prinzip zuwiderläuft.

Low-Fat vs. Low-Carb - beliebte Diätkonzepte im Vergleich

Ein wesentlicher Begriff, der im Zusammenhang mit Diäten geradezu zwangsläufig auftaucht, ist "Kalorien". Kalorien, besser gesagt Kilokalorien, ist eine, zumal auch noch veraltete, Maßeinheit für den Energiewert, der in einem bestimmten Lebensmittel enthalten ist und bei der Aufnahme des Lebensmittels dem Körper zur Verfügung gestellt wird. Überschüssige Kalorien verbraucht der menschliche Organismus nicht, sondern speichert sie, sozusagen als Energiereserve, indem er Fettzellen bildet, die er, im Bedarfsfall, zur Energiebeschaffung wieder auflösen und die darin gespeicherte Energie freisetzen kann.

Grundumsatz und Leistungsumsatz

Jeder Mensch hat einen so genannten "Grundumsatz", das ist die Energiemenge, die er täglich zum Leben im Ruhezustand braucht und einen so genannten Leistungsumsatz, das ist die Energiemenge, die er für seine körperliche Betätigung benötigt.

Alle Diäten setzen zunächst einmal da an, dass die dem Körper täglich zugeführte Energiemenge hinter dem zurückbleibt, was für den Grund- und Leistungsumsatz benötigt wird und der Köper damit dazu gezwungen wird, seine im Fettgewebe gespeicherten Energiereserven anzugehen.

Die drei Bausteine der Ernährung

Die Ernährung besteht im Wesentlichen aus drei Bausteinen, nämlich aus:

  1. Eiweiß
  2. Fett
  3. Kohlenhydraten

Eiweiß ist der Stoff, aus dem zum Beispiel unsere Muskeln gemacht sind. Keine vernünftige Diät wird daher an der Zuführung von Eiweiß sparen!

Es bleiben also noch Fett und Kohlenhydrate. Ob man die Reduktion der Energiemenge nun über die Einnahme von weniger Fett (sog. Low-Fat-Diäten) oder von weniger Kohlenhydraten (sog. Low-Carb-Diäten) vornehmen sollte, ist umstritten. Beide Stoffe führen dem Körper Energie zu, wobei Fett dem Körper etwa doppelt so viel Energie zuführt wie die gleiche Menge an Kohlenhydraten.

Es erscheint daher auf den ersten Blick einfacher, die Energiezufuhr mit der Aufnahme von weniger Fett zu verringern. Dagegen sprechen allerdings die vielen Erfolge der Low-Carb-Diäten, die oft sehr schnell zu einer deutlichen Gewichtsreduktion führen.

Der Nutzen von Sport

Bei all dem sollte man aber eines nicht vergessen, denn es gibt noch eine dritte Möglichkeit der Gewichtsreduktion, nämlich die Steigerung des Energieverbrauchs durch sportliche Betätigung. Durch regelmäßige sportliche Betätigung steigt nicht nur der Leistungsumsatz, sondern, weil beispielsweise der Herzmuskel dadurch größer wird, auch der Grundumsatz.

Einmal von dem reinen Aspekt des Abnehmens abgesehen, strafft Sport auf eine gesunde Art und Weise die Figur, verleiht mehr an Kondition und erhöht deutlich die Ausstrahlung. Wenn man dann durch

das eine oder andere Pfund verliert, ist das schlussendlich die gesündeste Variante.

Fazit

Wer also gesund und gleichzeitig effektiv abnehmen will, der sollte zwar einerseits auf eine ausgewogene Ernährung achten, zugleich aber andererseits unbedingt schauen, dass er sich sportlich betätigt. Denn das ist, sicher nicht nur was das Abnehmen betrifft, ganz gewiss der Königsweg.

Formula-Diät - trinkfertige Mahlzeiten

Formula-Diäten unterstützen beim Abnehmen als trinkfertige Mahlzeiten oder Pulvermischungen, die mit Wasser angerührt werden. Wer sich ausschließlich von Formula-Drinks ernährt, kann innerhalb kurzer Zeit viel Gewicht verlieren.

Besonders geeignet ist diese Diätform für stark Übergewichtige oder Diät-Anfänger. Allerdings stellt sich dauerhafter Erfolg nur ein, wenn Abnehmwillige lernen, ohne das Diät-Pulver auszukommen.

