18. März 2010
Als Blut bezeichnet man eine menschliche Körperflüssigkeit. Zu seinen Aufgaben gehören der Transport von Stoffen im Körper, die Regulierung des Wasserhaushalts sowie Abwehrfunktionen.
Als Blut (sanguis) wird eine menschliche Körperflüssigkeit bezeichnet, die zusammen mit dem Herz-Kreislaufsystem für das Funktionieren der unterschiedlichen Körpergewebe durch mannigfaltige Verknüpfungs- und Transportfunktionen sorgt. Gelegentlich nennt man das Blut auch flüssiges Organ oder flüssiges Gewebe. Zusammengesetzt wird es von speziellen Zellen und dem Blutplasma. Dieses proteinreiche Plasma fungiert im Herz-Kreislaufsystem als Träger der Blutzellen. Vor allem durch die mechanische Tätigkeit des Herzmuskels wird das Blut durch die verschiedenen Blutgefäße des Organismus gepumpt. Eine unterstützende Funktion haben dabei die Venenklappen.
Normale erwachsene Menschen verfügen über ein Blutvolumen von etwa 4,5 bis 6 Litern. Dies sind rund 6 bis 8 Prozent des Körpergewichts. Das menschliche Blut besteht zu 55 Prozent aus Plasma und 44 Prozent aus zellulären Bestandteilen. Daneben gehören auch Salze, Proteine, niedrig-molekulare Stoffe wie Monosaccharide, Nährstoffe wie Vitamine, Lipide und Zucker, gelöste Gase, Hormone sowie eine wässrige Lösung zur Blutzusammensetzung. Die rote Farbe des Blutes entsteht durch das Hämoglobin (Hb), das zur Gruppe der Blutfarbstoffe gehört.
Die Zellen, die im Blut enthalten sind, unterteilt man in rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten). Aufgabe der Erythrozyten ist der Transport von Kohlendioxid und Sauerstoff von den Lungen zu den Organen und Geweben. Zu ihren Bestandteilen gehört das Protein Hämoglobin. Dieses ist für die Bindung des Sauerstoffs sowie dessen Transport verantwortlich und verleiht dem Blut seine rote Farbe.
Hauptaufgabe der Leukozyten ist die Abwehr von Krankheitserregern und körperfremden Stoffen. Dabei werden die weißen Blutkörperchen durch die Stoffwechselprodukte der Krankheitserreger angelockt. Da sie über Eigenbeweglichkeit verfügen, können sie die Blutgefäße verlassen. Anschließend nehmen sie die Krankheitserreger auf und zerstören und verdauen sie durch Enzyme. Aus diesem Grund bezeichnet man die Leukozyten auch als Fresszellen. Im Gegensatz zu den roten Blutkörperchen, enthalten die weißen Blutkörperchen kein Hämoglobin. Daher sind sie unter dem Mikroskop als weiße Zellen zu erkennen. Die Leukozyten werden in Lymphozyten, Granulozyten und Monozyten unterteilt. Während die Granulozyten und Monozyten im Knochenmark gebildet werden, entstehen die Lymphozyten in den Organen und Geweben des lymphatischen Systems.
Hauptfunktion der Thrombozyten ist die Unterstützung der Blutgerinnung. Das heißt, sie sorgen für die Stillung der Blutung und somit für die erste Phase der Wundheilung.
Im Blutplasma, das zu 90 Prozent aus Wasser besteht, befinden sich Proteine wie Globuline und Albumine. Zu den wichtigsten Aufgaben der Plasmaproteine gehören die Blutgerinnung, der Stofftransport, die Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks sowie des pH-Wertes und die Immunabwehr.
Das Blut erfüllt zahlreiche wichtige Aufgaben, damit die Lebensvorgänge im Organismus aufrechterhalten werden können. Zu den Hauptfunktionen gehört der Transport von Nährstoffen und Sauerstoff zu den Zellen. Zudem transportiert das Blut Stoffwechselendprodukte wie Harnstoff oder Kohlenstoffdioxid ab. Darüber hinaus befördert es wichtige Hormone und andere Wirkstoffe zwischen den verschiedenen Zellen. Weitere Funktionen sind die Regulation und Aufrechterhaltung der Körpertemperatur, des ph-Werts sowie des Elektrolyt- und Wasserhaushalts. Darüber hinaus hat das Blut auch Schutz- und Abwehraufgaben, indem es Antikörper und Fresszellen gegen Fremdkörper und Antigene bildet.
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