27. Mai 2011
Von Andreas Hadel
Haben Sie sich schon einmal gewundert, warum zwei Menschen, die die gleiche fettarme Diät einhalten, der eine fettleibig wird und zu Diabetes neigt, während der andere aber erfolgreich abnimmt? Nun, die "Yale School of Medicine Research" gibt darauf die Antwort: Unser Gewicht wird noch vor unserer Geburt im Gehirn festgelegt.

Die Wissenschaftler der drittältesten Universität in den Vereinigten Staaten von Amerika analysierten die einleitende Frage anhand einer Gruppe von Ratten. Die Tiere wurden so gezüchtet, dass Sie eine Anfälligkeit für ernährungsbedingte Fettleibigkeit besitzen, bevor man sie auf eine fett- und kalorienreiche Ernährung setzte.
Die Forscher kamen zu der Erkenntnis, dass übergewichtige Tiere in Abhängigkeit ihrer Ernährung, einen deutlichen Unterschied in der Gehirnaktivität aufwiesen. Neuronen, die Signale senden, wenn die Ratten genug gegessen haben, sind bei übergewichtigen Tieren viel träger, weil sie von anderen Zellen in der Ausübung ihrer Funktion gehemmt werden.
Bei Tieren, die resistent gegen Fettleibigkeit sind, sind die Neuronen, die den Zeitpunkt der Sattheit signalisieren, viel aktiver und eher bereit, mit dem Rest des Gehirns und dem peripheren Gewebe in kommunikative Verbindung zu treten.
Es scheint, dass diese Basis der Verdrahtung des Gehirns eine Determinante der eigenen Anfälligkeit für Übergewicht entwickelt. Diese Beobachtungen ergänzen die Aussage, dass es weniger um den persönlichen Willen geht oder um die Tendenz der Fettleibigkeit im Erwachsenenalter selbst, sondern viel mehr um den Bezug zwischen den Informationen in unserem Gehirn. Die Autoren der Studie weisen aber auch auf andere unerwünschte Folgen dieser Mechanismen im Gehirn hin.
Wer anfällig für ernährungsbedingte Fettleibigkeit ist, kann im Gehirn eher an Entzündungen leiden, während das bei jenen, die der Fettleibigkeit gegenüber resistent sind, eher unwahrscheinlich ist. Diese entzündliche Reaktion im Gehirn kann auch erklären, warum Menschen, die fettleibig sind, es bedeutend schwerer haben, Gewicht zu verlieren.
Genetisch und epigenetisch, sowie durch verschiedene Umweltfaktoren wird die Grundlage für die Verdrahtung im Gehirn gelegt. Die Kernaussage ist hierbei vor allem, dass nicht klar ist, wodurch das sich entwickelnde Gehirn neben Genetik und mütterlicher Ernährungsweise in seiner Verdrahtung beeinflusst wird. So bleibt zunächst unklar, wie letztlich entschieden wird, ob das Individuum gegenüber ernährungsbedingter Fettleibigkeit anfällig oder resistent sein wird. Die Wissenschaftler der Yale-Universität gaben an, weitere Studien durchführen zu wollen, die zu mehr Erkenntnissen führen sollen.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
GESTERN | |
![]() | ABNEHMEN |
27.05.12 | |
![]() | ABNEHMEN |
26.05.12 | |
![]() | ABNEHMEN |
25.05.12 | |
![]() | ABNEHMEN |
![]() | ABNEHMEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Abnehmen Forum