Formula-Diät-Vorteile

Für rasche Abnehmerfolge haben sich Formula-Diäten bewährt. Die Zusammensetzung der Instant-Mahlzeiten folgt der Diätverordnung und garantiert die Zufuhr aller wichtigen Nährstoffe und Vitamine.

Kalorienzählen und Berechnungen von Fettanteilen sind nicht nötig, die Mahlzeiten stehen im Handumdrehen auf dem Tisch und müssen nicht aufwändig zubereitet werden. Der hohe Proteinanteil spendet Energien und schont die körpereigene Eiweißproduktion, um einen zu schnellen Proteinabbau zu verhindern.

Formula-Diät-Nachteile

Für den Dauerkonsum sind Formula-Produkte nicht geeignet, denn am Ende hilft nur eine Umstellung des Ernährungsverhaltens. Formula-Diäten sind eintönig, obwohl es inzwischen eine Vielfalt an Geschmacksrichtungen gibt.

Viele Verbraucher haben ein starkes Bedürfnis, sich etwas Gutes gönnen zu müssen und essen zusätzliche Snacks. Dadurch erhöht sich die Kalorienaufnahme drastisch und der Jojo-Effekt setzt ein.

Nach einer Formula-Kur arbeitet der Körper auf Sparflamme und verbraucht weiter weniger Energien. Die Folge: Das Gewicht kann schnell wieder steigen.

Als kurzfristige Maßnahme eignen sich Formula-Diäten jedoch gut. Allerdings ersetzen sie keine ausgewogene Ernährung oder sportliche Aktivitäten.

Der Testsieger - eine gesunde Mischkost

Bei der Mischkost-Diät geht es um eine Umstellung des Ernährungsverhaltens und der Bewegungsgewohnheiten. Strikte Verbote gibt es nicht, die Ernährungsanpassung erfolgt schrittweise.

Gemüse, Reis, Vollkornprodukte, Obst, mageres Fleisch, Fisch und Geflügel sind die favorisierten Nahrungsmittel. Die Kalorienzufuhr liegt bei etwa 1.200 Kalorien pro Tag, sodass niemand hungern muss. Tierische Fette sollten genau wie Kohlenhydrate mit hohem Glykämie-Index reduziert werden.

Der Fokus liegt nicht auf einem Diät-Programm mit wenig Nahrungsmitteln, sondern in deren Zusammenstellung. Das Ziel ist es, Essverhalten und Lebensstil auf "gesund" zu programmieren. Ernährungsexperten erstellen Diätpläne, die neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen. Rezepte und individuelle Sportprogramme unterstützen beim Abnehmen.

Bei einer Ernährung mit gesunder Mischkost stellen sich die Erfolge zwar langsamer ein, dafür wirken sie nachhaltig. Für eine gesunde Gewichtsreduzierung ist eine unter fachlicher Anleitung erstellte ausgewogene Mischkost-Diät die beste Ernährungsform und für jeden geeignet.

Die Diät finden, die zu einem passt

Wer mit zu viel Pfunden zu kämpfen hat, sucht in der Regel händeringend nach unterschiedlichen Möglichkeiten, um diese wieder loszuwerden. Der gängige Ansatz ist dabei, mit einer Diät zu beginnen, die einem zum Traumkörper verhelfen soll. Doch schon allein die Zahl der Opfer des gefürchteten "Jojo-Effekts" beweist, dass längst nicht jede Idee zu jedem Menschen passt.

Definieren Sie Ihre Ziele

Der Weg, um endlich die überschüssigen Pfunde loszuwerden, beginnt aus diesem Grund mit der Recherche danach, welche Diät zu Ihnen passt.

Der erste Schritt lautet dabei: Definieren Sie Ihre Ziele. Wollen Sie langsam und angenehm abnehmen oder ist es Ihnen wichtig, in einer so genannten "Crush-Phase" sehr schnell viel Gewicht zu verlieren? Ein Ziel sollte dabei für Sie nicht verhandelbar sein: Die Diät soll zur dauerhaften Gewichtsabnahme führen und somit auch einen Lebenswandel begründen.

Der Schlüssel: Die Ernährung

Eine unangenehme Wahrheit für jeden Übergewichtigen lautet: Er isst falsch und bewegt sich vermutlich zu wenig. Um die Diät zu finden, die zu Ihnen passt, müssen Sie deshalb Ihre Ernährung analysieren und die Elemente streichen oder reduzieren, die Ihre Probleme verursachen.

Es kann Sinn machen, dies mit Expertenhilfe zu tun und sich dafür beispielsweise an einen Arzt oder einen Ernährungsberater zu wenden, denn oft liegt der Fehler zum Beispiel darin begründet, dass man statt Äpfel Bananen zu sich nimmt, die jedoch viele Dickmacher in sich tragen.

Um ein tragfähiges Ernährungskonzept zu entwickeln, sollten Sie allerdings auch so ehrlich mit sich sein und zugeben, dass es bestimmte Nahrungsmittel und Getränke gibt, auf die sie nicht verzichten möchten.

Suchen Sie nach einem Konzept, dass diese in reduzierter Form integriert. Denn der Todfeind jeder erfolgreichen Diät ist das Gefühl des dauerhaften Verzichts.

Ohne Sport geht es nicht

Wer dauerhaft abnehmen möchte und dünn bleiben will, braucht dafür nicht nur ein tragfähiges Ernährungskonzept, sondern auch ausreichend Bewegung. Ohne Sport geht es deshalb nicht, er gehört zur Diät zwingend mit dazu.

Es gibt gewisse Tricks, wie man diesen leichter in sein Leben integrieren kann: Sinnvoll ist eine Beschäftigung, die einem Freude macht und die man nach Möglichkeit nicht alleine, sondern in Gesellschaft ausüben sollte, um sich auch dann noch motivieren zu können, wenn die schwierigen Phasen kommt.

Fazit

Die richtige Diät erkennen Sie deshalb daran, dass Sie das Konzept auch dann noch durchhalten können, wenn Ihr Geist sich zu wehren beginnt. Dabei gilt: Die ersten drei Monate sind die schwierigsten.

Wer merkt, dass er abnimmt, kann daraus meist schon allein die nötige Motivation ziehen.

Warum wir trotz gleicher Diät unterschiedlich abnehmen

Haben Sie sich schon einmal gewundert, warum zwei Menschen, die die gleiche fettarme Diät einhalten, der eine fettleibig wird und zu Diabetes neigt, während der andere aber erfolgreich abnimmt? Nun, die "Yale School of Medicine Research" gibt darauf die Antwort: Unser Gewicht wird noch vor unserer Geburt im Gehirn festgelegt.

Tierversuch: Wird das Gewicht von den Genen bestimmt?

Die Wissenschaftler der drittältesten Universität in den Vereinigten Staaten von Amerika analysierten die einleitende Frage anhand einer Gruppe von Ratten. Die Tiere wurden so gezüchtet, dass Sie eine Anfälligkeit für ernährungsbedingte Fettleibigkeit besitzen, bevor man sie auf eine fett- und kalorienreiche Ernährung setzte.

Die Forscher kamen zu der Erkenntnis, dass übergewichtige Tiere in Abhängigkeit ihrer Ernährung einen deutlichen Unterschied in der Gehirnaktivität aufwiesen. Neuronen, die Signale senden, wenn die Ratten genug gegessen haben, sind bei übergewichtigen Tieren viel träger, weil sie von anderen Zellen in der Ausübung ihrer Funktion gehemmt werden.

Bei Tieren, die resistent gegen Fettleibigkeit sind, sind die Neuronen, die den Zeitpunkt der Sattheit signalisieren, viel aktiver und eher bereit, mit dem Rest des Gehirns und dem peripheren Gewebe in kommunikative Verbindung zu treten.

Übertragung auf den Menschen

Es scheint, dass diese Basis der Verdrahtung des Gehirns eine Determinante der eigenen Anfälligkeit für Übergewicht entwickelt. Diese Beobachtungen ergänzen die Aussage, dass es weniger um den persönlichen Willen geht oder um die Tendenz der Fettleibigkeit im Erwachsenenalter selbst, sondern viel mehr um den Bezug zwischen den Informationen in unserem Gehirn.

Die Autoren der Studie weisen aber auch auf andere unerwünschte Folgen dieser Mechanismen im Gehirn hin. Wer anfällig für ernährungsbedingte Fettleibigkeit ist, kann im Gehirn eher an Entzündungen leiden, während das bei jenen, die der Fettleibigkeit gegenüber resistent sind, eher unwahrscheinlich ist. Diese entzündliche Reaktion im Gehirn kann auch erklären, warum Menschen, die fettleibig sind, es bedeutend schwerer haben, Gewicht zu verlieren.

Genetisch und epigenetisch, sowie durch verschiedene Umweltfaktoren wird die Grundlage für die Verdrahtung im Gehirn gelegt. Die Kernaussage ist hierbei vor allem, dass nicht klar ist, wodurch das sich entwickelnde Gehirn neben Genetik und mütterlicher Ernährungsweise in seiner Verdrahtung beeinflusst wird.

Fazit

So bleibt zunächst unklar, wie letztlich entschieden wird, ob das Individuum gegenüber ernährungsbedingter Fettleibigkeit anfällig oder resistent sein wird. Die Wissenschaftler der Yale-Universität gaben an, weitere Studien durchführen zu wollen, die zu mehr Erkenntnissen führen sollen.

Diverse Diätformen im Überblick

Wie bereits erwähnt, ist die Anzahl der verschiedenen Diätformen sehr groß - im Folgenden gehen wir auf ein paar Modelle etwas genauer ein.

Die Zitronensaftdiät

Zitronensaft hat auch viele Nachteile
Zitronensaft hat auch viele Nachteile

Was der Hauptbestandteil der Zitronensaft-Diät ist, ist natürlich nicht schwer zu erraten. Welche Vor- und Nachteile hat es, wenn man über den Tag verteilt immer wieder Zitronensaft trinkt? Informieren Sie sich hier.

Die Schlank-im-Schlaf-Diät

Nun ja, tagsüber schlemmen und faul auf dem Sofa sitzen, ist nicht gerade der Figur förderlich und sich dann darauf verlassen, einfach schlafen zu gehen und morgens weniger Gewicht auf die Waage zu bringen, ist und bleibt ein Wunschtraum. Doch mit einigen Begleitmaßnahmen lässt sich tatsächlich der Schlaf als Schlankheitsaktivator einsetzen. Hier gehen wir im Detail auf die Schlank-im-Schlaf-Diät ein.

Die folgende Diät gilt als Variante der Schlank-im-Schlaf-Diät...

Die Schlank-am-Strand-Diät

Die Schlank-am-Strand-Diät von Dr. Detlef Pape ist eine Variante des Konzepts "Schlank im Schlaf" und basiert wie dieses auf der Grundlage der Insulin-Trennkost. "Schlank am Strand" soll dabei nicht nur zur Bikini-Figur verhelfen, sondern auch im Strandurlaub durchführbar sein. Informieren Sie sich hier.

Die HCG-Diät

Die HCG-Diät verspricht wahre Wunderresultate. In einem Monat soll man problemlos 30 Kilogramm und mehr abnehmen können, ohne dass dabei irgendeine Nahrungsmittelgruppe verboten wäre.

Doch faktisch ist die HCG-Diät ein Spiel mit immensem Risiko auf Kosten der eigenen Gesundheit. Hier gehen wir genauer auf die HCG-Diät ein.

Die Stress-Diät

Ein bisschen Stress und schon purzeln die Pfunde. Ganz so leicht ist es leider nicht, auch nicht mit der Stress-Diät.

Wichtig ist vor allem auch ausreichend Bewegung. Wie die Stress-Diät funktioniert, lesen Sie hier.

Die Instinkt-Diät

Wer zu viele Pfunde mit sich herumträgt und darunter leidet, sucht in der Regel verzweifelt nach einem Weg, um endlich den eigenen Traumkörper zu bekommen. Meistens sind solche Vorhaben jedoch durch Rückschläge und den berühmt-berüchtigten JoJo-Effekt gekennzeichnet.

Die Instinkt-Diät verspricht diesbezüglich ein wahres Wunder: Eine dauerhafte Abnahme ganz ohne Sport und JoJo-Effekt. Hier informieren wir genauer darüber.

Die Polymeal-Diät

Die Polymeal-Diät ist ein wissenschaftlich entwickeltes Konzept, das positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System ausüben soll. Es bezieht Lebensmittel in den Ernährungsplan ein, die im Mittelmeerraum täglich verzehrt werden. Hier gehen wir näher darauf ein.

Und auch die folgende Diät basiert auf mediterraner Ernährung...

Die Sonoma-Diät

Die so genannte Sonoma-Diät wurde von der amerikanischen Ernährungswissenschaftlerin Connie Guttersen entwickelt und ähnelt der Mittelmeerdiät. Der Name bezieht sich auf die Stadt Sonoma im US-Bundesstaat Kalifornien. Hier erklären wir das Funktionsprinzip der Sonoma-Diät.

Die Mahindra-Diät

Als Ayurveda wird die traditionelle indische Heilkunst bezeichnet, die vor allem in Indien, Sri Lanka und Nepal zur Anwendung kommt. Aus ihr geht auch die Mahindra-Diät hervor.

Entwickelt wurde sie von Sai Avatar Mahindra. Hier zeigen wir, wie sie funktioniert.

Die Brotdiät

Hauptnahrungsmittel der Brotdiät bilden Brot und Brötchen. Durch den Verzehr von ballaststoffreicher Nahrung soll ein hoher Sättigungsgrad herbeigeführt werden. Gleichzeitig bleiben auch Hungergefühle aus. Hier gehen wir näher auf die Brot-Diät ein.

Die Dash-Diät

"Dash" ist die Abkürzung von "Dietary approaches to stop Hypertension". Übersetzt bedeutet dies "Diätprogramm gegen hohen Blutdruck".

Die Dash-Diät wurde in den USA entwickelt und zur gesündesten Diät des Jahres 2013 gekürt. Hier gehen wir näher auf sie ein.

Die Atkins- und Protein-Diät

Unter dem Begriff "Protein-Diät" werden verschiedene Diäten zusammengefasst; sowohl die bereits ein wenig in die Jahre gekommene Atkins-Diät wie auch die ganz aktuelle Dukan-Diät gehören zur Gruppe der Protein-Diäten. Das Wirkprinzip ist stets dasselbe: Viel Eiweiß und eine eingeschränkte Kohlenhydrat-Zufuhr sollen die Pfunde zum Schmelzen bringen. Hier gehen wir näher auf dieses Diätprinzip ein.

Die Minus-1-Diät

Entwickelt wurde die Minus-1-Diät von den beiden Buchautoren Ronald Schweppe und Aljoscha Schwarz. Nach Ansicht der beiden Schriftsteller, von denen das Buch "Die Minus-1 Diät" stammt, ist Übergewicht vor allem das Resultat von Unachtsamkeit beim Essen.

So essen viele Menschen oft einfach nur aus Gewohnheit, wie zum Beispiel beim Fernsehen, und nicht, weil sie wirklich hungrig sind. Um dies abzustellen, sollte man auf seine innere Stimme hören und die eigenen Erfahrungen beachten. Hier gehen wir im Detail auf die Minus-1-Diät ein.

Die "Flache Bauch-Diät"

In den Vereinigten Staaten geistert die "Flat Belly Diet" schon seit dem Ende des letzten Jahres durch die Fitnessblätter. Und es wird nicht lange dauern, bis auch in Deutschland die Medien dieser Diät eine Heimat geben werden. Hier gehen wir etwas näher auf diese Diätform ein.

Die Vollfett-Diät

Unsere nordischen Nachbarn aus Schweden beschäftigen sich mit der Vollfett-Diät, die im Wesentlichen den Genuss von Vollmilch-Produkten propagiert. Lesen Sie hier, inwieweit diese eine Diät unterstützen können.

Die Entgiftungsdiäten

Gerade in der Fastenzeit nach Helau und Karneval erhalten viele so genannte Entgiftungsdiäten ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Obwohl es unzählige von ihnen gibt, haben sie alle gemeinsam, dass sie bestimmte Nahrungsmittel komplett verbieten und einen Schwerpunkt auf Gemüse legen, wobei die Kalorienzufuhr insgesamt drastisch gesenkt wird.

Vorgaben, die weniger als 1000 Kalorien pro Tag fordern, sind eher die Regel, als eine Ausnahme. Meistens sind solche Diäten auf wenige Wochen ausgelegt und sollen unseren Organismus von Giftstoffen und Stoffwechselrestprodukte befreien.

Diät in der Kritik

In der Medizin sind Fastenkuren umstritten und deren angeblich entgiftende Wirkung konnte bisher kaum belegt werden. Hinzu kommt der einfache Fakt, dass unser Körper eigentlich keine Hilfe beim Entgiften braucht. Ein gesunder Organismus scheidet über Urin, Stuhl und Schweiß die meisten schädlichen Stoffe aus.

Schwere Umweltgifte, die sich wie beispielsweise Quecksilber in unser Gewebe einlagern können, werden auch durch die gängigen Entgiftungsdiäten nicht herausgespült. Da solche Ernährungskonzepte neben einer äußerst geringen Proteinzufuhr meistens auch auf einer sehr niedrigen Kalorienaufnahme basieren, ist Muskelabbau eine garantierte Nebenwirkung, was schließlich den Fettstoffwechsel deutlich verlangsamt.

Wer nicht aus religiösen oder medizinischen Gründen Fastenkuren oder andere Entgiftungsdiäten befolgen muss, sollte von ihnen Abstand nehmen.

Die Zonen-Diät

Dr. Barry Sears entwickelte bereits in den 90er Jahren die Zonen-Diät, die von einer aggressiven Marketingstrategie begleitet wird. Von Beginn an wurde der Markt gezielt mit Büchern und DVDs überschüttet und wer im Internet nach detaillierten Informationen zur Zonen-Diät sucht, wird meist nur in kostenpflichtigen Mitgliederbereichen fündig.

Und dort erfährt man, dass dieses Abnehmkonzept auf einen sehr wohl überlegten Ansatz beruht, der keine der drei Makronährstoffe - Protein, Kohlenhydrate und Fett - verdammt, sondern in ein ausgewogenes Verhältnis bringt. Dabei wird grundsätzlich auf die jeweils gesündeste Nahrungsmitteloption zurückgegriffen.

Um zum Beispiel den Bedarf an Fetten zu decken, sind in der Zonendiät nur ungesättigte Fettsäuren zugelassen.

Diät in der Kritik

Trotz des heftigen Marketings, das bei kritischen Geistern zu Recht ein solides Maß an Skepsis hervorruft, handelt es sich bei der Zonendiät um ein in sich gut durchdachtes Ernährungskonzept, das keine gesundheitlichen Risiken birgt.

Viele Diätiker, die sich daran versucht haben, fanden jedoch die Mahlzeiten oft etwas zu klein und haben sich nicht genug gesättigt gefühlt, was das Durchstehen der Diät natürlich erschwert. Die Macher der Zonen-Diät bieten jedoch mit einer großen Online-Community eine gute Hilfestellung an, die zum Durchhalten animiert.

Die Grapefruit-Diät

Eine Diät-Idee, die es vor allem in der Yellow-Press zum Durchbruch geschafft hat, ist die Grapefruit-Diät. Das Konzept ist schlicht, denn der Name ist Programm. Informieren Sie sich hier.

Die South-Beach-Diät

Der Kardiologe Dr. Arthur Agatston entwickelte dieses Konzept, um überwichtigen Patienten einen Weg zu einer relativ schnellen Gewichtsabnahme zu zeigen, der jedoch auf langfristigen Erfolg abzielt.

In drei Phasen soll der Abnehmwillige an sein Wunschgewicht herangeführt werden und sich einer gesunden Lebensweise inklusive einer regelmäßigen sportlichen Betätigung annehmen. Hier gehen wir genauer auf die South-Beach-Diät ein.

Die tschechische Diät - staatlich verordnet

In internationalen Fitness-Medien macht eine neue Diät von sich Reden, die angeblich für Minister der tschechischen Regierung entworfen worden sein soll. Die hohe tägliche Belastung und den straffen Zeitplan berücksichtigend, ist die tschechische Diät auch für alle geeignet, die beruflich oder familiär stark eingespannt sind und sich nicht jeden Tag mit komplizierten Ernährungsregeln auseinandersetzen können oder wollen. Hier gehen wir auf diese Diätvariante ein.

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Quellenangaben
  • diät © bilderbox - www.fotolia.de
  • lemon in soda © sax - www.fotolia.de
  • waist measurement © Marc Dietrich - www.fotolia.de
  • Ab heute gesund! © Kathrin39 - www.fotolia.de
  • Kleine Speckfalte © Stefan Redel - www.fotolia.de
  • place setting with lettuce leaf © Yurok Aleksandrovich - www.fotolia.de

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